Führerschein für Menschen mit Handicap

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In ihren eigenen vier Wänden kommen Menschen, die unter einem Handicap leiden, meistens hervorragend zurecht. Mobilität stellt für sie oft das größere Problem dar.

Ohne eigenes Auto können selbst Kleinigkeiten wie Behördengänge oder die wöchentlichen Einkäufe zu einer großen Herausforderung werden.

Grundsätzlich brauchen aber auch Menschen mit Handicap nicht auf das Auto zu verzichten. Zumindest dann nicht, wenn die gesundheitliche Einschränkung die Fahrtüchtigkeit nicht beeinträchtigt.

Allerdings ist es für die Betroffenen relativ schwierig, schon im Vorfeld alle wichtigen Informationen zu erhalten. Deshalb hat Autoscout24 nun einen kostenlosen und umfangreichen Ratgeber mit dem Titel Der Behindertenführerschein veröffentlicht.

Der Ratgeber gibt einen kompakten Überblick darüber, was Menschen mit Handicap beachten müssen, wenn sie den Führerschein machen möchten. Darüber hinaus werden verschiedene Behinderungen, mit denen der Führerschein gemacht werden kann, in einer Übersicht präsentiert.

Weil die tatsächliche Erteilung der Fahrerlaubnis stark vom Einzelfall abhängt, nennt der Ratgeber auch Voraussetzungen und Stellen, die im Einzelfall weiterhelfen können.

Das verlangt die Führerscheinstelle

Der Ratgeber empfiehlt im ersten Schritt, Kontakt mit der Führerscheinstelle aufzunehmen. Dort erfahren die Betroffenen, welche Gutachten für einen positiven Bescheid notwendig sind.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Menschen mit Handicap Beihilfen und Zuschüsse für die Gutachten, den Führerschein und die anschließende Anschaffung eines behindertengerechtes Fahrzeuges beantragen. Auch die Zuschussmöglichkeiten und zuständige Stellen werden im Ratgeber genannt.

Wichtig: Wer die finanziellen Hilfen in Anspruch nehmen möchte, muss den Antrag schon im Vorfeld stellen. Erst wenn der Antrag bewilligt wurde, können die Betroffenen die geforderten Gutachten in Auftrag geben und sich anschließend bei der Fahrschule einschreiben.

Positive Gutachten als Schlüssel zum Erfolg

Die Broschüre erläutert zudem die verschiedenen Gutachten, die von der Führerscheinstelle gefordert werden können. Handelt es sich um ein rein körperliches Problem wie eine Querschnittslähmung oder die Amputation eines Armes oder eines Beines, reicht meist ein medizinisches Gutachten aus. Handelt es sich hingegen um eine psychische Behinderung, wird meist ein medizinisch-psychologisches Gutachten gefordert, welches beispielsweise von DEKRA oder TÜV angeboten werden.

Sofern eine Umrüstung des Fahrzeugs notwendig ist, verlangt die Führerscheinstelle außerdem ein technisches Gutachten, in dem aufgeführt wird, welche Umbauten vorgenommen werden müssen.

Online-Rechner

Neben dem Ratgeber findet man auf der oben genannten Seite außerdem drei Online-Rechner. In diesen Rechnern können Betroffene ermitteln, wie viel sie der Behindertenführerschein in etwa kosten wird, mit welchem Betrag sie bei der Kfz-Steuer rechnen müssen und was sie der Kauf eines Fahrzeugs kosten dürfte.

Experten geben praxisnahe Tipps

Sobald die angehenden Fahrschüler die positiven Gutachten abgegeben haben, müssen sie sich nur noch eine geeignete Fahrschule suchen, in der sie auf die Führerscheinprüfung vorbereitet werden. Experten geben zu diesem Thema praxisnahe Tipps auf der Plattform. Denn nicht jede Fahrschule ist dafür ausgestattet, um Menschen mit Handicap auszubilden. Das beginnt beim behindertengerechten Zugang zu den Schulungsräumlichkeiten bis hin zur richtigen Ausstattung der Fahrzeuge. Idealerweise sollten die Fahrlehrer außerdem im Umgang mit Schwerbehinderten geschult sein.

Mehr Informationen lesen Sie in unserem Geldtipps-Dossier
Behinderung: Ratgeber für Betroffene und Angehörige.

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