Wann Volljährige bei den Eltern mitversichert bleiben

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(verpd) Wer das 18. Lebensjahr vollendet hat, sollte sich prinzipiell Gedanken darüber machen, ob er auch richtig abgesichert ist. Insbesondere eine private Haftpflichtversicherung, eine Berufsunfähigkeits-Versicherung und eine vernünftige Vorsorge für Krankheit und Alter können existenziell sein. Doch nicht alles muss gleich mit einem eigenen Vertrag abgedeckt werden.

Junge Erwachsene, die noch bei ihren Eltern wohnen oder sich noch in der Ausbildung befinden, sind in manchen Bereichen kostenlos in den Versicherungsverträgen von Vater oder Mutter kostenlos mitversichert. Damit lässt sich Geld sparen, ohne dass auf den wichtigen Versicherungsschutz verzichtet werden muss.

Beitragsfrei in der privaten Haftpflichtpolice der Eltern

In einer privaten Haftpflichtpolice der Eltern sind volljährige, unverheiratete Kinder in der Regel weiterversichert. Voraussetzung ist, dass sie sich noch in der Schulausbildung oder einer sich unmittelbar daran anschließenden ersten Berufsausbildung wie Lehre oder Studium befinden.

Außerdem darf eine bestimmte Altersgrenze, die in den jeweiligen Vertragsbedingungen angegeben ist, noch nicht erreicht sein. Bei vielen Policen ist beispielsweise eine Mitversicherung bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres möglich.

Kurzfristige Unterbrechungen der Ausbildung durch Bundesfreiwilligen-Dienst, freiwilligen Zusatzwehrdienst, freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr, Praktika oder Wartezeiten auf einen Ausbildungsplatz spielen normalerweise keine Rolle. Ist die Altersgrenze erreicht oder die Berufsausbildung abgeschlossen, endet der Versicherungsschutz für den jungen Erwachsenen und er benötigt eine eigene Police.

Kostenlose Rechtsschutz-Absicherung

Besteht eine Privatrechtsschutz-Versicherung der Eltern, haben volljährige Kinder auch hier weiter Schutz aus diesem Vertrag, wenn sie unverheiratet sind und eine bestimmte Altersgrenze, oftmals das 25. Lebensjahr, noch nicht erreicht haben. Zudem darf der junge Erwachsene noch keiner auf Dauer angelegten beruflichen Tätigkeit, für die ein leistungsbezogenes Entgelt gezahlt wird, nachgehen.

Der Lohn für eine Ausbildung oder BAföG für das Studium gilt nicht als leistungsbezogenes Entgelt. Kinder sind daher während des Studiums und der Ausbildung mitversichert. Dies gilt jedoch nicht für diejenigen, die neben einem Studium regelmäßig einen Job ausüben, um Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen.

Achtung: Bei der Verkehrsrechtsschutz-Versicherung der Eltern gilt die Mitversicherung nicht. Hat ein Kind einen eigenen Führerschein oder schon ein eigenes Fahrzeug, sollte daher ein separater Fahrer- oder bei Kfz-Besitz eine Verkehrsrechtsschutz-Police abgeschlossen werden.

Der eigene Haushalt

Normalerweise gelten die genannten Regelungen zur Mitversicherung bei der privaten Haftpflicht- und Privat-Rechtsschutz-Versicherung unabhängig davon, ob das volljährige Kind noch bei den Eltern wohnt oder bereits eine eigene Wohnung hat.

Anders bei der Hausratversicherung. Das Hab und Gut der Kinder, auch wenn sie volljährig sind, bleibt über die Hausratversicherung der Eltern mitversichert, solange sie noch zu Hause wohnen. Sobald der Nachwuchs jedoch in eine eigene beziehungsweise gemietete Wohnung auszieht, ist ein eigener Hausratvertrag abzuschließen.

Prinzipiell ist es wichtig, jede Änderung der Lebenssituation dem Versicherer zu melden. Nur so wird gewährleistet, dass beispielsweise auch nach einem Umzug, der Beendigung einer Ausbildung oder ab Volljährigkeit mögliche Risiken erkannt und abgesichert werden. Zudem bieten einige Versicherer zusätzliche Möglichkeiten, Volljährige in bestehende Verträge einzuschließen oder kostengünstig abzusichern.

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