Die größten Profiteure der Euro-Abwertung in einem Papier

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Die mittelfristig eingeschlagene Kursrichtung des Euro gegenüber dem US-Dollar scheint klar: Der Euro nähert sich seiner Parität zum US-Dollar. Der Euro nähert sich gegenüber dem US-Dollar seiner Parität. Ein Euro würde dann nur noch einen US-Dollar kosten.

Der Kursverfall des Euros gegenüber dem US-Dollar verlief in den vergangenen Monaten so schnell, dass selbst führende Banken, wie z.B. Goldman Sachs, mit ihren Währungsprognosen kaum mehr hinterherkamen. Vor einem halben Jahr gab Goldman Sachs das Paritätsziel für den Euro zum US-Dollar aus. Dieser Kurs sollte erst im Laufe des Jahres 2017 erreicht werden. Damals stand der Kurs noch bei gut 1,30. In der aktuellen Prognose wird nun auf Sicht von 12 Monaten ein Kurs beim Euro von 0,95 erwartet. 2016 geht es dann gegenüber dem US-Dollar auf 0,85 und 2017 auf 0,80 bergab. Der Kurs muss vom aktuellen Niveau dann noch einmal genauso viel nachgeben wie in der Zeit seit Juli 2014 bis jetzt. Im Juli letzten Jahres begann der beispiellose Preissturz.

Für den Absturz des Euros gegenüber dem US-Dollar sind vor allem zwei Gründe verantwortlich: die Geldpolitik und die Konjunktur. Die amerikanische Notenbank FED scheint wegen der besser laufenden US-Wirtschaft und sinkender Arbeitslosigkeit vor dem Ende ihrer lockeren Geldpolitik zu stehen. Bereits im vergangenen Oktober hat sie ihr Programm zum Kauf von Staatsanleihen eingestellt. Davor hatte sie für bis zu 88 Mrd. Dollar im Monat Wertpapiere gekauft. Dieses Jahr könnte sie den Leitzins erstmals seit Jahren wieder erhöhen.

Die Europäische Zentralbank dagegen fährt den entgegengesetzten Kurs. Wegen der schwachen Konjunktur im Euroland lässt sie den Leitzins, für den sich Banken bei ihr Geld leihen, vermutlich noch lange auf dem Rekordtief von 0,05 %. Zudem kauft die EZB seit dem Frühjahr 2015 für monatlich 60 Mrd. Euro Staatsanleihen auf; sie pumpt also noch mehr Geld in die Wirtschaft.

Das Hypovereinsbank-Zertifikat auf den Daxplus Export Strategy Performance-Index

Leidtragende des schwachen Euro sind z.B. Urlauber. Wer gerade eine Reise in die USA plant und dafür Euro in Dollar tauschen muss, hat derzeit schlechte Karten. Ein schwacher Euro erfreut dagegen die Exporteure. Nach einer Studie der Commerzbank führt eine zehnprozentige Abwertung des Euro zu einem zusätzlichen operativen Gewinnschub von zwölf Mrd. Euro bei den im DAX gelisteten Unternehmen. Beim MDAX wurde die Höhe der Extra-Gewinne auf zwei Mrd. Euro beziffert.

Allerdings profitieren nicht alle im DAX und MDAX enthaltenen Unternehmen gleichermaßen von der Euro-Abwertung. Die Aktien von Banken zum Beispiel zählen nicht zu den Gewinnern des Euroverfalls. Die Chance, ganz gezielt auf die potenziellen Gewinner der Euro-Abwertung zu setzen, bietet ein Endlos-Zertifikat der HypoVereinsbank auf den Daxplus Export Strategy Performance-Index (WKN: HV095B). Dieses Kursbarometer enthält genau die zehn Werte aus DAX und MDAX, die den größten Teil ihrer Umsätze im Ausland erzielen.

Die aktuelle Zusammensetzung wird jedes Jahr im Sommer anhand aktueller Daten überprüft. Zusätzlich wird quartalsweise die Gewichtung aller im Index enthaltenen Papiere wieder auf jeweils 10 % pro Titel zurückgeführt. Wie beim DAX selbst fließen die Dividenden auch hier in voller Höhe mit in die Indexberechnung ein. Aktuell setzt sich der Index aus den Aktien von Adidas, Airbus, Bayer, FMC, Henkel, Hochtief, Linde, Merck, MTU und Symrise zusammen.

Seit seiner Emission im Jahr 2005 hat sich die mit dem Zertifikat verfolgte Strategie bewährt. Auf Sicht von zehn Jahren hat sich die auf exportstarke Werte konzentrierte Aktienzusammenstellung mit einem Plus von insgesamt 216 % deutlich besser entwickelt als der DAX, der nur 137 % zulegen konnte. In den vergangenen zwölf Monaten steht einem DAX-Plus von 24 % ein Zugewinn von 45 % bei dem Index gegenüber. Das Papier wird täglich an den Börsen in Frankfurt, Hamburg und Stuttgart gehandelt. Die jährlichen Verwaltungsgebühren liegen bei 0,25 %.

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