Für eine Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung

 - 

(verpd) Die Bevölkerung wird laut Statistik immer älter. Zudem steigt das Renteneintrittsalter seit einigen Jahren an. Damit erhöht sich auch das Durchschnittsalter der Belegschaft in einer Firma. Umso wichtiger ist es, dass auch die Arbeitsbedingungen entsprechend den alternden und älteren Beschäftigten angepasst werden, um ein effektives Arbeiten zu erreichen und arbeitsbedingte Leiden und Krankheiten so gut wie möglich zu vermeiden. Entsprechende Tipps für Arbeitgeber und Personalverantwortliche enthält die aktualisierte Broschüre der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA).

Während noch im Jahr 2000 nur jeder achte Erwerbstätige 55 Jahre oder älter war, ist es laut den Daten des Statistischen Bundesamts aktuell bereits jeder fünfte. Und dieser Anstieg der immer älteren Arbeitnehmer in den Betrieben wird sich laut Experten auch aufgrund der niedrigen Geburtenrate und der steigenden Lebenserwartung sowie des immer höher werdenden Renteneintrittsalters noch verstärken.

Zugleich ändern sich nach Angaben der Spezialisten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) aber auch viele berufliche Tätigkeiten aufgrund der zunehmenden Globalisierung, Digitalisierung und Technisierung. Ein Unternehmer muss nicht nur die Arbeitsplätze, sondern auch die Beschäftigten auf diese Änderungen einstellen, damit die Arbeitnehmer möglichst lange gesund und arbeitsfähig bleiben sind sowie motiviert für die Firma arbeiten.

Alles Wissenswerte zur gesetzlichen Rente einschließlich aller Neuerungen zum 1.7.2017 erfahren Sie in unserem aktualisierten Dossier Der kleine Rentenratgeber.

Damit die Mitarbeiter möglichst lange arbeitsfähig bleiben

Die über 100 Seiten starke und bei der BAUA herunterladbare Broschüre Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung – Grundlagen und Handlungsfelder für die Praxis gibt entsprechende Tipps, worauf Arbeitgeber und Personalverantwortliche diesbezüglich achten sollten.

Unter anderem ist in der Broschüre zu lesen: Unternehmen "müssen ihre Beschäftigten mit entsprechenden Maßnahmen der Arbeitsgestaltung und des Personalmanagements auf diese Veränderungen vorbereiten und entsprechend qualifizieren, damit sie möglichst lange arbeitsfähig im Unternehmen bleiben".

Neben den Ausführungen zur Bedeutung einer alters- und alternsgerechten Arbeitsgestaltung enthält die Broschüre Informationen und Tipps zu folgenden sechs Gestaltungsfeldern: "Arbeitsaufgabe", "Arbeitsorganisation", "Soziale Beziehungen", "Arbeitsumgebung" und "Betrieblicher Kontext".

Die wichtigsten Fragen zum Thema "Pflege" beantworten Praxisexperten in unserem aktuellen Ratgeber Der Pflegefall droht: Entscheidungen treffen, Vermögen schützen und Ansprüche durchsetzen.

Vom Arbeitsplatz bis hin zu den sozialen Beziehungen

So wird im Gestaltungsfeld "Arbeitsaufgabe" empfohlen, die Arbeitsgeschwindigkeit besonders bei schwerer körperlicher Arbeit variabel zu gestalten, Tätigkeiten mit hohem Routineanteil und ohne problemlösendes Denken möglichst gering zu halten und Weiterbildungen kontinuierlich anzubieten. Zudem sollte eine Reizüberflutung durch zu viele Informationen vermieden werden. Unter anderem wird hier eine klare Regelung vorgeschlagen, wer welche E-Mails erhalten sollte.

Beim Thema alternsgerechte Gestaltung rät die BAUA beispielsweise, "insbesondere die Gesundheit von jungen, unerfahrenen und sehr engagierten Beschäftigten im Blick" zu haben und diese vor Überforderung oder Überlastung zu schützen. Hinweise beim Thema Arbeitsorganisation gibt es unter anderem zur Arbeitszeiten-, Pausen- und Schichtplangestaltung, aber auch wie sich Arbeitsstörungen sowie Zeit- und Leistungsdruck verringern lassen.

Beim Gestaltungsfeld "Soziale Beziehungen" wird dargelegt, wie soziale Interaktionen erreicht und soziale Unterstützungen durch Kollegen und Vorgesetzten gefördert werden können. Im Bereich "Arbeitsumgebung" geben die BAUA-Spezialisten Tipps zur Arbeitsplatzgestaltung sowie zur Vermeidung von Unfallrisiken und ergonomisch ungünstigen Arbeitsbedingungen. Das Kapitel "Betrieblicher Kontext" beschäftigt sich mit der betrieblichen Gesundheitsförderung und gibt Hinweise, wie sich ein auf alle Altersgruppen bezogenes Personalmanagement realisieren lässt.

Wertvolle Expertentipps zu allen Formen der staatlich geförderten Altersvorsorge erhalten Sie in unserem umfassenden Ratgeber So schließen Sie Ihre Rentenlücke.

Weitere News zum Thema

  • Krankenkassen haben Milliardenüberschuss

    [] Nach den ersten drei Quartalen 2017 konnten die gesetzlichen Krankenkassen einen Überschuss von rund 2,5 Milliarden Euro ausweisen, wie die vorläufigen Finanzergebnisse aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zeigen. Alle Kassenarten lagen im Plus. Die Ausgaben stiegen vergleichsweise moderat an. mehr

  • Gesetzliche Krankenversicherung: Geringe Beitragsentlastung

    [] Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit wird der vom Arbeitnehmer alleine zu tragende Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Durchschnitt sinken. Allerdings werden Gutverdiener aufgrund der Erhöhung bestimmter Sozialversicherungs-Werte dennoch mehr zahlen müssen als bisher. Zudem wird der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung schwerer. mehr

  • Neues für Selbstständige mit geringem Einkommen

    [] Wie das Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) jüngst mitteilte, gibt es ab 2018 eine Änderung bei der Festlegung der Beiträge für Selbstständige, die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert sind. Zudem steigt der Mindestbeitrag. Experten warnen bereits seit Längerem vor einer Überforderung von gering verdienenden Selbstständigen durch überhöhte Mindestbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). mehr

  • Gefährliches Spielzeug und riskante sonstige Produkte

    [] Nicht jedes Spielzeug oder Kinderzimmer-Möbelstück ist auch wirklich für Kinder geeignet. Ein Webportal zeigt, worauf man bei den einzelnen Produktarten achten sollte, um das Unfallrisiko minimal zu halten und die Gesundheit des Kindes nicht zu gefährden, aber auch, welche einzelnen Produkte bereits als gefährlich eingestuft wurden. mehr

  • Damit PC und Smartphone nicht zu Augenleiden führen

    [] Viele, die fast jeden Tag stundenlang auf einen Monitor blicken, egal ob es sich dabei um einen Computerbildschirm oder ein Smartphone-Display handelt, leiden irgendwann unter gereizten, geröteten, lichtempfindlichen und/oder juckenden Augen. Bei manchen verschlechtert sich sogar die Sehstärke. Wie sich solche Beschwerden verhindern lassen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.