Für mehr Wahlmöglichkeiten als Krankenhauspatient

 - 

(verpd) Als gesetzlich krankenversicherter Krankenhauspatient hat man aufgrund gesetzlicher Regelungen nur eine eingeschränkte Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Klinik, des behandelnden Arztes sowie der Art der Unterbringung und Behandlung. Wer weitreichendere Auswahlmöglichkeiten haben möchte, muss mit erheblichen Mehrkosten rechnen. Es gibt aber auch noch eine andere Lösung.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist der Großteil der Leistungen, die die Versicherten im ambulanten, aber auch im stationären Bereich in Anspruch nehmen können, vorgegeben. So müssen die Leistungen gemäß dem Fünften Sozialgesetzbuch medizinisch zweckmäßig, ausreichend und wirtschaftlich sein.

In der Regel werden gesetzlich Krankenversicherte, die eine stationäre Behandlung benötigen, von ihrem Arzt je nach Krankheit in eines der beiden nächstgelegenen Krankenhäuser, welche Verträge mit der GKV haben, überwiesen. Übernommen werden von der GKV zudem die Unterbringung in einem Mehrbettzimmer und die Behandlung durch den jeweiligen diensthabenden Arzt. Wer als Patient jedoch eine andere Klinik, ein Einzelbettzimmer und/oder eine Chefarztbehandlung wünscht, muss mit Zusatzkosten, die er selbst zu tragen hat, rechnen.

Private Krankenversicherung im Alter. Bescheid wissen, zahlt sich aus.

Mehrkosten bei Einbettzimmer und Chefarztbehandlung

Geht zum Beispiel ein Patient ohne zwingenden Grund in ein anderes als das vom Arzt angegebene Krankenhaus und wurde dies nicht von seiner für ihn zuständigen Krankenkasse genehmigt, kann es sein, dass er die Mehrkosten dafür selbst bezahlen muss. Denn in einer anderen Klinik können die dortigen Behandlungs- und Pflegesätze höher sein als bei dem vom Arzt vorgegebenen Krankenhaus.

Die meisten Krankenkassen bieten mittlerweile eine Wahlfreiheit ihrer Patienten zwischen den Krankenhäusern, die einen Vertrag mit der GKV haben, an, allerdings sollte man dies im Bedarfsfall direkt mit der Krankenkasse abklären. Nicht bezahlt werden in der Regel jedoch die Kosten für eine Privatklinik. Zudem muss der Patient auch die eventuell anfallenden Mehrkosten für seinen Transport in die von ihm gewählte Klinik, auch wenn es sich um eine Vertragsklinik handelt, selbst übernehmen.

Wünscht ein Patient die Unterbringung in einem Einbett- statt in einem Mehrbettzimmer und/oder eine Chefarztbehandlung anstelle durch den jeweiligen diensthabenden Arzt während seines Krankenhausaufenthaltes, muss er ebenfalls mit hohen selbst zu tragenden Kosten rechnen.

Was ändert sich ab 60plus? Dieser kompetente Ratgeber gibt Ihnen Sicherheit bei Finanzen, Versicherungen, Altersvorsorge und Pflege.

Kostenschutz für mehr Entscheidungsfreiheit

Damit die Entscheidungsfreiheit nicht zum Kostenrisiko wird, bietet die private Versicherungswirtschaft den gesetzlich Krankenversicherten entsprechende Absicherungs-Möglichkeiten in Form privater Krankenzusatz-Versicherungen an.

Eine derartige Police übernimmt beispielsweise je nach Vertragsvereinbarung die anfallenden Mehrkosten für eine Unterbringung im Ein- oder Zweibett- statt im Mehrbettzimmer und/oder die Zusatzausgaben für eine Chefarztbehandlung oder von anderen Spezialisten. In manchen Krankenzusatz-Versicherungen kann auch die Kostenübernahme für die Unterbringung in einer Privatklinik vereinbart werden.

