Anzahl der Krankenhausbehandlungen steigt weiter

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(verpd) Die Bundesbürger kommen zwar immer häufiger ins Krankenhaus, bleiben dort aber immer kürzer. Das zeigt der „Krankenhausreport 2015“ einer gesetzlichen Krankenkasse.

Im Durchschnitt gab die Krankenkasse im vergangenen Jahr 3.890 € pro Fall aus. Die Behandlungen von Frauen waren dabei etwas günstiger als die von Männern.

Immer mehr Menschen werden stationär im Krankenhaus behandelt. Allerdings sinkt die Zahl der Aufenthaltstage. Das zeigt der „Krankenhausreport 2015“ der Barmer GEK, einem Träger der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Bericht basiert auf den anonymisierten Daten der im Jahr 2014 rund 8,6 Millionen Versicherten der Barmer GEK. Insgesamt verzeichnete die Krankenkasse rund zwei Millionen Krankenhausfälle.

Nach demografischer Bereinigung haben die Fallzahlen im Krankenhaus nach einer Stagnation im Jahr 2012 in den Jahren 2013 und 2014 wieder leicht zugenommen. 2014 gab es demnach 218,6 vollstationäre Behandlungsfälle je 1.000 Versichertenjahre. Seit 2006 beträgt der Zuwachs 7,3 Prozent. Ein Versichertenjahr entspricht einer Person, die mindestens ein Jahr bei der Barmer GEK versichert war, 1.000 Versichertenjahre somit 1.000 Personen mit mindestens einer einjährigen Versicherungszeit.

Stationäre Aufenthalte werden kürzer

Im Gegensatz dazu sank die Anzahl der Behandlungstage je 1.000 Versicherte im gleichen Zeitraum, nämlich von 1.773 auf 1.674 Behandlungstage, das ist ein Rückgang um 5,6 Prozent. Die durchschnittliche Verweildauer nahm um zwölf Prozent von 8,7 auf 7,7 Tage ab. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Fall lagen 2014 bei 3.890 €. Pro Versicherten, der wenigstens ein Jahr bei Krankenkasse versichert war, lagen die Ausgaben bei rund 860 €.

„Die durchschnittlichen Ausgaben je Versichertenjahr fallen bei den Frauen um gut 25 € niedriger aus als bei den Männern“, heißt es im Krankenhausreport. Gegenüber männlichen Versicherten weisen weibliche Versicherte dagegen aber eine um fast 17 Fälle und knapp 150 Tage höhere Anzahl an vollstationären Aufenthalten und Behandlungstagen je 1.000 Versichertenjahre auf.

Rückenprobleme sind der häufigste Grund für einen Klinikaufenthalt

Dem aktuellen Krankenhausreport zufolge ist die Zahl der Krankenhausfälle aufgrund von Rückenschmerzen seit 2006 von 282.000 auf 415.000 angestiegen. Neben den Rückenleiden stiegen 2014 auch die stationären Behandlungstage bei psychischen und Verhaltensstörungen. Seit 2006 gab es dem Report zufolge einen Anstieg von 18,8 Prozent auf 343 Krankenhaustage je 1.000 Versicherte. Bei den Frauen fielen 367,8 Tage je 1.000 Versichertenjahre an, bei den Männern 316,9 Tage.

Bei Diagnosen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krankheiten des Verdauungssystems gibt es dagegen einen rückläufigen Trend. Dieser bewegt sich je nach Diagnose bei einem Minus von 7,6 bis 18 Prozent. 2006 waren es noch 272,9 Krankenhaustage je 1.000 Versicherte. Im Jahr 2014 waren es noch 243 Tage je 1.000 Versicherte, berichtet die Barmer GEK.

So wird man zum Privatpatient

Patienten, die beispielsweise Wert auf eine möglichst komfortable Unterbringung und individuelle Betreuung legen, haben in vielen Krankenhäusern die Wahl zwischen diversen Wahlleistungen. Angeboten werden unter anderem Einzel- statt Mehrbettzimmer sowie die Behandlung durch den Chefarzt. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt diese Wahlleistungen in der Regel allerdings nicht.

Wer als gesetzlich Krankenversicherter im stationären oder auch im ambulanten Bereich als Privatpatient behandelt werden möchte, kann sich jedoch entsprechend absichern. Gesetzlich Krankenversicherte können nämlich mit einer Krankenhaus-Zusatzversicherung auch ohne Kostenrisiko in den Genuss der genannten Wahlleistungen kommen.

Weitere geldwerte Tipps lesen Sie in unserem Ratgeber Wechsel zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung.

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