Eier-Skandal: Warnung vor gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln

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(verpd) Fipronil in Eiern – das ist einer der aktuellsten Lebensmittelskandale – aber nicht der erste, und es wird wohl auch nicht der letzte sein. Deshalb ist es für Verbraucher wichtig zu wissen, wo sie sich rechtzeitig über aktuelle Rückrufaktionen informieren können.

Das Insektizid Fipronil wirkt unter anderem gegen Flöhe, Läuse, Zecken, Schaben und Milben, kann aber auch ein gesundheitliches Risiko für den Menschen darstellen. Eine Anwendung an Nutztieren ist daher nicht zulässig, da es anderenfalls in Lebensmittel wie Fleisch oder Eier gelangen könnte. Vor Kurzem stellte sich heraus, dass das Mittel bei einigen Eier produzierenden Betrieben in Europa doch zum Einsatz kam. Deshalb rät das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) den Verbrauchern im Portal www.lebensmittelwarnung.de die betroffenen Eier zu entsorgen oder zum Händler zurückzubringen.

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Offizielle Lebensmittelwarnungen

Im Portal www.lebensmittelwarnung.de werden Warnungen und Informationen im Sinne des Paragrafen 40 des Lebensmittel- und Futtermittel-Gesetzbuches veröffentlicht. Dabei handelt es sich zumeist um Hinweise von Behörden oder um die Bekanntmachung von Rücknahme- oder Rückrufaktion durch Lebensmittelhersteller und -händler. Gelistet werden nicht nur die neusten, sondern die Warnungen, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt gelten. Aktuell wird beispielsweise vor Aprikosenkernen eines Herstellers gewarnt, weil diese einen überhöhten Blausäuregehalt aufweisen oder vor einer Tiefkühlkost, da diese Kunststofffremdkörper enthalten kann. Inhaltlich verantwortlich für das Portal sind die Bundesländer und das BVL.

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Warnhinweise der Europäischen Union

Im BVL ist gleichzeitig die nationale Kontaktstelle des Europäischen Schnellwarnsystems für Lebensmittel und Futtermittel (RASFF) angesiedelt. Das RASFF ist das behördeninterne Warn- und Informationssystem zur schnellen Weitergabe von Informationen innerhalb der Europäischen Union, das sich auf den Bereich der Futter- und Lebensmittel fokussiert. Neben einer Onlinesuche können Verbraucher sich auch eine Liste aller aktuellen EU-weiten Benachrichtigungen anzeigen kann. RASFF wird von RAPEX, dem Rapid Exchange of Information System ergänzt.

RAPEX ist für Verbraucherprodukte, also zum Beispiel für Spielzeug, Bekleidung und Kosmetika, gedacht und informiert jeden Freitag in englischer Sprache in wöchentlichen Reports. Aktuelle Produktwarnungen und Produktrückrufe in deutscher Sprache gibt es auch im Webportal der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, kurz AGES. Diese Informationen liefert auch die AGES Produktwarnungs-App, die sowohl für Apple- als auch für Android-Geräte in den gängigen App-Stores kostenlos erhältlich ist.

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