Abgesichert beim Wintersport

 - 

(verpd) Jedes Jahr ziehen sich Zigtausende Wintersportler so schwere Verletzungen zu, dass sie ärztlich behandelt werden müssen, oder sie schädigen durch ein Missgeschick andere.

Wer nicht ausreichend abgesichert ist, muss damit rechnen, dass er für diverse Kosten selbst aufkommen muss.

Nach Paragraf 823 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) haftet jeder für Schäden, die er schuldhaft verursacht hat, in voller Höhe. Dies gilt auch für Wintersportler wie Ski- oder Snowboardfahrer, die beispielsweise durch ihr Verhalten oder ihre Fahrweise einen anderen geschädigt haben. Neben den möglichen Sachschäden, beispielsweise beschädigte Skier, sind es vor allem die Kosten bei Personenschäden, wie Krankenhaus- und Arztkosten bis hin zur lebenslangen Rente, die teuer werden können.

Eine private Haftpflichtversicherung übernimmt derartige Schadenersatzansprüche Dritter, die durch ein fahrlässiges Verhalten des Versicherten entstanden sind. Die Versicherungspolice gilt übrigens nicht nur für Sportler bei der Ausübung von Freizeitsport wie Snowboarden und Skifahren, sondern für den gesamten Privatbereich und gehört zu den wichtigsten privaten Versicherungen.

Nur begrenzt gesetzlich geschützt

Ohne den passenden Versicherungsschutz kann aber auch ein Unfall, bei dem man selbst verletzt wird, zum finanziellen Problem werden. Denn passiert beim Ski- oder Snowboardfahren oder beim Rodeln ein Unfall, muss der Betroffene unter Umständen mit möglichen Einkommenseinbußen oder auch zu begleichenden Rettungskosten rechnen, wenn eine private Absicherung fehlt.

Zum einen besteht durch die gesetzliche Unfallversicherung kein Schutz bei Freizeitunfällen, zum anderen ist auch die Absicherung mittels der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung oftmals lückenhaft.

Verunfallt man selbst und wird dabei verletzt, übernimmt zwar die eigene gesetzliche oder private Krankenversicherung in der Regel die Arzt- und Krankenhauskosten. Im Ausland ist es jedoch anders: Hier kann der Verletzte unter Umständen auf seinen Kosten sitzen bleiben. Eine private Auslandsreise-Krankenversicherung ist daher insbesondere bei Auslandsreisen sinnvoll. Sie übernimmt nicht nur mögliche Behandlungskosten, sondern auch die Rückführung von Verletzten in die Heimat, wenn es medizinisch notwendig ist.

Wenn man für einige Zeit ...

Auch wer aufgrund eines Unfalles länger als sechs Wochen arbeitsunfähig ist, erhält als gesetzlich Krankenversicherter nur einen Teil seines bisherigen Einkommens. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zahlt nämlich für maximal 78 Wochen 70 Prozent des Bruttolohns, höchstens 90 Prozent des Nettoeinkommens als Krankengeld.

Für die Höhe des Krankengeldes berücksichtigt die GKV zudem maximal das Einkommen bis zur Beitragsbemessungs-Grenze (monatlich 4.050,00 € in 2014). Das Gehalt oberhalb dieser Grenze wird nicht miteinbezogen, was vor allem bei gut Verdienenden zu Einkommenseinbußen führt. Mit einer privaten Krankentagegeld-Versicherung lässt sich diese Versorgungslücke schließen.

Wichtig ist eine Krankentagegeld-Police insbesondere auch für Selbstständige, denn sie müssen in der Regel selbst für ihre komplette Einkommensabsicherung im Falle einer Krankheit oder eines Unfalles sorgen.

... oder überhaupt nicht mehr arbeiten kann

Wer bleibende Schäden davonträgt und dadurch zum Invaliden wird, dem droht ohne eine private Unfall- oder Erwerbs-/Berufsunfähigkeits-Versicherung ein finanzielles Desaster.

