Was die Sozialversicherungen in 2013 dem Arbeitnehmer kosten

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(verpd) Ab 2013 ändern sich die Lohnabzüge für einige Bereiche der gesetzlichen Sozialversicherung. Während beispielsweise die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung weniger werden, steigen sie für die Pflegeversicherung.

Seit dem 1.1.2013 ist der Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung um 0,7 Prozent gefallen. Er beträgt nun 18,9 Prozent statt bisher 19,6 Prozent. Da die Beiträge jeweils zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber gezahlt werden, reduziert sich die Beitragslast für jeden von 9,8 Prozent auf 9,45 Prozent, also jeweils um 0,35 Prozent.

Höhere Abzüge

Wer jedoch 5.600 € oder mehr in den alten oder 4.800 € und darüber in den neuen Bundesländern verdient, hat nur eine niedrigere Entlastung. Der Grund: Die Beitragsbemessungs-Grenze (BBMG), also die Einkommensgrenze, bis zu welcher Beiträge für die jeweilige Sozialversicherung erhoben werden, ist in der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosen-Versicherung in 2013 gestiegen: in Westdeutschland von 5.600 € auf 5.800 € und in Ostdeutschland von 4.800 € auf 4.900 €.

Wenn die Einkommenshöhe gleich oder höher ist, als die Beitragsbemessungs-Grenze, betrug der monatliche Arbeitnehmeranteil in 2012 für die gesetzliche Rentenversicherung im Westen 548,80 € und im Osten 470,40 €. Ab diesem Jahr sind es in den alten Bundesländern 548,10 € (minus 0,13 Prozent) und in den neuen 463,05 € (minus 1,6 Prozent) im Monat.

Für die Arbeitslosen-Versicherung – der Beitragssatz bleibt hierfür bei drei Prozent und wird ebenfalls von Arbeitnehmer- und -geber zur Hälfte getragen – werden Arbeitnehmern, die über die neue BBMG verdienen, drei Euro im Westen und 1,50 € im Osten mehr als in 2012 abgezogen.

Beitragserhöhung für die gesetzliche Pflegeversicherung

Für die gesetzliche Pflegeversicherung ist der Beitragssatz ab dem 1. Januar von ehemals 1,95 auf 2,05 Prozent gestiegen. Finanziert wird der Beitrag von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen. Ausnahme Sachsen: Hier wurde nicht wie in den anderen Bundesländern zur Finanzierung der Pflegeversicherung ein Feiertag abgeschafft. Daher tragen die Arbeitnehmer mit 1,525 Prozent einen höheren Anteil vom Einkommen als die Arbeitgeber mit nur 0,525 Prozent.

In allen Bundesländern zahlen kinderlose Versicherte, die älter als 23 Jahre sind, zusätzlich 0,25 Prozent mehr, also statt 1,025 Prozent (Sachsen 1,525 Prozent) mit Kind, 1,275 Prozent (Sachsen 1,775 Prozent) ohne Kind. Der Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Höhe von 15,5 Prozent ist gleich geblieben. Hier zahlen 7,3 Prozent vom Einkommen der Arbeitgeber und 8,2 Prozent der Arbeitnehmer.

Geändert hat sich für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung jedoch die BBMG. Sie stieg von 3.825 € in 2012 auf 3.937,50 € in 2013. Wer also in 2013 die neue BBMG erreicht oder überschreitet, zahlt für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung als Erwachsener mit Kinder 10,38 € und ohne Kinder 10,52 € mehr Arbeitnehmeranteil als in 2012.

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