Elektronische Gesundheitskarte ist rechtens

 - 

Ein Mann weigerte sich, seiner Krankenkasse ein Foto für die neue Gesundheitskarte zur Verfügung zu stellen. Außerdem wehrte er sich dagegen, dass auf der Karte seine persönlichen Krankendaten gespeichert und so automatisch weitergegeben würden.

Er befürchtete den Missbrauch seiner Daten. Die Richter des Hessischen Landessozialgerichts sahen dies anders. Gerade das Foto trage zum Schutz gegen die missbräuchliche Verwendung der Karte bei, indem es die Identifizierung des Versicherten ermögliche. Außerdem seien die datenschutzrechtlichen Bestimmungen eingehalten und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ausreichend berücksichtigt worden.

Insbesondere würden neben den persönlichen Daten wie Name, Geburtsdatum, Anschrift und Versichertenstatus weitere Daten nur dann auf der Karte gespeichert, wenn der Versicherte selbst dem zustimme. Da der Mann hierfür nicht sein Einverständnis gegeben habe, sei er rechtlich davon auch nicht betroffen. Im Übrigen überwiege das Interesse der Allgemeinheit an der Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems der gesetzlichen Krankenversicherung (Hessisches Landessozialgericht, Urteil vom 26.9.2013, Az. L 1 KR 50/13).

Seit dem 1.1.2014 müssen Sie als gesetzlich Krankenversicherter beim Arzt die neue elektronische Gesundheitskarte vorlegen. Haben Sie Ihre Karte einmal vergessen, können Sie die Karte innerhalb von zehn Tagen nachreichen. Ohne Vorlage der Karte oder eines sonstigen gültigen Versicherungsnachweises darf der Arzt Ihnen eine Privatrechnung ausstellen.

Quelle: "Der GeldBerater", März 2014

Aktuelle Anlage-Empfehlungen finden Sie monatlich in den "Geldtipps konkret!".

Weitere News zum Thema

  • Krankenkassen haben Milliardenüberschuss

    [] Nach den ersten drei Quartalen 2017 konnten die gesetzlichen Krankenkassen einen Überschuss von rund 2,5 Milliarden Euro ausweisen, wie die vorläufigen Finanzergebnisse aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zeigen. Alle Kassenarten lagen im Plus. Die Ausgaben stiegen vergleichsweise moderat an. mehr

  • Gesetzliche Krankenversicherung: Geringe Beitragsentlastung

    [] Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit wird der vom Arbeitnehmer alleine zu tragende Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Durchschnitt sinken. Allerdings werden Gutverdiener aufgrund der Erhöhung bestimmter Sozialversicherungs-Werte dennoch mehr zahlen müssen als bisher. Zudem wird der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung schwerer. mehr

  • Neues für Selbstständige mit geringem Einkommen

    [] Wie das Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) jüngst mitteilte, gibt es ab 2018 eine Änderung bei der Festlegung der Beiträge für Selbstständige, die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert sind. Zudem steigt der Mindestbeitrag. Experten warnen bereits seit Längerem vor einer Überforderung von gering verdienenden Selbstständigen durch überhöhte Mindestbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). mehr

  • Gefährliches Spielzeug und riskante sonstige Produkte

    [] Nicht jedes Spielzeug oder Kinderzimmer-Möbelstück ist auch wirklich für Kinder geeignet. Ein Webportal zeigt, worauf man bei den einzelnen Produktarten achten sollte, um das Unfallrisiko minimal zu halten und die Gesundheit des Kindes nicht zu gefährden, aber auch, welche einzelnen Produkte bereits als gefährlich eingestuft wurden. mehr

  • Damit PC und Smartphone nicht zu Augenleiden führen

    [] Viele, die fast jeden Tag stundenlang auf einen Monitor blicken, egal ob es sich dabei um einen Computerbildschirm oder ein Smartphone-Display handelt, leiden irgendwann unter gereizten, geröteten, lichtempfindlichen und/oder juckenden Augen. Bei manchen verschlechtert sich sogar die Sehstärke. Wie sich solche Beschwerden verhindern lassen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.