Bunt und giftig

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(verpd) Zwar sind nur wenige Pflanzen, die in Deutschland wachsen, so giftig, dass ihr Verzehr lebensbedrohlich ist, aber es gibt sie. Außerdem kann der Verzehr von mutmaßlich unschädlichen Pflanzen zu Übelkeit, Durchfällen und/oder Bauchschmerzen führen.

Besonders gefährdet sind diesbezüglich kleine Kinder, da sie häufig vieles – auch Pflanzen beziehungsweise Teile davon – in den Mund nehmen, kauen und verschlucken. Wie sich solche Unfälle vermeiden lassen.

Kleinkinder gehen gerne auf Entdeckungsreise. Vieles wird dabei auch in den Mund genommen, gekaut und verschluckt. Da der Geschmackssinn von kleinen Kindern noch nicht so ausgebildet ist wie bei Erwachsenen, nehmen sie oftmals auch Dinge zu sich, die schlecht riechen und/oder schmecken.

Zwar sind nur wenige Pflanzen hierzulande so giftig, dass ihr Verzehr lebensbedrohliche Folgen haben könnte. Es gibt jedoch durchaus vermeintlich harmlose Pflanzen, deren Verzehr zu Durchfällen und/oder Bauchschmerzen führen kann.

Welche Pflanzen giftig sind

Daher ist es wichtig, dass im Wohnbereich und im Garten gesundheitsschädliche Pflanzen für Kinder bis zum Schulalter unerreichbar sind. Eltern sollten sich zudem darüber informieren, welche bedrohlichen Pflanzen in der näheren Umgebung, am Kindergarten oder auf dem Schulweg wachsen, um bei möglichen Vergiftungssymptomen den Arzt darauf hinweisen zu können. Eine Übersicht giftiger bis sehr giftiger Pflanzen ist bei der Vergiftungs-Informations-Zentrale Bonn abrufbar.

Die kostenlos herunterladbare Broschüre „Risiko Pflanze – Einschätzung und Hinweise“ des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) informiert ebenfalls, welche giftigen Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen sowie wild wachsenden Gewächse es hierzulande gibt. Weitere Informationen, wie das eigene Zuhause giftsicher wird, gibt es ebenfalls vom BfR mit einer kostenlosen App als Informations- und Nachschlagewerk für Vergiftungsunfälle bei Kindern und für deren Vermeidung sowie dem kostenlosen Ratgeber „Risiko Vergiftungsunfälle bei Kindern“.

Sofortmaßnahmen

Welche Symptome und Auswirkungen Vergiftungen haben können und welche Sofortmaßnahmen wichtig sind, wird auf dem Webportal der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. beschrieben. Besteht der Verdacht, dass ein Kind gesundheitsschädliche Pflanzen oder Teile davon wie Blüten, Blätter oder Früchte in den Mund genommen hat, sollte man unbedingt abklären, um welche Pflanze es sich handelte. Wichtig ist auch zu wissen, welche Teile der Pflanze das Kind genau zu sich genommen hat und ob es diese gekaut und ausgespuckt oder verschluckt hat.

Die Gesundheitsexperten der Giftnotrufzentralen raten unter anderem bei einer Vergiftung, dem Kind grundsätzlich nur Tee, Wasser oder Saft zu trinken zu geben, auf keinen Fall Milch. Außerdem sollte man nie ein Erbrechen beispielsweise durch die Verabreichung von Salzwasser herbeiführen, da die Folgen dramatisch sein können. Wird das Kind zum Arzt oder ins Krankenhaus gebracht, sollte zur Identifizierung der Pflanze ein ganzer Zweig am besten mit Blättern und, wenn vorhanden, mit einer Blüte mitgenommen werden.

Telefonische Hilfe im Notfall

Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen im Ernstfall sinnvoll sind, erklärt unter anderem die bei der Informationszentrale gegen Vergiftungen des Universitätsklinikums Bonn herunterladbare Broschüre „Ratgeber für Vergiftungsunfälle“.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt auf dem Webportal http://www.kindergesundheit-info.de/themen/ neben diversen Informationen rund um das Thema „Kindergesundheit“ ein kostenloses Informationsblatt, was bei Vergiftungsunfällen zu tun ist, zum kostenlosen Download bereit. Telefonische Hilfe gibt es im Notfall auch bei den regionalen Giftnotrufen. Ein Verzeichnis der regionalen Beratungsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist im Internet zu finden.

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