Finanzieller Schutz für Singles

 - 

(verpd) Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren von den knapp 16,5 Millionen Menschen, die in Deutschland alleine leben, rund die Hälfte ledig, 18,1 Prozent geschieden, 26,7 Prozent verwitwet und 5,9 Prozent von ihrem Ehepartner getrennt lebend.

Fast jeder fünfte Bundesbürger lebt somit in einem sogenannten Einpersonenhaushalt. Da Singles häufig nicht durch andere eine finanzielle Rückendeckung haben, ist eine entsprechende Vorsorge notwendig.

Die Mehrheit der Alleinlebenden bis 65 Jahren finanziert sich überwiegend aus der eigenen Erwerbstätigkeit. Reduziert sich aus irgendeinem Grund wie einem schweren Unfall oder einer langwierigen Krankheit und damit einhergehend einer längeren Arbeitsunfähigkeit das Einkommen oder fällt es komplett weg, kann es bei diesen Singles daher schnell zu finanziellen Schwierigkeiten kommen.

Bei Unfall und Krankheit

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zahlt nämlich Arbeitnehmern bei einer Arbeitsunfähigkeit, die nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fällt, für maximal 78 Wochen 70 Prozent des Bruttolohns, aber höchstens 90 Prozent des Nettoeinkommens. Die GKV berücksichtigt für die Höhe des Krankengeldes zudem maximal das Einkommen bis zur Beitragsbemessungs-Grenze (monatlich 4.050 € in 2014). Das Gehalt oberhalb dieser Grenze wird nicht miteinbezogen.

Insbesondere gut verdienende Angestellte, aber vor allem auch Selbstständige, die keine gesetzliche Absicherung haben, müssen bei einer längeren Arbeitsunfähigkeit mit hohen finanziellen Einbußen im Vergleich zum bisherigen Erwerbseinkommen rechnen.

Selbstständige haben in der Regel keinen Anspruch auf ein gesetzliches Krankentagegeld. Nicht nur ein Single, der als Einmannfirma tätig ist, steht im schlimmsten Fall bereits ab dem ersten Tag ohne Einkommen da. Eine Absicherung der möglichen Einkommenslücke für Arbeitnehmer, aber auch für Selbstständige, ist jedoch über eine private Krankentagegeld-Versicherung möglich.

Wenn eine Berufs- oder Erwerbstätigkeit nicht mehr möglich ist

Wer nach dem 1.1.1961 geboren ist und aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalles seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, hat übrigens als Arbeitnehmer keinen Anspruch auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente. Nur gesetzlich Rentenversicherten, die keiner beruflichen Tätigkeit irgendeiner Art mehr nachgehen können, bleibt unter Umständen noch der Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Doch auch diese reicht häufig nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu halten.

Ende 2013 betrug die Höhe der Durchschnittsrente für alle, die eine gesetzliche Rente wegen voller Erwerbsminderung erhielten – also für Betroffene, die weniger als drei Stunden täglich arbeiten können –, 717 € bei den Männern und Frauen in Westdeutschland. In Ostdeutschland waren es 713 €. Die „teilweise Erwerbsminderungsrente“, eine Leistung für Rentenversicherte, die drei bis maximal sechs Stunden arbeiten können, betrug bei den Männern und Frauen in den alten Bundesländern durchschnittlich 487 € und in den neuen Bundesländern 430 €.

Um Einkommenseinbußen im Falle einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit auszugleichen, bieten die privaten Versicherer unter anderem eine private Berufs- und/oder eine Erwerbsunfähigkeits-Versicherung.

Weitere News zum Thema

  • Jetzt wird die Uhr wieder eine Stunde vorgestellt

    [] (verpd) Bald werden hierzulande wieder die Uhren von Winter- auf Sommerzeit umgestellt. Nicht jeder verkraftet die Zeitumstellung problemlos. Es gibt jedoch Maßnahmen, die helfen, damit das Wohlbefinden dadurch möglichst wenig beeinträchtigt wird. mehr

  • Wann die Krankenkasse eine Brille bezuschusst

    [] (verpd) Bisher beteiligen sich die gesetzlichen Krankenkassen an den Kosten für eine notwendige Brille nur in wenigen Fällen. Durch ein neues Gesetz, das voraussichtlich im März in Kraft tritt, werden die Ausnahmeregelungen zwar erweitert. Allerdings wird die Mehrheit derjenigen, die eine Brille benötigen, auch künftig die Kosten für eine notwendige Sehhilfe weiterhin selbst tragen müssen. mehr

  • Schmerzpatient darf Cannabis für sich selbst anbauen

    [] Cannabis kann ein wirksames Mittel gegen Schmerzen sein. Das Bundesverwaltungsgericht hat deshalb das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte verpflichtet, einem an multipler Sklerose Erkrankten eine Ausnahmegenehmigung für den Eigenanbau von Haschisch zu erteilen. mehr

  • Onlinehilfe für Arbeitgeber zum Thema Sozialversicherungen

    [] (verpd) Ein neues Informationsportal, aufgebaut vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, will Firmen, die bereits Mitarbeiter haben oder erstmalig Mitarbeiter einstellen möchten, helfen, grundlegende Fragen zum Melde- und Beitragsrecht in der Sozialversicherung zu beantworten. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.