Bein-Amputierte haben Anspruch auf Badeprothese

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Menschen mit einer Beinamputation können von ihrer gesetzlichen Krankenkasse eine wassergeeignete Prothese verlangen. Sie müssen sich nicht mit einem Latexüberzug zufrieden geben.

Eine Bade- oder Schwimmprothese ermöglicht einem Bein-Amputierten ein sicheres Gehen und Stehen im häuslichen Badezimmer und im Schwimmbad. Sie dient damit dem unmittelbaren Behinderungsausgleich und muss von der Krankenkasse finanziert werden. Das hat das Bundessozialgericht am 25.6.2009 in drei ähnlich gelagerten Fällen beschlossen (Az. B 3 KR 2/08 R, B 3 KR 19/08 R, B 3 KR 10/08 R).

Dem Anspruch auf Versorgung mit einer Badeprothese könne, so das Gericht, nicht entgegen gehalten werden, es gebe am Markt Kunststoff-Überzüge, die man über die vorhandene Alltagsprothese ziehen könne, um sie vor Wasserschäden zu schützen. Hierbei handle es sich nicht um eine gleichwertige Versorgungsalternative.

Abgelehnt hat das Gericht allerdings die Forderung eines Versicherten, zusätzlich noch eine salzwasserfeste Prothese zu erhalten. Zudem verlangte das BSG, dass in jedem Fall zu klären sei, ob die Betroffenen mit der Prothese umgehen könnten.

Tipp
Beinamputierte Versicherte, die mit einer normalen Laufprothese versorgt sind, haben somit künftig auf jeden Fall Anspruch auf die zusätzliche Versorgung mit einer wasserfesten Prothese. Wurde in den vergangenen vier Jahren eine Erstattung der damit verbundenen Kosten abgelehnt, sollte ein Überprüfungsantrag mit Hinweis auf die neuen Urteile gestellt werden.

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