Ärztliche Zusatzleistungen nur nach schriftlicher Zustimmung zahlen

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Ärzte verlangen immer häufiger Geld von Kassenpatienten für Zusatzleistungen, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden, allerdings nur mit ausdrücklicher Bereitschaft des Patienten.

Oft handelt es sich um kosmetische Eingriffe oder um Behandlungsmethoden, deren Nutzen zweifelhaft ist.

Um diese Leistungen direkt abrechnen zu können, benötigt der Arzt eine schriftliche Vereinbarung mit dem Patienten. Vorher muss er diesen jedoch über Art und Umfang der Behandlung sowie über deren Nutzen und Risiken aufklären.

Der Bundesgerichtshof hat diese Aufklärungspflicht genau festgelegt: "Einem Patienten müssen nicht nur die Risiken und die Gefahr eines Misserfolges des Eingriffs erläutert werden, sondern er ist auch darüber aufzuklären, dass der geplante Eingriff (noch) nicht medizinischer Standard ist und seine Wirksamkeit statistisch (noch) nicht abgesichert ist" (Az. VI ZR 35/06).

Geldtipp
Wenn Sie eine ärztliche Zusatzleistung bezahlen sollen, ohne dass Sie vorher über den Zweck und die Kosten informiert wurden und ohne dass Sie eine schriftliche Vereinbarung unterschrieben haben, besteht für Sie keine Verpflichtung zur Zahlung.

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