Die nächste Grippewelle kommt

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(verpd) Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist jedes Jahr auch in Deutschland mit einer Grippewelle zu rechnen. Sie tritt häufig in der kalten Jahreszeit auf. Wer rechtzeitig vorsorgt und bestimmte Verhaltensmaßnahmen beachtet, hat gute Aussichten, von einer Grippe verschont zu bleiben.

Während eine Erkältung beziehungsweise ein grippaler Infekt zwar lästig ist, aber meist problemlos ausheilt, kann eine tatsächliche Grippe-Erkrankung zu bleibenden Gesundheitsschäden führen oder auch lebensgefährliche Komplikationen verursachen. So starben alleine in der Grippesaison 2012/2013 und 2014/2015 jeweils mehr als 20.000 Bürger in Deutschland an einer Grippe, so eine Schätzung des Robert Koch Instituts (RKI).

Auch in diesem Winter rechnen die Gesundheitsexperten wieder mit dem Auftreten einer Grippewelle. Wann eine Grippesaison genau beginnt, ist unterschiedlich. Die aktuelle Lage ist jedoch unter influenza.rki.de, einer speziellen Website des RKI abrufbar.

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Vorbeugende Hygienemaßnahmen

Laut RKI überleben die Grippeviren bei niedrigen Temperaturen und in einer trockenen Luft, wie dies häufig im Winter anzutreffen ist, länger. Zudem wird vermutet, dass die Schleimhaut der oberen Atemwege bei trockener Luft, wie sie zum Beispiel in aufgeheizten Räumen vorkommt, anfälliger für eine Infektion ist. Vorbeugend hilft diesbezüglich richtiges Lüften.

Experten empfehlen drei- bis viermal täglich für jeweils zehn Minuten ein gründliches Stoßlüften der Wohn- und Arbeitsräume sowie eine Raumtemperatur von 21 oder 22 Grad Celsius. Außerdem sollte die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent betragen.

Eine erhöhte Ansteckungsgefahr durch Grippeviren besteht laut Gesundheitsexperten durch den Kontakt mit Türklinken, Wasserhähnen, Telefonhörern, Haltegriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Händeschütteln, aber auch wenn Erkältete in der nahen Umgebung husten und niesen. Daher gilt es in einer Grippesaison besonders diesen Risiken mit entsprechenden Hygienemaßnahmen wie dem häufigen Händewaschen, dem Vermeiden von Menschenansammlungen und dem Verzicht auf das Händeschütteln entgegenzutreten.

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Von der Stärkung des Immunsystems bis zur Grippeimpfung

Wer Kontakt mit einem Grippekranken hat, sollte sich selbst nicht an Augen, Nase und Mund berühren, da hier die Erreger leicht in den Körper gelangen können. Dies gilt insbesondere für Personen mit einem geschwächten Immunsystem wie Senioren oder chronisch Kranke, da sie im Vergleich zu gesunden Menschen ein höheres Risiko haben, an einer Grippe zu erkranken.

Präventiv ist es sinnvoll, das eigene Immunsystem zum Beispiel durch regelmäßigen Sport, gesundes Essen und ausreichend Schlaf zu stärken. Zudem könne, so Gesundheitsexperten des RKI, des BZgA und des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), auch eine Grippeimpfung das Ansteckungsrisiko reduzieren oder zumindest den Krankheitsverlauf abmildern.

Das BMG rät: "Senioren, Schwangere und Menschen mit einer chronischen Grunderkrankung haben ein höheres Risiko für schwere Verläufe einer Grippe. Für diese Personen ist die jährliche Impfung gegen Grippe besonders wichtig. Empfohlen wird die Impfung auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen sowie Personen mit stark erhöhtem Risiko, sich und andere anzustecken, zum Beispiel medizinisches Personal oder Menschen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr."

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Wann ein Arzt notwendig ist

Wichtig ist, dass die Grippeimpfung rechtzeitig vor oder zumindest zum Beginn der Grippewelle erfolgt, da der Impfschutz erst rund zehn bis 14 Tage nach der Impfung besteht. Umfassende Hintergrund-Informationen und Antworten auf wichtige Fragen zum Thema Grippeschutzimpfung enthält das Webportal www.impfen-info.de des BZgA und die Website des RKI.

Im Gegensatz zu einer Erkältung, bei der die Krankheitszeichen wie Halsschmerzen, Schnupfen und/oder Husten in aller Regel nacheinander auftreten, beginnt eine Grippe plötzlich und massiv. Typische Symptome einer Grippe sind zum Beispiel plötzlich auftretendes hohes Fieber, Schüttelfrost und starke Muskel-, Kopf- und Gelenkschmerzen.

Wer Grippesymptome aufweist oder sich nicht sicher ist, ob es sich nicht doch bloß um eine Erkältung handelt, sollte umgehend nach Auftreten der Symptome einen Arzt aufsuchen. Denn es ist wichtig, dass die medizinische Behandlung einer Grippe möglichst zeitnah nach Auftreten der Symptome beginnt, damit die Therapie wirkt.

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