2014 voraussichtlich keine Krankenkassen-Zusatzbeiträge

 - 

(verpd) Gesetzliche Krankenkassen, die den seit 2009 möglichen Zusatzbeitrag einmal erhoben haben, haben das mit einem hohen Mitgliederschwund bezahlt. 2014 dürfte die Kassenlage der gesetzlichen Krankenkassen nach Einschätzung von Gesundheits- und Finanzministerium im Durchschnitt allerdings so solide sein, dass sie keine Zusatzbeiträge erheben werden müssen.

Nach Angaben der Bundesregierung kamen das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zu der Einschätzung, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2014 bei null Euro liegen werde. Hierbei handelt es sich um einen einkommensunabhängigen Beitrag, den eine gesetzliche Krankenkassen je nach ihrer finanziellen Lage von ihren Patienten zusätzlich zum normalen Krankenversicherungs-Beitrag verlangen könnte.

2014 können jedoch die geschätzten Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in Höhe von über 199,6 Milliarden Euro aller Voraussicht nach ohne Zusatzbeiträge vollständig abgedeckt werden.

Kassen haben Reserven über 16,6 Milliarden Euro

Derzeit verläuft die finanzielle Entwicklung noch sehr positiv. Im ersten Halbjahr 2013 wurde ein Überschuss von 1,09 Milliarden Euro erwirtschaftet, sodass sich bei den Kassen Überschüsse von 16,6 Milliarden Euro angesammelt haben. Die Finanzlage bei den einzelnen Kassen kann aber sehr unterschiedlich aussehen.

Noch-Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hatte wiederholt an Krankenkassen mit hohen Überschüssen appelliert, diese in Form von Prämien ihren Mitgliedern zugutekommen zu lassen. Im Gesundheitsfonds liegen nach den offiziellen Angaben weitere 11,1 Milliarden Euro an Reserven. Es bleibt abzuwarten, ob der neue Finanzminister den Bundeszuschuss zur Haushaltskonsolidierung der gesetzlichen Krankenkassen reduzieren wird und wie sich die Arzneimittelausgaben entwickeln. Im negativen Fall könnten doch wieder Zusatzbeiträge notwendig werden.

Individuelle Leistungen

Wer unabhängig von der finanziellen Lage der gesetzlichen Krankenkassen bestimmte beziehungsweise mehr Leistungen, als die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt, haben möchte, kann dies mit einer privaten Krankenzusatz-Versicherung abdecken.

Eine private Krankenzusatz-Police bietet je nach Vertragsvereinbarung diverse Vorteile: zum Beispiel freie Wahl zwischen Heilpraktiker oder Ärzten mit oder ohne Kassenzulassung oder eine Krankenhaus-Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer mit Chefarztbehandlung. Je Vertragsvereinbarung ist auch die Übernahme von Mehrkosten für Medikamente, Behandlungen und Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgeräte, welche die gesetzliche Krankenkasse teilweise oder gar nicht zahlt, möglich.

Weitere News zum Thema

  • Gesetzliche Krankenkassen haben mehr Einnahmen als Ausgaben

    [] (verpd) Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) konnte nach offiziellen Zahlen aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) im ersten Quartal 2017 ihre Reserven um 612 Millionen Euro auf rund 16,7 Milliarden Euro erhöhen. Denn die gesetzlichen Krankenkassen nahmen fast 58,19 Milliarden ein und hatten lediglich Ausgaben in Höhe von knapp 57,58 Milliarden. Allerdings stiegen die Ausgaben in allen Bereichen an. mehr

  • Ärztliche Behandlungsfehler: Schlichtungsverfahren hemmt die Verjährung

    [] Wenn Patienten vermuten, dass sie Opfer eines ärztlichen Behandlungsfehlers wurden, können sie Schadensersatzansprüche geltend machen. Die Verjährungsfrist beträgt dabei drei Jahre. Viele Menschen werden es allerdings vorziehen, das Problem zunächst außergerichtlich zu regeln. Das ist möglich. Zum einen können sich Arzt und Patient ohne Einschaltung von Dritten miteinander einigen. Unter Umständen lassen sich einige Probleme so direkt klären. Ist auch der Arzt an einer gütlichen Einigung interessiert, so wird er seine Haftpflichtversicherung einschalten. mehr

  • Warum Impfen wichtig ist

    [] (verpd) Gegen zahlreiche Krankheiten kann man sich mit einer Impfung schützen. Manche, zum Teil tödlich verlaufende Infektionskrankheiten können ohne eine Impfung sogar nur schwer oder gar nicht behandelt werden. Schutzimpfungen schützen nicht nur den Geimpften vor bestimmten Krankheiten, sondern sorgen auch dafür, dass Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, ein reduziertes Ansteckungsrisiko haben. mehr

  • Verspätete Krankschreibung nach Klinikaufenthalt

    [] (verpd) Um im Anschluss an einen Klinikaufenthalt den Anspruch auf Zahlung von Krankengeld durch eine gesetzliche Krankenkasse nicht zu verlieren, reicht es aus, wenn zunächst ein Klinikarzt die fortlaufende Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hat. Das hat das Sozialgericht Leipzig entschieden (Az. S 22 KR 75/16). mehr

  • Mit notwendigen Medikamenten verreisen

    [] (verpd) Die richtigen Arzneimittel im Reisegepäck sorgen dafür, dass der Urlaub nicht wegen gesundheitlicher Beschwerden wie Durchfall, Kopfschmerzen oder schmerzhafter Insektenstiche längerfristig beeinträchtigt wird. Chronisch Kranke sollten außerdem sicherstellen, dass sie ihre notwendigen Medikamente in ausreichender Menge mitführen. Allerdings können manche rezeptpflichtigen Arzneimittel nur mit einer speziellen Bescheinigung in bestimmte Urlaubsländer eingeführt werden. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.