Zwar kann ein gesetzlich Rentenversicherter unter Umständen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente haben, allerdings entspricht diese in der Regel bei Weitem nicht der bisherigen Verdiensthöhe.

Sollte man aufgrund der Unfallverletzungen dauerhaft geschädigt sein und deshalb seinen Beruf nicht mehr ausüben können, leistet hingegen eine private Erwerbs-/Berufsunfähigkeits-Versicherung eine vereinbarte Rentenzahlung. Mit einer privaten Unfallversicherung, die bei Invalidität eine mit dem Versicherten festgelegte Summe auszahlt, können beispielsweise die Kosten für einen eventuell notwendigen behindertengerechten Umbau des Eigenheims abgesichert werden.

Kostenrisiko: Bergrettung

Die Kosten für eine notwendige Bergrettung und/oder einen Krankentransport einer verletzten oder krank gewordenen Person übernimmt zumindest in Deutschland in der Regel die gesetzliche beziehungsweise die private Krankenversicherung.

Im Ausland sowie für alle anderen Kosten, also beispielsweise bei Such- oder Bergungseinsätzen ohne Verletzte, kann es sein, dass die Kosten die gerettete oder gesuchte Person selbst bezahlen muss.

Bei der Auslandsreise-Krankenversicherung lassen sich derartige Kosten zumindest für den Auslandsaufenthalt teils optional mit abdecken. In einer privaten Unfallversicherung können weltweit anfallende Bergungs- und Rettungskosten meist bis zu einer bestimmten Höhe gegen einen kleinen Prämienaufschlag mitversichert werden oder sind bereits kostenlos enthalten.

Weitere News zum Thema

  • Hilfreiche Informationen zum Thema Demenz

    [] (verpd) Aktuell leben hierzulande rund 1,6 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Bis 2050 werden es nach Angaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend rund drei Millionen sein. Zwei Bundesministerien, aber auch diverse Verbände erklären in Webportalen und Broschüren, was für Betroffene und deren Angehörige nach einer solchen Diagnose wichtig ist. mehr

  • Zecken: Eine tödliche Gefahr in Wald und Wiesen

    [] (verpd) Bereits im Februar und März dieses Jahres war es schon wieder so warm, dass die kleinen Blutsauger aktiv wurden. Wer glaubt, dass Zecken dabei nur im Wald lauern, der irrt, denn der Lebensraum beginnt, wie eine Studie der Universität Hohenheim zeigt, im wahrsten Sinne des Wortes direkt vor der eigenen Haustüre, nämlich im eigenen Garten – und das sogar in Gärten, die in städtischem Umfeld liegen. Grund genug, sich zu schützen. mehr

  • Für Männer ab 65: Bauchaorten-Aneurysma-Check

    [] Albert Einstein, Thomas Mann, Charles de Gaulle – sie alle sollen an einem Riss ihres Bauchaorta-Aneurysmas gestorben sein. Eine neue Vorsorgeuntersuchung für Männer ab 65 soll diese tödliche Gefahr eindämmen. mehr

  • Worauf Eltern achten sollten, damit ihr Kind gesund bleibt

    [] (verpd) Ein Internetangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) liefert umfassende Informationen und Tipps für die gesunde Entwicklung von Kindern. Zielgruppe dieser Informationen sind alle Eltern, aber auch Personen, die mit Kindern im Alter bis zu sechs Jahren zu tun haben. mehr

  • Zu müde zum Erholen: Wenn die Grenze überschritten ist

    [] (verpd) Ein Acht-Stunden-Arbeitstag ist eine gesunde Basis. Wer länger arbeitet, muss um die zehnte Stunde herum mit einem Leistungsknick rechnen. Eine angestaute Ermüdung nach zu langer Arbeit verhindert den Erholungseffekt der Freizeit. Wer jahrelang 50 Stunden oder länger pro Woche arbeitet, setzt seine physische und psychische Gesundheit aufs Spiel. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie der Medizinischen Universität Wien. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.