Die richtige Hautpflege im Winter

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(verpd) Besonders in der kalten Jahreszeit wird die Haut durch Minustemperaturen in der freien Natur sowie durch die trockene Heizungsluft in den Häusern stark strapaziert. Die Bayerische Landesapothekerkammer gibt Tipps, wie sich Hautschäden vermeiden lassen.

Im Winter kann der ständige Wechsel zwischen eisigen Temperaturen draußen und der trockenen Heizungsluft drinnen schnell dazu führen, dass die Haut fahl, trocken, spröde und rissig wird. Weitere Folgen sind Hautrötungen, Juckreiz sowie Spannungsgefühl und Schuppenbildung.

Um dies zu verhindern, empfehlen die Gesundheitsexperten der Bayerischen Landesapothekerkammer (BLAK), Hautcremes und -lotions mit einem höheren Fettanteil zu benutzen. Pflegeprodukte mit einem hohen Wasseranteil könnten dagegen bei eisigen Außentemperaturen sogar auf der Haut gefrieren und die Haut dadurch schädigen, statt sie zu schützen.

Nicht nur für Wintersportler

„Wer normale und trockene Haut hat, sollte sich also ruhig vor einem Winterspaziergang mit einer fetthaltigen Creme Gesicht und Hände eincremen. Wer fettige Haut hat oder an Akne leidet, kann darauf verzichten und sollte auch im Winter lieber bei den gewohnten Pflegeprodukten bleiben“, so der Apotheker Dr. Volker Schmitt, Sprecher der BLAG.

Da die Sonne von Schnee- und Eiskristallen reflektiert wird und deshalb die krebserregende UV-Strahlung auch im Winter hoch sein kann, empfiehlt es sich insbesondere für alle, die lange im Freien sind, eine wasserarme und fettreiche Hautcreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 20 zu wählen. Bei Personen mit heller Haut oder wer sich weit oben in den Bergen zum Beispiel auf einem Gletscher aufhält, sollte wenigstens Cremes mit Lichtschutzfaktor 30 benutzen. Laut BLAK nimmt die energiereiche UV-B-Strahlung übrigens je 1.000 Höhenmeter um rund 15 Prozent zu.

Das Eincremen mit einem entsprechenden Pflegeprodukt, besonders von den Hautpartien wie Gesicht und Händen, die nicht oder nicht immer mit Kleidung bedeckt sind, ist umso wichtiger, da die Haut bei extremer Kälte nach Angaben des BLAK kein eigenes Fett mehr produziert um geschützt zu sein. Vor allem sind auch die Lippen mit einem Fettstift, der einen hohen Lichtschutzfaktor aufweist, zu schützen, da sie anderenfalls durch Sonne und Wind schnell austrocknen, dadurch spröde und rissig werden können oder auch schnell Herpesbläschen entstehen.

Kinderhaut braucht besondere Pflege

Besonders wichtig ist eine richtige Hautpflege auch bei Kindern, da deren Haut im Vergleich zu der eines Erwachsenen deutlich dünner ist und weniger schützenden Talg produziert.

Dr. Schmitt rät diesbezüglich: „Wer bisher mit einer Lotion gut ausgekommen ist, sollte jetzt Cremes oder Fettcremes bevorzugen, wer im Sommer eine Creme benutzt hat, sollte zu Fettcremes oder gar Salben wechseln. Bei sehr trockener Haut können Pflegeprodukte mit Zusätzen von Harnstoff (Urea) oder Omega-Fettsäure (zum Beispiel aus Nachtkerzensamenöl) sehr guttun.“

Bei Kinder, die im freien spielen, ist zudem auf einen ausreichenden Sonnenschutz, unter anderem mithilfe von Pflegeprodukten mit einem hohen Lichtschutzfaktor zu achten.

Vom Duschen bis hin zur gesunden Trinkmenge

Zwar ist gegen ein warmes Bad nach einem ausgedehnten Spaziergang bei kaltem Wetter nichts einzuwenden, generell trocknen laut BLAK jedoch lange und heiße Bäder die Haut zusätzlich aus. Daher ist es besser zu duschen als zu baden.

Wer jedoch lieber in die Badewanne geht, für den empfehlen die BLAK-Gesundheitsexperten eher ein kurzes Ölbad von maximal 15 Minuten statt ein heißes Schaumbad. Zudem sollte man sich nach dem Abtrocknen mit reichhaltigem Körperbalsam oder Körperöl, die zum Beispiel Naturöle aus Mandeln, Avocado, Jojoba und Weizenkeimen enthalten, am ganzen Körper eincremen.

Besonders wichtig, auch im Winter, ist täglich viel zu trinken – am besten zwei Liter Wasser oder Früchtetee. Nur dann kann die Haut den durch Kälte, Wind und trockene Heizluft verursachten Flüssigkeitsverlust ausgleichen. Hilfreich ist zudem ein gutes Raumklima mit einer Luftfeuchtigkeit zwischen 40 bis 60 Prozent im Haus.

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