Damit PC und Smartphone nicht zu Augenleiden führen

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Viele, die fast jeden Tag stundenlang auf einen Monitor blicken, egal ob es sich dabei um einen Computerbildschirm oder ein Smartphone-Display handelt, leiden irgendwann unter gereizten, geröteten, lichtempfindlichen und/oder juckenden Augen. Bei manchen verschlechtert sich sogar die Sehstärke. Wie sich solche Beschwerden verhindern lassen.

Jeder fünfte Patient, der zum Augenarzt geht, klagt über brennende, lichtempfindliche und/oder juckende Augen, so die Experten des Deutschen Grünen Kreuzes (DGK). Dieses Leiden wird auch das Büroaugen-Syndrom genannt, denn ein Hauptgrund hierfür ist das stundenlange Starren auf einen Bildschirm. Das wiederum verringert den Lidschlag und den Tränenfilm, der eigentlich das Auge schützen soll. Außerdem kann sich die Zusammensetzung des Tränenfilms andern.

Trockene Heizungsluft im Winter verschärft das Problem. Ideal wäre eine Luftfeuchtigkeit von rund 50 Prozent – ein Wert, der im Winter in den Innenräumen kaum erreicht wird.

Wenn die Selbstverständlichkeit zum Risiko wird

Betroffen ist nicht nur, aber vor allem auch die Generation Y, also jene Menschen, die in den 1980er- und 1990er-Jahren geboren wurden. Die Nutzung des Computers, des Laptops, des Smartphones und Tablets ist für sie selbstverständlich – und die Folgen sind so offensichtlich, dass US-amerikanische Augenärzte schon seit Längerem von der digitalen Belastung der Augen warnen.

Laut einer Studie des amerikanischen Augenoptiker-Fachverbands "The Vision Council" sollen bereits 87 Prozent der Personen zwischen 18 und 39 Jahren, die täglich zwei oder mehr Stunden digitale Geräte benutzen, von dieser Augenbelastung betroffen sind. Doch auch 82 Prozent der 40- bis 59-Jährigen, die zwei oder mehr Stunden täglich auf einen Bildschirm starren, leiden darunter.

Pausen – auch für die Augen

Die Experten des DGK empfehlen deshalb regelmäßige Pausen vom Blick auf dem Bildschirm. Ungefähr alle zehn Minuten sollte man sich die Zeit nehmen und aus dem Fenster in die Ferne blicken. Bewusstes wiederholtes Blinzeln sorgt ebenfalls für Entspannung. Außerdem sollte man die Augen mehrmals am Tag mit den Händen für einige Minuten ohne Druck abdecken. Die Wärme und die Dunkelheit sind, so die Experten des DGK, nämlich gut für die Augen.

Damit überhaupt ausreichend Tränenflüssigkeit produziert wird, ist es wichtig, auf eine ausreichende Trinkmenge zu achten – mindestens zwei Liter am Tag sollten es sein. Ergänzend kann man auch mit Augentropfen aus der Apotheke für mehr Feuchtigkeit im Auge sorgen.

Außerdem empfiehlt das DGK, die Sehstärke der Augen regelmäßig überprüfen zu lassen, denn bei einer vorhandenen Sehschwäche führen auch fehlende, zu schwache oder nicht optimal angepasste Brillengläser zu trockenen Augen.

Bildschirmbrille

Die typische Altersweitsichtigkeit beginnt ab circa 40 Jahren. In der Folge brauchen viele Personen ab diesem Alter oftmals eine Lesebrille. Diese ist zumeist abgestimmt auf das scharfe Sehen im Nahbereich, wie er typisch ist beim Lesen. Für die Arbeit am Bildschirm taugt eine solche reine Lesebrille nur bedingt.

Stattdessen empfehlen die Experten des Kuratorium Gutes Sehen e.V. (KGS) eine entspiegelte Computerbrille, die für kurze und mittlere Entfernungen gedacht sind – also ideal für einen typischen Sehabstand zum Monitor, der zwischen 50 Zentimetern und einem Meter liegt.

Eine solche Bildschirm(arbeits)brille gehört übrigens zur persönlichen Schutzausrüstung. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber die Kosten für eine solche Brille in der Basisausführung übernehmen muss, wenn eine entsprechende Bescheinigung vom Augenarzt vorliegt. Zusatzleistungen wie das angesprochene Entspiegeln müssen aber zumeist vom Arbeitnehmer selbst bezahlt werden. Je nach Vertragsvereinbarung übernimmt aber auch eine bestehende private Kranken(zusatz)-Versicherung die Kosten anteilig oder komplett für eine Bildschirmbrille.

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