Die Vorzüge der privaten Krankenversicherung nutzen

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(verpd) Nur Arbeitnehmer, deren Bruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt, können unter bestimmten Voraussetzungen entscheiden, ob sie weiter freiwillig in der gesetzlichen oder in einer privaten Krankenversicherung versichert sein möchten.

Die Höhe der Versicherungspflichtgrenze wurde zum 1.1.2016 angehoben. Es gibt jedoch auch eine Alternative, um von den besseren Leistungen einer privaten Krankenversicherung profitieren zu können.

Gemäß der Verordnung über die Sozialversicherungsrechengrößen 2016 wurde die Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze) in der Krankenversicherung von bisher 54.900 € (2015) auf 56.250 € im Jahr 2016 angehoben.

Um von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln zu können, muss der Bruttoverdienst eines Arbeitnehmers mindestens ein Jahr lang über dieser Versicherungspflichtgrenze liegen.

Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung

Ein Arbeitnehmer, der am Ende des Jahres 2015 einen Bruttojahresverdienst von mehr als 56.250 € hatte, kann im Jahr 2016 von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln. Das Ende der gesetzlichen Versicherungspflicht tritt nämlich erst mit Ablauf des Kalenderjahrs ein, in dem die Versicherungspflichtgrenze überschritten wird.

Zum Jahresverdienst zählen regelmäßige Gehaltsbestandteile, also beispielsweise neben dem Grundgehalt auch regelmäßige Zahlungen von Weihnachts- und Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen oder regelmäßig gezahlte Zulagen. Bonuszahlungen, Familienzuschläge wie Kindergeld, Fahrkostenersatz oder einmalige Sonderzahlungen sind jedoch nicht auf die Jahresarbeitsentgeltgrenze anzurechnen.

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können unter Einhaltung einer zweimonatigen Kündigungsfrist zum Monatsende jederzeit und unabhängig von einer Einkommensgrenze von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln.

Wie gesetzlich Krankenversicherte bessere Leistungen bekommen

Doch auch gesetzlich Krankenversicherte können von den besseren Leistungen einer privaten Krankenversicherung profitieren, wenn sie eine private Krankenzusatzversicherung abschließen. Entsprechende Policen werden für den stationären und den ambulanten Bereich sowie für Behandlungen beim Zahnarzt als Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung angeboten.

Eine private Krankenzusatz-Versicherung bietet je nach Vertragsvereinbarung zum Beispiel eine freie Wahl zwischen Heilpraktiker oder Ärzten mit oder ohne Kassenzulassung oder eine Krankenhausunterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer mit Chefarztbehandlung.

Je nach Leistungsvereinbarung ist auch die Übernahme von Mehrkosten für Medikamente, Behandlungen und Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgeräte möglich, welche die gesetzliche Krankenkasse teilweise oder gar nicht zahlt.

Wertvolle Expertentipps lesen Sie in unserem Dossier Wechsel zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung .

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