Üblicherweise fallen bei fast jedem Krankenhausaufenthalt zusätzliche Kosten an. Unter anderem hat zum Beispiel jeder erwachsene Kassenpatient in der Regel einen Eigenanteil von zehn Euro pro Tag Krankenhausaufenthalt für maximal 28 Tage zu zahlen. Mit einer privaten Krankenhaustagegeld-Versicherung lassen sich auch solche Kosten abdecken, denn je nach Vereinbarung erhält der Versicherte für jeden Tag, den er als Patient stationär in der Klinik verbringt, einen vorher vereinbarten festen Geldbetrag zur freien Verfügung ausbezahlt.

Die wichtigsten Fragen zum Thema "Pflege" beantworten Praxisexperten in unserem aktuellen Ratgeber Der Pflegefall droht: Entscheidungen treffen, Vermögen schützen und Ansprüche durchsetzen.

Weitere News zum Thema

  • Jeder Fünfte weiß nicht, dass er Bluthochdruck hat

    [] (verpd) Bluthochdruck gehört laut einer Auswertung einer gesetzlichen Krankenkasse zu der am häufigsten gestellten Diagnose von Ärzten. Doch die Zahl derjenigen, die davon betroffen sind, ist um einiges höher, da selbst ein gefährlich hoher Blutdruck oft keine eindeutigen Beschwerden verursacht, so dass Betroffene ahnungslos bleiben. Dabei ist ein festgestellter Bluthochdruck in der Regel gut behandelbar, was das Risiko, an einem Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen schwerwiegenden Leiden zu erkranken, deutlich senkt. mehr

  • Änderung zur gesetzlichen Krankenversicherung für Rentner

    [] (verpd) Wer in der zweiten Hälfte seines Erwerbslebens nicht überwiegend in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert war, muss damit rechnen, dass er als Rentenbezieher nicht pflichtversichert, sondern maximal freiwillig gesetzlich krankenversichert werden kann. Das ist jedoch meist teurer. Betroffene Mütter und Väter, die bereits eine gesetzliche Rente beziehen oder erst beantragen, können jedoch von einer vor Kurzem in Kraft getretenen Gesetzesänderung profitieren, um die benötigte Vorversicherungszeit für eine Pflichtversicherung zu erreichen. mehr

  • Eier-Skandal: Warnung vor gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln

    [] (verpd) Fipronil in Eiern – das ist einer der aktuellsten Lebensmittelskandale – aber nicht der erste, und es wird wohl auch nicht der letzte sein. Deshalb ist es für Verbraucher wichtig zu wissen, wo sie sich rechtzeitig über aktuelle Rückrufaktionen informieren können. mehr

  • Viele Reisende haben im Ausland gesundheitliche Probleme

    [] (verpd) Laut einer repräsentativen Befragung benötigte fast die Hälfte derer, die in ihrem Urlaub im Ausland waren, aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalles Medikamente, einen Arzt oder sogar eine Behandlung im Krankenhaus. Die Umfrage belegt zudem, dass nicht alle Auslandsreisende eine ausreichende Absicherung vor den Kosten, die durch eine medizinische Behandlung im Ausland entstehen können, haben. mehr

  • Gesetzliche und/oder private Krankenversicherung für Kinder

    [] (verpd) Alle werdenden Eltern sollten sich grundsätzlich bereits vor der Geburt über den passenden Krankenversicherungs-Schutz ihres Kindes informieren. Unter anderem muss abgeklärt werden, ob das Kind, wenn es geboren wird, automatisch krankenversichert ist – zum Beispiel mitversichert in der gesetzlichen Krankenversicherung – oder nicht. Doch auch später gibt es einiges zu beachten – insbesondere, wenn sich der Berufsstand oder das Einkommen eines Elternteils ändert oder der Sprössling studiert und/oder arbeitet, da dies die Wahl des Krankenversicherungs-Trägers beeinflussen kann. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.