Damit die Hausapotheke nicht zum Risiko wird

 - 

(verpd) Besonders in der Winterzeit kämpfen viele mit Schnupfen, Husten oder sonstigen Leiden. Wer hier entsprechende Arzneimittel zu Hause hat, kann schnell dagegen vorgehen. Wichtig ist jedoch nicht nur, dass die Medikamente im heimischen Medizinschrank lagern, sondern auch, dass sie nicht veraltet sind. Denn abgelaufene Arznei wirkt häufig nur noch bedingt oder gar nicht mehr und kann im schlimmsten Fall sogar gesundheitsschädlich sein.

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) rät, mindestens einmal im Jahr den Inhalt der Hausapotheke auf Haltbarkeit, Funktionstüchtigkeit und Zweckmäßigkeit zu prüfen. Die richtige Auswahl, welche Arzneimittel in der Hausapotheke sinnvoll sind, hängt von vielen Faktoren wie dem Alter und/oder möglicherweise bereits bestehenden chronischen Krankheiten der Familienmitglieder ab. So braucht eine Familie mit kleinen Kindern andere Arzneimittel als ein Seniorenhaushalt.

Eine Übersicht, was grundsätzlich in eine sinnvoll ausgestattete Hausapotheke gehört, bietet die ABDA auf ihrem Webportal mit einer kostenlos herunterladbaren Checkliste. Die Aufbewahrung von Arzneimitteln sollte entsprechend den Angaben im Beipackzettel erfolgen. Ist ein Medikament beispielsweise trocken zu lagern, sollte es nicht im Badezimmer aufbewahrt werden. Zudem ist es wichtig, dass Medikamente für Kinder nicht zugänglich sind. Weitere Tipps zur richtigen Lagerung gibt es im Webportal des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).

Wenn die Verpackung oder der Beipackzettel fehlt

Grundsätzlich sind nicht mehr benötigte Medikamente sowie Arzneimittel, deren Verfallsdatum auf der Verpackung und/oder auf dem Beipackzettel abgelaufen ist, zu entsorgen. Medikamente, die das Haltbarkeitsdatum überschritten haben, können nicht nur unwirksam, sondern im schlimmsten Fall auch gesundheitsschädigend sein.

Die Apothekerkammer Bremen empfiehlt auch Medikamente, Tabletten und Salben ohne Verpackung und/oder Beipackzettel wegzuwerfen, wenn man nicht mehr weiß, wogegen die Arznei wirkt oder wie lange sie haltbar ist. Alle Arzneimittelpackungen, die kein Haltbarkeitsdatum aufweisen, aber älter als fünf Jahre sind, sollten ebenfalls entsorgt werden. Auch Hilfsmittel wie Pflaster oder Fieberthermometer können ihre Funktionstüchtigkeit verlieren. Sie sollten dann entsprechend ersetzt werden.

Vorsicht bei Medikamenten in flüssiger und cremiger Form

Besondere Vorsicht ist bei Arznei wie Säften, Tropfen und Salben in bereits geöffneten Fläschchen, Tiegeln und Tuben angebracht. Denn sie verlieren nach dem ersten Öffnen teils nach wenigen Tagen oder Wochen ihre Wirksamkeit beziehungsweise sind nicht mehr für eine Einnahme geeignet. Das auf der Umverpackung angegebene Haltbarkeitsdatum gilt nämlich bei diesen Arzneimittelformen nur für ungeöffnete Medizin.

Wie lange derartige Arzneimittel nach dem Öffnen halten und ob sie gegebenenfalls im Kühlschrank aufzubewahren sind, ist in der Regel der Packungsbeilage zu entnehmen. Zur Sicherheit sollte man das Datum, wann die Packung geöffnet wurde, auf dem Arzneimittel notieren.

Wie Medikamente richtig zu entsorgen sind

Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit können Arzneimittel in den Hausmüll geworfen werden. Einige Apotheken bieten auf freiwilliger Basis eine Rücknahme von alten oder abgelaufenen Arzneimitteln an. In manchen Kommunen gibt es für die Entsorgung von Medikamenten auch sogenannte Medi-Tonnen, Schadstoffmobile oder Schadstoffsammelstellen. Detaillierte Informationen, wie Arzneimittel vor Ort zu entsorgen sind, bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Webportal www.arzneimittelentsorgung.de.

Auf keinen Fall sollte man Arzneimittel, egal ob sie in Tablettenform, als Zäpfchen oder in flüssiger Form vorliegen, in die Toilette werfen oder über das Waschbecken entsorgen.

Weitere News zum Thema

  • Immer mehr Patienten in immer weniger Krankenhäuser

    [] (verpd) Statistisch gesehen gab es letztes Jahr fast 16 Prozent mehr Krankenhauspatienten als noch vor zehn Jahren. Im gleichen Zeitraum hat sich die Anzahl der Krankenhäuser um mehr als sieben Prozent reduziert. Und damit ist auch die Zahl der zur Verfügung stehenden Krankenhausbetten zurückgegangen. Dies geht aus den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. mehr

  • Gegen unnötigen Zahnverlust

    [] (verpd) Nach Angaben der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) leiden mehr als 20 Prozent der Erwachsenen ab 35 Jahren an einer schweren und damit auch dringend behandlungsbedürftigen Form von Parodontitis. Diese chronische Zahnbettentzündung zerstört Gewebe sowie Knochen und kann am Ende sogar zum Zahnverlust führen. mehr

  • KVdR: Kaum ist ein Problem gelöst, tauchen zwei neue auf

    [] Mit der Neuregelung zur Anrechnung von Kindererziehungszeiten zur Pflichtmitgliedschaft in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR), die am 1.8.2017 in Kraft trat, wurde eine wichtige Lücke geschlossen. Dadurch erhalten mehr Rentnerinnen Zugang zur meist günstigeren KVdR-Mitgliedschaft. Doch die Krankenkassen versuchen nun mit allen Mitteln, auf ihre Kosten zu kommen. mehr

  • Für eine möglichst sichere Arzneimitteleinnahme

    [] (verpd) Wie man bestimmte Medikamente einnehmen muss, auf was es zu achten gilt und wann eine Medikamenteneinnahme beendet werden sollte, darüber informiert nicht nur der Arzt und der Apotheker, sondern auch der Beipackzettel – und es lohnt sich durchaus, hier nachzulesen. mehr

  • Das müssen Arbeitnehmer im Krankheitsfall beachten

    [] (verpd) Arbeitnehmer sind im Krankheitsfall in gewissem Maße vor Einkommenseinbußen geschützt. Dazu müssen sie jedoch bestimmte Vorgaben einhalten. Allerdings ist der Schutz auch dann zeitlich und der Höhe nach begrenzt. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.