Alles zum Thema Demenz

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(verpd) Derzeit leben hierzulande rund 1,4 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind.

Rund zwei Drittel der Demenzerkrankten werden von Angehörigen betreut und versorgt, was für die Pflegenden häufig eine große körperliche und physische, aber auch finanzielle Belastung mit sich bringt. Das Bundesministerium für Gesundheit hat unter anderem für die Angehörigen von Demenzkranken vor Kurzem einen Ratgeber für die häusliche Pflege herausgegeben.

Jeder vergisst oder verlegt manchmal etwas, ist zerstreut oder gereizt, doch wer dies über einen längeren Zeitraum bei sich beobachtet, sollte von einem Arzt abklären lassen, ob es sich dabei um Demenzsymptome handelt. Demenz ist dabei ein Oberbegriff für rund 50 Krankheiten, darunter auch Alzheimer, das mit rund 75 Prozent der an Demenz Erkrankten am häufigsten auftritt. Experten zufolge nimmt das Risiko, an Alzheimer oder einer anderen Demenzform zu erkranken, mit steigendem Alter zu. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geht davon aus, dass jedes Jahr rund 300.000 Personen neu an Demenz erkranken.

Die Diagnose Demenz bedeutet nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für deren Angehörige, die diese pflegen, eine große körperliche, physische und auch finanzielle Belastung. Je nach Ausprägung der Krankheit sind Erkrankte schon bei alltäglichen Tätigkeiten wie Essen und Körperpflege zunehmend auf die Unterstützung anderer angewiesen. Zudem erschweren oftmals emotionale Symptome der Erkrankten wie Depressionen oder Aggressionen sowie Gedächtnisstörungen das Zusammenleben.

Kostenlose 63-seitige Broschüre

Mit dem kostenlos herunterladbaren 63-seitigen RatgeberWenn das Gedächtnis nachlässt“ möchte das BMG einen Überblick geben, was eine Demenzerkrankung ist und worauf man bei der häuslichen Betreuung und Pflege von Demenzkranken achten sollte. Unter anderem gibt es diverse Tipps zum Umgang mit Demenzkranken, wie man den Wohn- und Lebensraum für Demenzkranke funktionell gestaltet und was die pflegenden Angehörigen zu ihrer eigenen Entlastung tun können.

In der Broschüre wird zudem erläutert, worauf man bei der Wahl eines passenden Alten- oder Pflegeheims achten sollten, wenn eine häusliche Pflege nicht mehr möglich ist. Abgerundet wird der Ratgeber mit Ausführungen, welche Leistungen und finanzielle Hilfen für die Pflege eines Demenzkranken von der gesetzlichen Pflegeversicherung erwartet werden können.

Gesetzliche Pflegeversicherung ist nur eine Teilabsicherung

Zudem weist das BMG in der Broschüre darauf hin, dass finanzielle und personelle Eigenleistungen weiterhin erforderlich sein können, da die gesetzliche Pflegeversicherung nur eine Teilabsicherung bietet. Wörtlich heißt es im Ratgeber: „Die Pflegeversicherung ist eine Grundsicherung, das heißt, ihre Leistungen reichen nicht in jedem Fall aus, um den Hilfe- und Pflegebedarf zu decken.“

Die private Versicherungswirtschaft bietet diesbezüglich ergänzende Pflegezusatz-Versicherungen an, die es ermöglichen, im Pflege- und auch im Demenzfall finanziell abgesichert zu sein. Je jünger der Versicherte ist, desto günstiger ist ein solcher Vertrag. Mittlerweile werden private Pflegezusatz-Versicherungen, die bestimmte gesetzliche Vorgaben erfüllen, auch mit einer Zulage in Höhe von 60 € im Jahr staatlich gefördert.

Weitere Informations-Möglichkeiten

Umfassende Erläuterungen, zum Beispiel über die Symptome und Therapiemöglichkeiten bis hin zur Betreuung und Pflege, sowie über die Rechte von Betroffenen, gibt es auch online beim BMG und im Webportal http://www.wegweiser-demenz.de/. Diese Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird abgerundet durch zahlreiche Adressen von Selbsthilfegruppen, Pflegeeinrichtungen und Beratungsstellen.

Weitere Anlaufadressen stehen im Webauftritt des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Zudem bietet das BMG diverse ausführliche Informationen rund um das Thema Pflege im Allgemeinen in der 65-seitigen Broschüre „Ratgeber zur Pflege – Alles was Sie zur Pflege wissen müssen“ sowie im 134 Seiten starken Ratgeber „Pflegen zu Hause – Ratgeber für die häusliche Pflege“. Diese und weitere Broschüren können kostenlos beim BMG als PDF-Datei heruntergeladen oder auch online oder telefonisch unter 030 340606602 in Papierform bestellt werden.

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