Damit der Blutdruck stimmt

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(verpd) Jeder Erwachsene sollte wissen, welchen Blutdruck er hat. Denn wer unter einem zu hohen Blutdruck leidet und sich dagegen nicht ärztlich behandeln lässt, spielt unter Umständen mit seinem Leben.

Nach Angaben des Robert Koch Instituts (RKI) und der Gesundheits-Berichterstattung des Bundes leiden rund 20 Millionen 18- bis 79-Jährige, das ist fast jeder dritte Erwachsene, hierzulande an Bluthochdruck, im Fachjargon Hypertonie genannt. Doch rund 20 Prozent der Betroffenen wissen von ihrem Leiden nichts, denn Bluthochdruck entwickelt sich meist schleichend und ohne dass eindeutige Beschwerden auftreten.

Die Folgen eines medizinisch unbehandelten Bluthochdruckleidens können dramatisch sein. Denn Hypertonie erhöht nach Angaben des RKI das Risiko von zum Teil tödlich verlaufenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt. Bluthochdruck kann aber auch zu Demenz, Nierenversagen oder sogar zur Erblindung führen. Bluthochdruck ist für rund 13 Prozent aller Todesfälle mitverantwortlich und die Ursache für rund die Hälfte aller Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Mögliche Ursachen

Das Herz-Kreislauf-System versorgt alle Körperregionen mit Blut und damit unter anderem mit Sauerstoff und Nährstoffen. Das Blut fließt dazu mit einem bestimmten Druck durch die Blutgefäße.

Je nach Bedarf des Organismus steigt oder fällt der Blutdruck, was bei einem gesunden Menschen automatisch angepasst wird. Beispielsweise steigt bei körperlichen Anstrengungen der Blutdruck und im Ruhezustand oder beim Schlafen sinkt er. Doch nicht bei jedem funktioniert die automatische Blutdruckregulierung des Körpers.

Insbesondere erbliche Veranlagungen, aber auch andere Faktoren wie Krankheiten, zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung, Stress oder Übergewicht können der Grund für Bluthochdruck sein. Mit steigendem Alter erhöht sich zudem das Risiko einer Hypertonie, weil im Alter die Gefäße ihre Elastizität verlieren können, was wiederum zu Bluthochdruck führen kann.

Wann ist der Blutdruck zu hoch

Wer sichergehen möchte, dass sein Blutdruck in Ordnung ist, sollte diesen regelmäßig beim Arzt oder in der Apotheke messen lassen beziehungsweise mit einem Blutdruckmessgerät selbst kontrollieren. Regelmäßig deshalb, da sich der Blutdruck im Laufe der Zeit zum Beispiel mit zunehmendem Alter verändern kann.

Gemessen werden dabei zwei Werte: der obere (systolische) Blutdruck, also der höchste Blutdruck, der durch die Herzmuskelkontraktion entsteht (Systole = Anspannungs- und Auswurfphase), und der untere (diastolische) Blutdruck, der vor der Herzmuskelkontraktion (Diastole = Entspannungs- und Füllungsphase) besteht.

Die Blutdruckwertangabe erfolgt in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg), wobei 1 mmHg dem Druck entspricht, der von einer Quecksilbersäule von einem Millimeter Höhe erzeugt wird. Nach der geläufigsten Definition liegt eine Hypertonie (Bluthochdruck) vor, wenn der systolische (obere) Blutdruckwert 140 mmHg und / oder der diastolische (untere) Wert 90 mmHg oder mehr beträgt.

Gesunde Lebensweise und ärztlicher Rat

Eine gesunde Lebensweise und Ernährung tragen zur Verbesserung bei einer bestehenden Hypertonie bei, minimieren aber auch bei gesunden Menschen das Risiko, einen hohen Blutdruck zu bekommen. Gesund ist zum Beispiel eine regelmäßige Bewegung, am besten dreimal wöchentlich ein Ausdauertraining von je 30 bis 45 Minuten, ausreichender und ungestörter Schlaf und der Verzicht auf Nikotin. Zudem sollten Übergewicht und chronischer Stress vermieden oder abgebaut werden.

Als gesunde Ernährung gelten wenig Alkohol und Zucker, dafür viel Gemüse, Vollkornprodukte, Salat, Obst, mindestens zweimal pro Woche Fisch, aber höchstens zwei- bis dreimal wöchentlich Fleisch. Raps- und Olivenöl ist den gehärteten Fetten wie Butter vorzuziehen. Vorteilhaft ist eine salzarme Ernährung mit maximal vier Gramm Salz täglich und eine ausreichende Trinkmenge pro Tag von mindestens 1,5 Liter kalorienfreien oder -armen Getränken wie Wasser oder ungesüßten Tees.

Grundsätzlich sollte jeder, der unter Bluthochdruck leidet, einen Arzt zurate ziehen, ob eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten ausreicht oder eine Medikamenteneinnahme notwendig ist, um eine bestehende Hypertonie erfolgreich zu behandeln. Eine gegen Hypertonie ärztlich verschriebene Arznei sollte auf keinen Fall ohne ärztliche Rücksprache abgesetzt oder die Dosis auf eigene Faust verringert werden.

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