Notwendige Absicherung für Berufseinsteiger

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(verpd) Die meisten freuen sich nach einer erfolgreich absolvierten Berufsausbildung oder einem abgeschlossenen Studium, endlich den erlernten Beruf ausüben zu können und auch mehr Geld zu verdienen. Allerdings sind insbesondere Berufsanfänger in einigen Bereichen nicht mehr wie bisher in vielen Versicherungspolicen der Eltern mitversichert und müssen sich daher selbst um den richtigen Schutz kümmern, damit es im Ernstfall nicht zum finanziellen Desaster kommt.

Jeder haftet gemäß Paragraf 823 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) für den Schaden, den er anrichtet – und zwar in voller Höhe. Wer beispielsweise mit dem Fahrrad einen Unfall verursacht, haftet für alle entstandenen Schäden in unbegrenzter Höhe. Gerade bei Personenschäden können diese Schadenersatz-Forderungen den finanziellen Ruin bedeuten. Besonders wichtig ist daher eine Privathaftpflicht-Versicherung. Sie leistet, wenn man durch fahrlässiges Verhalten einen anderen geschädigt hat, wehrt aber auch unberechtigte Ansprüche Dritter ab.

Während der ersten Berufsausbildung oder des Studiums sind Kinder meist kostenlos in der Privathaftpflicht-Police ihrer Eltern mitversichert, vorausgesetzt, sie haben das in den Versicherungs-Bedingungen festgelegte Alter noch nicht überschritten. Meist ist eine Mitversicherung bis zum 25. Lebensjahr des Kindes gegeben. Die kostenlose Mitversicherung in der Versicherungspolice der Eltern entfällt in der Regel, sobald das Kind die Ausbildung oder das Studium beendet hat und einen Beruf ausübt. Spätestens dann sollten Berufsanfänger eine eigene Privathaftpflicht-Police haben.

Hausrat nur bei Auszug notwendig

Ähnliche Regeln bei der Mitversicherung von Kindern gelten auch in der Familienrechtsschutz-Versicherung. Sobald der Sprössling einen Beruf ausübt und nicht mehr in der Ausbildung oder im Studium ist, benötigt er einen eigenen Rechtsschutzvertrag, damit er bei Rechtsstreitigkeiten, zum Beispiel mit seinem Arbeitgeber, einen entsprechenden Kostenschutz erhält.

Anders beim Verkehrsrechtsschutz: Hier gilt die Mitversicherung erwachsener Kinder in vielen Policen nicht. Wer einen eigenen Führerschein oder bereits ein eigenes Fahrzeug besitzt, braucht, wenn er die Absicherung der Prozesskosten wünscht, die beispielsweise bei Streitigkeiten nach einem Verkehrsunfall anfallen können, einen eigenen Fahrer- oder Verkehrsrechtsschutz-Vertrag.

Dagegen ist eine eigene Hausratversicherung für Berufsanfänger, die noch bei den Eltern in der Wohnung wohnen, nicht notwendig, wenn die Eltern einen entsprechenden Vertag haben. In diesem Fall fällt nämlich das Inventar des Kindes noch voll unter den Schutz der Hausratpolice der Eltern – vorausgesetzt die vereinbarte Versicherungssumme ist entsprechend hoch. Zieht ein Kind jedoch nicht nur vorübergehend in eine eigene oder gemietete Wohnung, benötigt es eine eigene Hausratversicherung.

Einkommensabsicherung bei Unfall oder Krankheit

Da alle, die nach dem 1.1.1961 geboren sind, keinen Anspruch mehr auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente haben, ist eine eigene private Einkommensabsicherung für den Fall der krankheits- oder unfallbedingten Berufsunfähigkeit umso wichtiger. Doch auch wer durch Unfall oder Krankheit erwerbsunfähig wird, erhält – wenn überhaupt – nur wenige gesetzliche Leistungen.

Diese Versorgungslücke lässt sich beispielsweise durch eine Berufs- und/oder Erwerbsunfähigkeits-Versicherung schließen. Sie zahlt im Versicherungsfall eine Rente in der vereinbarten Höhe. Je nach Vertragsvereinbarung leistet die Berufsunfähigkeits-Police auch dann, wenn man noch in anderen Berufen als den bisher erlernten und ausgeübten in Vollzeit tätig sein könnte.

Auch andere Versicherungen wie Unfall- oder Krankenversicherung müssen unter Umständen entsprechend der geänderten Lebenssituation angepasst werden, um nicht im Falle des Falles ohne oder mit einem stark eingeschränkten Versicherungsschutz dazustehen.

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