Zur Sicherung der Altverluste Verlustbescheinigung bis 15.12. beantragen

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Viele Kapitalanlager haben noch Spekulationsverluste aus privaten Veräußerungsgeschäften, insbesondere mit Aktien, in ihren Büchern, die aus der Zeit vor Einführung der Abgeltungsteuer stammen und vom Finanzamt im Steuerbescheid immer weiter vorgetragen werden.

Aufgrund einer gesetzlichen Übergangsregelung können diese Altverluste nur noch bis zum 31.12.2013 mit neu entstandenen Veräußerungsgewinnen aus Aktien, Anleihen, Fondsanteilen, Zertifikaten, Finanzinnovationen und Verlusten aus Termingeschäften ausgeglichen werden, nicht aber mit Zinsen und Dividenden (§ 52a Abs. 11 Satz 11 EStG).

Ab 2014 ist ein Ausgleich der Altverluste nur noch mit neu entstandenen Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften möglich, zu denen seit 2009 die Wertpapiergewinne nicht mehr gehören. Dann verbleiben nur noch Gewinne aus dem Verkauf von Wertgegenständen wie z.B. Gold oder vermieteten Immobilien, mit denen die Altverluste verrechnet werden können.

Ansonsten werden die Altverluste ungenutzt immer weiter vorgetragen.

Unser Tipp

Im Einzelfall kann es daher sinnvoll sein, einen im Jahr 2012 entstandenen Verlust aus Wertpapierveräußerungen nicht von der Bank ins Jahr 2013 übernehmen zu lassen, sondern sich für das Finanzamt bescheinigen zu lassen. Damit wird erreicht, dass die Bank den bankinternen Verlustverrechnungstopf Ende 2012 auf null stellt und der Neuverlust aus 2012 von der Bank nicht mit etwaigen Veräußerungsgewinnen im Jahr 2013 verrechnet werden kann. Die etwaigen Veräußerungsgewinne des Jahres 2013 stünden dann in der Steuererklärung 2013 für die letztmalige Verrechnung mit den Altverlusten zur Verfügung.

In § 20 Abs. 6 Satz 1 EStG ist geregelt, dass die Verrechnung der Neugewinne mit Altverlusten Vorrang vor der Verrechnung mit Neuverlusten hat. Das kann aber die Bank nicht, nur das Finanzamt. Vom Finanzamt werden deswegen im Jahr 2013 nicht verrechnete Neuverluste einer anderen Bank weiter vorgetragen und sind mit Neugewinnen ab 2014 verrechenbar.

Unser Tipp

Die Verlustbescheinigung müssen Sie bei Ihrer Depotbank bis zum 15.12.2012 beantragen (§ 43a Abs. 3 Satz 5 EStG), was auch online über die Bank-Homepage möglich ist. Diese Antragsfrist gilt auch dann, wenn erst zum 31.12. feststeht, ob überhaupt ein Verlust im Verlustverrechnungstopf der Bank verbleibt.

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