Diese Erkrankungen sorgen für die meisten Fehltage

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(verpd) Insgesamt ist die Anzahl der Tage, an denen Arbeitnehmer krankgemeldet waren und deswegen nicht zur Arbeit gehen konnten, gestiegen, wie eine aktuelle Studie zeigt. Muskel- und Skelettkrankheiten verursachen dabei die meisten Arbeitsausfalltage.

In einem vor Kurzem vorgestellte BKK Gesundheitsreport des BKK Dachverbandes e.V., dem 89 Betriebskrankenkassen (BKK) angehören, wurden die im Jahre 2012 getroffenen Diagnosen von rund 10,3 Millionen Versicherten ausgewertet. Daraus lassen sich repräsentative Werte für den gesamten Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ableiten.

Ein Ergebnis der Studie war, dass die meisten Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) in Deutschland im Bewertungszeitraum auf Muskel- und Skeletterkrankungen zurückzuführen waren. Je 100 in der Gesetzlichen Krankenkasse Pflichtversicherte fielen in 2012 deswegen 441 AU-Tage an, was einem Anteil von 26,5 Prozent entspricht. Betrachtet man nur die beschäftigten Versicherten, dann schlagen 432 AU-Tage mit einem Anteil von 26,4 Prozent zu Buche.

Psychische Störungen

Zweithäufigste Ursache sind psychische Störungen, die stetig an Bedeutung zunehmen, gefolgt von Erkrankungen am Atmungssystem und Verletzungen/Vergiftungen. An fünfter bis achter Steller der Hauptursachen für eine Arbeitsunfähigkeit stehen Erkrankungen am Verdauungssystem, Kreislaufsystem, Infektionen sowie gut- oder bösartige Tumorbildungen.

Auch bei diesen Erkrankungen gibt es nur leichte Abweichungen, was die Gesamtheit der Pflichtmitglieder und die Teilgruppe der beschäftigten Pflichtmitglieder betrifft.

Am längsten dauert die Arbeitsunfähigkeit im Durchschnitt mit 39,5 Arbeitsunfähigkeits-Tagen bei psychischen Störungen, gefolgt von 36,5 AU-Tagen infolge Erkrankungen durch gut- oder bösartige Tumore. Durchschnittlich sind Betroffene bei Erkrankungen des Kreislaufsystems, des Muskel-/Skelettsystems sowie Personen mit Verletzungen oder Vergiftungen zwischen 21,1 und 20 Tage im Jahr 2012 krankgeschrieben gewesen.

In manchen Branchen gibt es mehr Fehltage als in anderen

Insgesamt wurden im Berichtszeitraum mehr Arbeitsunfähigkeitstage verzeichnet als zwei Jahre zuvor. Im Durchschnitt stiegen die AU-Tage je Beschäftigten von 13,9 im Jahr 2010 auf 15,0 AU-Tage in 2012.

Die höchsten krankheitsbedingten Ausfälle gab es 2012 bei den Postdiensten mit 23,0 Tagen, gefolgt von den Berufstätigen in der Abfallbeseitigung und im Recycling (19,9 Tage), den Arbeitnehmern im Verkehrswesen (19,5 Tage) und den Beschäftigten in der Öffentlichen Verwaltung mit 18,3 AU-Tagen.

Besonders robust erwiesen sich Beschäftigte von IT-Dienstleistern mit durchschnittlich 7,9 Tagen, Journalisten mit 8,6 Tagen, Arbeitnehmer im Bank- und Versicherungsgewerbe mit 10,6 AU-Tagen sowie Berufstätige im Bereich Erziehung und Unterricht mit 12,6 Krankheitstagen.

Nachteile für gut Verdienende

Gut verdienende Angestellte, aber auch Selbstständige, die keine gesetzliche Absicherung haben, müssen übrigens bei einer längeren Arbeitsunfähigkeit mit hohen finanziellen Einbußen im Vergleich zum bisherigen Einkommen rechnen. In vielen Fällen empfiehlt sich deshalb eine Absicherung durch eine private Krankentagegeld-Versicherung, mit der sich eine solche Einkommenslücke schließen lässt.

Normalerweise erhält ein gesetzlich Krankenversicherter 70 Prozent des Bruttolohns, höchstens 90 Prozent des Nettoeinkommens als Krankengeld ausbezahlt – allerdings nur, wenn sein Einkommen unter der Beitragsbemessungs-Grenze der Krankenversicherung (monatlich 4.050 € in 2014) liegt. Zur Berechnung der Höhe des Krankengeldes bei gesetzlich Krankenversicherten wird nämlich maximal das Einkommen bis zur Beitragsbemessungs-Grenze der Krankenversicherung (monatlich 4.050 € in 2014) berücksichtigt. Das Gehalt oberhalb dieser Grenze wird nicht mit einbezogen.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zahlt gesetzlich versicherten Arbeitnehmern zudem nur für maximal 78 Wochen ein Krankengeld.

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