Wie teuer es ist, ein Pflegefall zu sein

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(verpd) Die gesetzliche Krankenkasse Barmer GEK hat vor Kurzem ihren Pflegereport 2012 vorgelegt, indem erstmals anhand von Patientendaten die Gesamtkosten im Pflegefall untersucht wurden. Dabei zeigt sich, dass die als Teilkaskoversicherung angelegte gesetzliche Pflegeversicherung für etwa die Hälfte der Kosten aufkommt. Die andere Hälfte muss vom Versicherten aus der privaten Tasche beigesteuert werden.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK, Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, präsentierte kürzlich die Ergebnisse des von der Krankenkasse erstellten „Pflegereports 2012“. Datengrundlage für die Studie waren die Kosten für rund 2.000 Barmer-GEK-Versicherte ab 60 Jahren, die im Jahr 2000 erstmalig pflegebedürftig geworden waren. Dazu wurden die Ausgaben der Sozialen Pflegeversicherung in den Jahren 2000 bis 2011 summiert, erwartete Kosten bis 2024 wurden geschätzt.

Ein Ergebnis der Studie: Werden Frauen zum Pflegefall, fallen über die gesamte Pflege hinweg Kosten von durchschnittlich knapp 84.000 € an. An Eigenbeitrag haben sie im Schnitt 45.000 € aufzubringen. Bei Männern, die oftmals von ihren Frauen zu Hause gepflegt werden, ergeben sich Gesamtkosten von rund 42.000 €. Der aufzubringende Eigenanteil für die Männer liegt bei etwa 21.000 €.

Je früher, je günstiger

Ist das Einkommen des Pflegebedürftigen nicht ausreichend, um die Kosten abzudecken, kann es sein, dass der Ehepartner oder nahe Verwandte wie Kinder oder Eltern herangezogen werden. Damit im Fall des Falles für Betroffene der eingetretene Pflegefall nicht zum finanziellen Risiko und für Angehörige nicht zur Belastung wird, empfiehlt es sich bereits frühzeitig eine private Pflegezusatz-Versicherung abzuschließen.

Je früher mit einer entsprechenden Vorsorge begonnen wird, desto günstiger sind die Prämien dafür und desto eher ist man abgesichert. Denn keiner kann sich sicher sein, nicht doch bereits in jungen Jahren durch einen Unfall oder durch eine Krankheit ein Pflegefall zu werden.

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