Fit genug zum Autofahren?

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(verpd) Zahlreiche gesundheitliche Leiden, die bei Autofahrern dazu führen, dass ihre Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt ist, treten allmählich auf, und ohne dass es der Betroffene gleich bemerkt. Dazu gehören das Nachlassen des Seh-, Hör- und/oder Reaktionsvermögens sowie die Abnahme der körperlichen Beweglichkeit. Experten erklären, was der Einzelne tun kann, dass er nicht für sich selbst und für andere zur Gefahr wird.

Es gibt keine gesetzliche Vorschrift, die vorsieht, dass ein Autofahrer, nachdem er seinen Führerschein erworben hat, seine Fahrtüchtigkeit regelmäßig beispielsweise durch einen Sehtest nachweisen muss, um seine Fahrerlaubnis dauerhaft behalten zu können.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) rät jedoch, sich freiwillig ab einem gewissen Alter oder auch, wenn Anzeichen bestehen, dass eine Fahrunsicherheit vorhanden sein könnte, einem Gesundheitscheck zu unterziehen.

Freiwillige Gesundheitskontrollen

Wird dabei beispielsweise eine Seh- oder Hörschwäche festgestellt, lässt sich dies oftmals mit einfachen Mitteln wie einer Brille oder einem Hörgerät beheben, sodass der Betroffene ohne Bedenken wieder Auto fahren kann. Laut DVR sollten Autofahrer ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich einen Sehtest beim Augenarzt durchführen lassen. Hierbei sollten nicht nur die Sehschärfe überprüft werden, sondern auch das Gesichtsfeld, das Dämmerungssehen, die Blendempfindlichkeit, das Farbensehen, das räumliche Sehen und das Kontrastsehen.

Details dazu stehen auch in der kostenlos herunterladbaren Broschüre „Gutes Sehen im Straßenverkehr“ des Kuratoriums Gutes Sehen e.V. (KGS). Typische Symptome für eine einsetzende Sehschwäche sind auftretende Kopfschmerzen, rote, trockene oder tränende Augen bei längeren Fahrten oder auch, wenn man das Gefühl hat, nachts stärker von Straßenlaternen oder entgegenkommenden Fahrzeugen geblendet zu werden als früher.

Auch eine eintretende Unsicherheit bei Dämmerungs- oder Nachtfahrten oder an viel befahrenen Kreuzungen kann auf eine Verschlechterung der Sehkraft hindeuten. Autofahrer ab dem 60. Lebensjahr wird angeraten, alle zwei Jahre einen Hörtest sowie eine Überprüfung ihrer Konzentrations- und Reaktions-Geschwindigkeit durchführen zu lassen.

Kostenloser Selbsttest und Broschüren

Auch bei jüngeren Kfz-Fahrern kann die Fahrtüchtigkeit durch chronische, wiederkehrende oder auch durch noch unbemerkte Krankheiten wie Grünem oder Grauem Star, Diabetes, Bluthochdruck oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie durch Medikamenteneinnahme beeinträchtigt sein. „Klarheit können freiwillige Gesundheitschecks beim Hausarzt bringen“, rät Ute Hammer, Geschäftsführerin des DVR. Jeder, der sich seiner Fahrtüchtigkeit nicht sicher ist, sollte sich also vertrauensvoll an einen Arzt wenden.

Der DVR bietet einen kostenlos online durchzuführenden Selbsttest an, der eine erste Einschätzung gibt, ob man noch fit genug zum Autofahren ist. Laut DVR ersetzt dies jedoch nicht einen professionellen Gesundheitscheck beim Arzt.

Wer darüber besorgt ist, dass ein Angehöriger oder Freund nicht mehr in der Lage ist, ein Auto sicher zu steuern, findet in der beim DVR herunterladbaren Broschüre „Sicher mobil im Alter“ unter anderem Tipps wie einen Gesprächsleitfaden, um über das Thema mit dem Betroffenen zu sprechen. Weitere Informationen zur Fahrtüchtigkeit stehen im Webauftritt des DVR sowie im herunterladbaren Flyer „ABC der Mobilität“.

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