Die passende Absicherung für Singles

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(verpd) Wie aus den Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, wird der Anteil der sogenannten Einpersonenhaushalte immer größer. Das bedeutet aber auch, dass immer mehr Menschen in Deutschland auf sich alleine gestellt sind und dementsprechend für sich selbst sorgen, aber auch vorsorgen müssen.

In Deutschland gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2015 rund 18,5 Millionen Singles, davon lebten rund 16,5 Millionen alleine, also in einem sogenannten Einpersonenhaushalt. Schon seit 1975 sind Einpersonenhaushalte die häufigste Wohnform in Deutschland. 2015 waren von 40,7 Millionen Haushalten ganze 41,4 Prozent Einpersonenhaushalte. Darauf folgten mit einem Anteil von 34,2 Prozent Zweipersonen-, mit 12,1 Prozent Dreipersonen-, mit 9,0 Prozent Vierpersonenhaushalte und mit 3,2 Prozent Haushalte ab fünf Personen.

Singles sind in vielen Lebensbereichen häufig auf sich alleine gestellt – auch finanziell. Daher ist es wichtig, mögliche Risiken, die zu finanziellen Problemen führen können, ausreichend abzusichern.

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Wenn ein allein lebender Single krank wird

Wer beispielsweise vom eigenen Erwerbseinkommen lebt, muss bei einer langwierigen Krankheit mit finanziellen Einbußen rechnen. Denn auch wenn gesetzlich Krankenversicherte einen finanziellen Schutz durch das gesetzliche Krankengeld haben, ist diese Lohnersatzleistung nicht so hoch wie das bisherige Nettogehalt. Insbesondere wer ein hohes Gehalt hat, muss hier mit erheblichen Einkommenseinbußen rechnen.

Ein Arbeitnehmer, der länger als sechs Wochen – in dieser Zeit greift noch die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber – krank ist, hat längstens 78 Wochen Anspruch auf 70 Prozent des bisherigen Bruttolohns, höchstens jedoch 90 Prozent des Nettoeinkommens. Bei Gutverdienern mit einem Monatsgehalt ab 4.350 Euro beträgt das maximale monatliche Krankengeld 3.045 Euro.

Selbstständige haben in den meisten Fällen sogar gar keine gesetzliche Absicherung, sodass ein Single, der als Freiberufler oder Gewerbetreibender tätig ist und keine Mitarbeiter hat, im schlimmsten Fall bereits ab dem ersten Tag ohne Einkommen dasteht. Mit einer privaten Krankentagegeld-Versicherung können gesetzlich Krankenversicherte, aber auch Selbstständige mögliche Einkommenseinbußen oder -ausfälle vermeiden.

Wenn arbeiten nicht mehr möglich ist

Ist man nicht nur längere Zeit arbeitsunfähig, sondern aufgrund gesundheitlicher Leiden, sei es durch eine Krankheit oder einen Unfall, dauerhaft berufs- oder erwerbsunfähig, drohen massive finanzielle Probleme. So haben Arbeitnehmer, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, keinen Anspruch mehr auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente.

Zwar erhalten gesetzlich Rentenversicherte, die keiner oder nur eingeschränkt irgendeiner beruflichen Tätigkeit nachgehen können, unter Umständen noch eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente, allerdings ist auch diese deutlich niedriger als das bisherige Gehalt. Im Durchschnitt betrug die volle Erwerbsminderungsrente Ende 2015 für jemanden, der weniger als drei Stunden am Tag einer Erwerbstätigkeit nachgehen kann, in Westdeutschland 745 Euro und in Ostdeutschland 756 Euro pro Monat.

Selbstständige, die nicht gesetzlich rentenversichert sind, haben keinen Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Eine Absicherungslösung, um mögliche Einkommenseinbußen im Falle einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit abzufedern, ist unter anderem eine private Berufs- und/oder eine Erwerbsunfähigkeits-Versicherung.

Wenn man auf fremde Hilfe angewiesen ist

Singles sollten auch an eine ausreichende finanzielle Vorsorge für das Rentenalter denken, da die gesetzliche Rente meist nicht reicht, um den Lebensstandard zu halten. Entsprechende Möglichkeiten bieten private Lebens- und Rentenversicherungen, aber auch staatlich geförderte Altersvorsorgelösungen wie Riester- oder Rürup-Rentenverträge.

Besonders für Singles ist jedoch nicht nur die finanzielle Absicherung in bestimmten Situationen wichtig. Hilfreich sind auch konkrete Assistenzleistungen in Notfällen. Diese werden bereits in diversen Pflege-, Kranken-, Hausrat-, Unfall- und Kfz-Versicherungs-Policen angeboten. So übernehmen manche Versicherer im Versicherungsfall je nach Versicherungsart und Vereinbarungen zum Beispiel die Kosten, aber auch die Organisation von Haushaltshilfen, Handwerkern und/oder sonstigen Personen zur aktiven Unterstützung des Betroffenen.

In manchen Pflegeversicherungen kann beispielsweise auch vereinbart werden, dass der Versicherer den Versicherten im Pflegefall beispielsweise aktiv bei der Auswahl und Vermittlung eines ambulanten Pflegedienstes oder stationären Pflegeheimes unterstützt. Da eine individuell passende Absicherung nicht nur vom Familienstand, sondern auch von der finanziellen Situation, der Berufstätigkeit sowie der individuellen Lebensplanung abhängt, ist es sinnvoll, sich diesbezüglich von einem Versicherungsexperten ausführlich beraten zu lassen.

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