Finanzlage der Krankenkassen 2005 stark verschlechtert

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Die jetzt veröffentlichten Zahlen für das Jahr 2005 weisen einen Rückgang auf rund eine Milliarde € aus. Das sind 75 % weniger als 2004, dem ersten Jahr der Reform. Bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen sei der Überschuss auf rund 152 Millionen € förmlich eingebrochen. Lediglich die Innungskrankenkassen sind mit einem Rückgang um ein Sechstel relativ glimpflich davon gekommen. Nun könnte man sagen, dass eine Milliarde € Gewinn doch immer noch ein guter Wert sei. Krankenkassen sind schließlich keine gewinnorientierten Unternehmen. Kritisch ist der Wert deshalb, weil sich die gesamten Nettoschulden der Kassen auf insgesamt 1,6 Milliarden € belaufen. Besonders beachtenswert ist die Tatsache, dass in dem Ergebnis ein Bundeszuschuss in Höhe von 2,5 Milliarden € enthalten ist. Damit ist klar, dass die Beitragseinnahmen der Kassen alleine nicht mehr ausreichen. Drohen jetzt wieder Beitragserhöhungen? Als Gründe für die schlechte Entwicklung werden zum einen die stagnierenden Beitragseinnahmen aufgrund der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit genannt. Zum anderen bescherten die Arzneimittelausgaben mit einer Steigerung um 18 % deutlich höhere Ausgaben. Auch wenn sich die Kassenvertreter zur Entwicklung im Jahr 2006 nicht äußern wollen, der erneute Anstieg der Arzneimittelausgaben lässt nichts Gutes erahnen. Die Regierung hat mit dem »Arzneimittelspargesetz« versucht, darauf zu reagieren. Das Einsparvolumen soll rund eine Milliarde € betragen.

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