Die häufigsten Gründe für einen Arztbesuch

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(verpd) Eine Studie eines gesetzlichen Krankenversicherungs-Trägers kommt zu dem Ergebnis, dass fast jeder Bürger mindestens einmal pro Jahr von einem Arzt ambulant behandelt wurde. Bluthochdruck und Rückenschmerzen gehörten zu den häufigsten Gründen für einen Arztbesuch.

Die Barmer GEK, eine gesetzliche Krankenkasse, hat vor Kurzem einen aktuellen Arztreport veröffentlicht. In der Studie wurden die anonymisierten Daten der 8,55 Millionen bei der Barmer GEK Versicherten, was einem Bevölkerungsanteil von 10,6 Prozent entspricht, analysiert. Ein Ergebnis war, dass allein bei der Barmer GEK Kosten für insgesamt 78,8 Millionen Behandlungsfälle anfielen.

Die Studie ergab zudem, dass im Berichtsjahr 92,9 Prozent der Bevölkerung Kontakt zur ambulanten Versorgung gehabt hatten. Im Durchschnitt kamen auf jede Person 8,5 Behandlungsfälle. Ein Behandlungsfall fasst nach Aussagen der Studienautoren dabei grundsätzlich jeweils alle Behandlungen eines Patienten bei einem Arzt beziehungsweise in einer abrechnenden Praxis innerhalb eines Quartals eines Jahres zusammen.

Die häufigsten Diagnosen im ambulanten Bereich

Die häufigsten Diagnosen bei der ambulanten Versorgung sind mit 28,2 Prozent Bluthochdruck (Männer: 27,8, Frauen 28,5 Prozent) und mit 25,7 Prozent Rückenschmerzen (Männer: 22,2, Frauen: 29 Prozent). An der dritten Stelle liegt mit 22,1 Prozent die Krebsfrüherkennung. Hier listet der Report 9,7 Prozent bei Männern und 34 Prozent bei Frauen auf. Auf Rang vier bis sechs folgen mit 21,1 Prozent Augenprobleme, mit 19,1 Prozent Fettstoffwechsel-Störungen und mit 17,5 Prozent Infektionen der oberen Atemwege.

Jeder Neunte (11,1 Prozent) ging wegen Depressionen und jeder Zehnte (10,6 Prozent) wegen körperlicher Beschwerden ohne erkennbare organische Ursachen zum Arzt. Bei der Barmer GEK wurden 2014 Leistungen von vier oder mehr Praxen bei 56,6 Prozent der Versicherten abgerechnet. Nur 43,4 Prozent der Patienten nahmen drei oder weniger Praxen in Anspruch. Bei 1,4 Prozent der Versicherten wurden Leistungen von mehr als zehn Arztpraxen abgerechnet. Und 11,4 Prozent der Versicherten hatten mehr als sechs unterschiedlich behandelnde Ärzte aufgesucht.

Gegenüber dem Hausarzt besteht ganz offenbar ein besonderes Vertrauensverhältnis. Im Berichtsjahr suchten 63,3 Millionen Personen oder 78,1 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal ihren allgemeinmedizinischen oder internistischen Hausarzt auf. Nur 3,5 Prozent kontaktierten innerhalb eines Jahres vier oder mehr Hausarztpraxen. Zum Teil sei dies auch auf Urlaubsvertretungen, Praxisschließungen oder auf den Umzug des Patienten zurückzuführen.

Für einen optimierten Schutz

Übrigens: Die gesetzlich Krankenkassen können zum größten Teil nur die Leistungen im ambulanten wie auch im stationären Bereich übernehmen, die gesetzlich als Regelleistung vorgeschrieben sind. Privat Krankenversicherte genießen im Vergleich dazu je nach Vertragsgestaltung zahlreiche Vorteile.

Zu nennen sind hier unter anderem eine freie Arzt- und Krankenhauswahl, eine bessere Kostenerstattung für Medikamente, Zahnersatz und Heilmittel sowie die Übernahme von diversen Untersuchungen und Therapien, die die gesetzlichen Krankenkassen nicht übernehmen.

Doch auch gesetzlich Krankenversicherte können mit einer privaten Krankenzusatz-Police ihren Versicherungsschutz im Krankheitsfall verbessern. Je nach Vertragsvereinbarung hat man auch hier die freie Wahl zwischen Heilpraktikern oder Ärzten mit oder ohne Kassenzulassung und/oder eine Krankenhaus-Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer mit Chefarztbehandlung. Auch die Übernahme von Mehrkosten für Medikamente, Behandlungen und Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgeräte, welche die gesetzliche Krankenkasse teilweise oder gar nicht zahlt, sind möglich.

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