Die größten Ängste der mittleren und kleinen Unternehmen

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(verpd) In zwei unabhängigen Studien wurden Selbstständige beziehungsweise die Firmenchefs nach ihrer eigenen Risikoeinschätzung befragt. Dabei zeigt sich, dass besonders viele ihren Betrieb bedroht sehen, wenn sie oder ihre Mitarbeiter aufgrund von Unfall oder Krankheit nicht arbeitsfähig sind.

Eine vor Kurzem veröffentlichte Studie eines Versicherers beschäftigte sich mit der Frage, welches die größten Risiken für ein Unternehmen sind. Grundlage für die Studie war eine repräsentative Befragung von 524 Selbstständigen aus Deutschland des Marktforschungs-Instituts Yougov Deutschland AG.

Die meisten, nämlich rund 70 Prozent der befragten Selbstständigen, sehen ihr Unternehmen am ehesten durch einen Unfall beziehungsweise eine Krankheit der eigenen Person existenziell gefährdet. Weit dahinter auf Platz zwei und drei sieht etwa jeder Fünfte sein Unternehmen durch eine zunehmende Bürokratisierung und durch mögliche Steuererhöhungen bedroht.

Sorge um krankheitsbedingten Ausfall

Eine weitere aktuelle Studie vom Marktforschungs- und Beratungsinstitut Heute und Morgen GmbH befasste sich ebenfalls mit den Ängsten und Sorgen von Unternehmen. Konkret wurden dazu 300 Firmeninhaber von Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern befragt. Die überwiegende Mehrheit, nämlich 74 Prozent der Unternehmer, gaben an, dass ihre größte Sorge der längere Ausfall der eigenen Person wegen Krankheit oder Unfall ist.

Danach folgt im Sorgenranking die Angst, einen wichtigen Kunden zu verlieren – dies gaben 46 Prozent der Befragten an. 45 Prozent sehen ihren Betrieb in Gefahr, wenn ihre Firma aus irgendeinem Grund, zum Beispiel wegen eines Brandes oder einer Naturkatastrophe, nicht mehr begehbar wäre.

Bei einer Existenzgründung ist die eigene Arbeitskraft besonders wichtig. Eine Krankenversicherung sollte daher in jedem Fall bestehen. Um nicht im Krankheitsfall oder nach einem Unfall vor dem beruflichen und finanziellen Aus zu stehen, ist eine vernünftige finanzielle Absicherung durch eine entsprechende Krankentagegeld- und Berufsunfähigkeits-Versicherung sinnvoll.

Absicherung der existenzbedrohenden Risiken

Die Versicherungswirtschaft bietet diverse Absicherungslösungen gegen die unterschiedlichsten existenzbedrohenden Risiken an: von der Absicherung gegen Sachschäden durch Feuer und andere Gefahren mit einer Inhalts- oder auch Gebäudeversicherung bis hin zur Abdeckung von Umsatzausfällen infolge Sachschäden mittels einer Betriebsunterbrechungs-Versicherung.

Weitere existenzgefährdende Risiken lassen sich zudem mit einer Betriebs- und Vermögensschaden-Haftpflicht-, einer Maschinenbruch-, einer Elektronik- und/oder einer Firmenrechtsschutz-Versicherung abdecken. Selbst die Gefahr, dass Kunden nicht zahlen, lässt sich mit einer Forderungsausfall-Versicherung absichern.

Wie die Studien zeigen, ist es für Unternehmer besonders wichtig, die eigene Arbeitskraft abzusichern. Um beispielsweise nach einem Unfall oder einer Krankheit möglichst schnell wieder fit zu sein, ist eine gute Krankenversicherung, die unter anderem die Kosten für eine optimale medizinische Behandlung übernimmt, für einen Unternehmer unverzichtbar. Eine private Krankenvoll- oder auch eine Krankenzusatz-Versicherung bietet entsprechende Absicherungs-Möglichkeiten.

Wenn der Chef arbeitsunfähig ist

Ein möglicher Einkommensausfall durch eine krankheits- oder unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit lässt sich durch eine Krankentagegeld- und Berufsunfähigkeits-Versicherung ausgleichen. Zudem gibt es spezielle Versicherungsverträge, welche den entgangenen Gewinn sowie die weiterlaufenden Betriebskosten wie Mitarbeiterlöhne, Miete, Leasing und betriebliche Finanzierungskosten absichern, wenn der Betrieb wegen Krankheit oder Unfall des Chef stillsteht.

Derartige Policen werden unter anderem als Praxis- oder Kanzlei-Ausfallversicherung, Existenz-Betriebsunterbrechungs-Versicherung, Betriebskosten-Versicherung oder Ertragsausfall-Versicherung angeboten.

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