Erste Wahl für gesetzlich versicherte Krankenhauspatienten

 - 

(verpd) Im Durchschnitt war 2012 ein Krankenhauspatient 7,6 Tage in einer Klinik. Doch egal wie lange ein Betroffener stationär behandelt wird, für den Einzelnen ist es wichtig, dass er sich möglichst gut aufgehoben fühlt. Möchte ein gesetzlich Krankenversicherter allerdings frei entscheiden, in welcher Klinik und von welchem Arzt er behandelt werden will und wie die Art der Unterbringung sein soll, muss er oftmals mit erheblichen Mehrkosten rechnen. Das muss jedoch nicht sein.

Insgesamt wurden 2012 über 19 Millionen Patienten in einem Krankenhaus behandelt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden dabei insgesamt rund 51 Millionen Operationen und medizinische Prozeduren bei stationären Patienten durchgeführt, rund 1,6 Millionen mehr als noch 2011.

Was vielen nicht bewusst ist, gesetzlich Krankenversicherte können sich nur auf den ersten Blick das behandelnde Krankenhaus frei aussuchen. Der Arzt, der eine stationäre Behandlung verordnet, muss nämlich unter Berücksichtigung der Erkrankung die beiden nächstgelegenen Krankenhäuser angeben, die er für geeignet hält.

Für eine freie Klinikwahl

Wer ohne zwingenden Grund in ein anderes als das vom Arzt vorgeschlagene Krankenhaus geht und dies nicht von der Krankenkasse genehmigt wurde, muss mit einer Rückforderung der dadurch verursachten Mehrkosten rechnen. Das können beispielsweise höhere Behandlungs- und Pflegesätze der ausgesuchten Klinik und auch Mehrkosten für den Krankenhaustransport im Vergleich zum vom Arzt vorgegebenen Krankenhaus sein.

Eine private Krankenzusatz-Versicherung, die den stationären Bereich abdeckt, bietet jedoch mehr Freiheit bei der Klinikwahl, denn je nach Vertragsvereinbarung übernimmt der private Krankenversicherer die Mehrkosten.

Auch die Differenzkosten für eine Unterbringung im Ein- oder Zweibett- statt im Mehrbettzimmer und/oder die Zusatzausgaben für eine Chefarztbehandlung oder für einen anderen Spezialisten können mit einer solchen Versicherungspolice abgedeckt werden.

Ohne Zusatzkosten in die Klinik

In der Regel fallen bei einem stationären Klinikaufenthalt zusätzliche Kosten wie der grundsätzlich von jedem erwachsenen Kassenpatienten zu zahlende Eigenanteil von zehn Euro pro Tag Krankenhausaufenthalt für maximal 28 Tage an. Diese und weitere Kosten lassen sich durch eine Krankenhaustagegeld-Versicherung abdecken. Der Versicherte erhält dabei für jeden Tag, den er als Patient stationär in der Klinik verbringt, einen vorher vereinbarten, festen Geldbetrag zur freien Verfügung ausbezahlt.

Wer lange Zeit aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit nicht erwerbstätig sein kann, dem droht zudem ein Einkommensverlust im Vergleich zu seinem bisherigen Verdienst, da die gesetzliche Krankenkasse nur einen Teil des Gehaltes und zudem nur für einen gewissen Zeitraum ersetzt. Eine Krankentagegeld-Versicherung hilft, solche Einkommenseinbußen abzusichern.

Weitere News zum Thema

  • Jetzt wird die Uhr wieder eine Stunde vorgestellt

    [] (verpd) Bald werden hierzulande wieder die Uhren von Winter- auf Sommerzeit umgestellt. Nicht jeder verkraftet die Zeitumstellung problemlos. Es gibt jedoch Maßnahmen, die helfen, damit das Wohlbefinden dadurch möglichst wenig beeinträchtigt wird. mehr

  • Wann die Krankenkasse eine Brille bezuschusst

    [] (verpd) Bisher beteiligen sich die gesetzlichen Krankenkassen an den Kosten für eine notwendige Brille nur in wenigen Fällen. Durch ein neues Gesetz, das voraussichtlich im März in Kraft tritt, werden die Ausnahmeregelungen zwar erweitert. Allerdings wird die Mehrheit derjenigen, die eine Brille benötigen, auch künftig die Kosten für eine notwendige Sehhilfe weiterhin selbst tragen müssen. mehr

  • Schmerzpatient darf Cannabis für sich selbst anbauen

    [] Cannabis kann ein wirksames Mittel gegen Schmerzen sein. Das Bundesverwaltungsgericht hat deshalb das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte verpflichtet, einem an multipler Sklerose Erkrankten eine Ausnahmegenehmigung für den Eigenanbau von Haschisch zu erteilen. mehr

  • Onlinehilfe für Arbeitgeber zum Thema Sozialversicherungen

    [] (verpd) Ein neues Informationsportal, aufgebaut vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, will Firmen, die bereits Mitarbeiter haben oder erstmalig Mitarbeiter einstellen möchten, helfen, grundlegende Fragen zum Melde- und Beitragsrecht in der Sozialversicherung zu beantworten. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.