Bei Krankheit drohen empfindliche Einkommenseinbußen

 - 

(verpd) Alle gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmer, die eine vom Arzt bestätigte Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung dem Arbeitgeber vorlegen, erhalten nach einer bestimmten Zeit ein Krankengeld von der gesetzlichen Krankenkasse. Allerdings gibt es hier festgelegte Grenzen, die sich insbesondere bei Besserverdienenden auswirken. Sie müssen im Krankheitsfall erhebliche Einkommensverluste hinnehmen.

Arbeitnehmer erhalten im Krankheitsfall mindestens sechs Wochen lang eine Lohnfortzahlung durch ihren Arbeitgeber, danach zahlt die gesetzliche Krankenversicherung Krankengeld. Das sind 70 Prozent des letzten beitragspflichtigen Gehalts, maximal 90 Prozent des Nettoarbeitsentgelts.

Gut verdienende Angestellte sind beim Krankengeld häufig unterversichert, weil das Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungs-Grenze der Krankenversicherung (monatlich 3.937,50 € im Jahr 2013) nicht berücksichtigt wird.

Weniger Einkommen im Krankheitsfall

Entsprechend der Beitragsbemessungs-Grenze für 2013 wird das Krankengeld höchstens aus einem Regelentgelt von 131,25 € – Beitragsbemessungs-Grenze 3.825 € geteilt durch 30 Tage – berechnet. Die Höhe ist auf maximal 70 Prozent, also höchstens 91,88 € festgelegt. Der Krankengeldhöchstbetrag beträgt für 2013 demnach 91,88 € kalendertäglich und somit etwa 2.756,25 € im Monatsdurchschnitt.

Dieses Einkommen reicht für viele Besserverdienende nicht aus, bei einer längeren Krankheit die laufenden Ausgaben zu bezahlen. Betroffene können jedoch die Einkommenslücke mit einer privaten Krankentagegeld-Versicherung in gewünschter Höhe bis maximal zum Nettoeinkommen absichern.

Vorteile für privat Krankenversicherte

Übrigens: Für die Krankengeldzahlung der vollständig privat Krankenversicherten spielt die Beitragsbemessungs-Grenze keine Rolle. Sie können sich bis zur Höhe ihres Nettoeinkommens beliebig versichern.

Bei der privaten Krankentagegeld-, wie auch bei der privaten Krankenvollversicherung kann das versicherte Tagegeld an Lohnerhöhungen angepasst werden. Oftmals werden solche Erhöhungen in bestimmten Abständen ohne Wartezeiten und ohne erneute Gesundheitsprüfung angeboten. Damit können auch gesundheitlich Angeschlagene ihren Schutz weiter verbessern.

Weitere News zum Thema

  • Gesetzliche Krankenkassen haben mehr Einnahmen als Ausgaben

    [] (verpd) Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) konnte nach offiziellen Zahlen aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) im ersten Quartal 2017 ihre Reserven um 612 Millionen Euro auf rund 16,7 Milliarden Euro erhöhen. Denn die gesetzlichen Krankenkassen nahmen fast 58,19 Milliarden ein und hatten lediglich Ausgaben in Höhe von knapp 57,58 Milliarden. Allerdings stiegen die Ausgaben in allen Bereichen an. mehr

  • Ärztliche Behandlungsfehler: Schlichtungsverfahren hemmt die Verjährung

    [] Wenn Patienten vermuten, dass sie Opfer eines ärztlichen Behandlungsfehlers wurden, können sie Schadensersatzansprüche geltend machen. Die Verjährungsfrist beträgt dabei drei Jahre. Viele Menschen werden es allerdings vorziehen, das Problem zunächst außergerichtlich zu regeln. Das ist möglich. Zum einen können sich Arzt und Patient ohne Einschaltung von Dritten miteinander einigen. Unter Umständen lassen sich einige Probleme so direkt klären. Ist auch der Arzt an einer gütlichen Einigung interessiert, so wird er seine Haftpflichtversicherung einschalten. mehr

  • Warum Impfen wichtig ist

    [] (verpd) Gegen zahlreiche Krankheiten kann man sich mit einer Impfung schützen. Manche, zum Teil tödlich verlaufende Infektionskrankheiten können ohne eine Impfung sogar nur schwer oder gar nicht behandelt werden. Schutzimpfungen schützen nicht nur den Geimpften vor bestimmten Krankheiten, sondern sorgen auch dafür, dass Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, ein reduziertes Ansteckungsrisiko haben. mehr

  • Verspätete Krankschreibung nach Klinikaufenthalt

    [] (verpd) Um im Anschluss an einen Klinikaufenthalt den Anspruch auf Zahlung von Krankengeld durch eine gesetzliche Krankenkasse nicht zu verlieren, reicht es aus, wenn zunächst ein Klinikarzt die fortlaufende Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hat. Das hat das Sozialgericht Leipzig entschieden (Az. S 22 KR 75/16). mehr

  • Mit notwendigen Medikamenten verreisen

    [] (verpd) Die richtigen Arzneimittel im Reisegepäck sorgen dafür, dass der Urlaub nicht wegen gesundheitlicher Beschwerden wie Durchfall, Kopfschmerzen oder schmerzhafter Insektenstiche längerfristig beeinträchtigt wird. Chronisch Kranke sollten außerdem sicherstellen, dass sie ihre notwendigen Medikamente in ausreichender Menge mitführen. Allerdings können manche rezeptpflichtigen Arzneimittel nur mit einer speziellen Bescheinigung in bestimmte Urlaubsländer eingeführt werden. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.