Anspruch auf Diätnahrung ausgeweitet

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Essen auf Krankenschein: Bei bestimmten Leiden möglich.

Seit 1.1.2009 haben mehr gesetzlich Krankenversicherte als bisher Anspruch auf eine Finanzierung ihrer künstlichen Ernährung. Geregelt ist das im neu gefassten § 31 Abs. 5 SGB V. Dort geht es um die Finanzierung "enteraler Ernährung". Gemeint ist damit die künstliche Ernährung von Patienten, die keine Nahrung zu sich nehmen können, dürfen oder wollen. Meist wird die Nahrung über eine Sonde in den Magen eingeführt. Für die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist vorausgesetzt, dass eine sogenannte bilanzierte Diät "medizinisch notwendig, zweckmäßig und wirtschaftlich ist".

Der Begriff "bilanzierte Diäten" verweist auf § 1 Abs. 4 der Diätverordnung. Damit ist klargestellt, dass nur Produkte, die dort aufgeführt sind, verordnungsfähig sind (Bundestagsdrucksache 16/10609 S. 63). Begünstigt durch die Neuregelung werden vor allem Patienten mit angeborenen Stoffwechseldefekten, multiplen Nahrungsmittelallergien oder schweren Schluckstörungen.

In der Begründung dieser Leistungsausweitung durch den Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages heißt es allerdings ausdrücklich, glutenfreie Spezialmehle, lactosefreie Milchprodukte und phenylaminfreie Fertigprodukte und andere ähnliche Lebensmittel seien weiterhin nicht verordnungsfähig. Auch künftig soll es dabei bleiben, dass die Versorgung mit Nahrungsergänzungsmitteln, Krankenkost und anderen diätetischen Lebensmitteln nicht zu den Aufgaben der Krankenversicherung gehört, auch wenn therapeutische Effekte behauptet werden.

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