Vorsorge bleibt für Erbengeneration unverzichtbar

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(verpd) In den zehn Jahren zwischen 2015 und 2024 stehen Erbschaften im Gesamtvolumen von 3,1 Billionen Euro an. Bricht man diese auf die Zahl der Erbfälle herunter, dann kommt man zu durchaus ernüchternden Zahlen, wie eine aktuelle Studie zeigt. Die Analyse der Zahlen legt nahe, dass eine Erbschaft die eigenen Vorsorgebemühungen nur selten ersetzt.

Erben macht eine eigene Altersvorsorge nicht überflüssig, dies ist ein Studienergebnis des Deutschen Instituts für Altersvorsorge GmbH (DIA), die die vor Kurzem veröffentlichte Studie „Erben in Deutschland 2015 bis 2024“ in Auftrag gegeben hat. Laut Studie werden von den 3,1 Billionen Euro – davon 0,9 Billionen Euro als Immobilien –, die zwischen 2015 und 2024 in Deutschland vererbt werden, 2,1 Billionen Euro an die nachfolgende Generation fließen. Viele setzen dabei zunächst den Lebenspartner als Erben ein.

In dem untersuchten Zehn-Jahres-Zeitraum werden 5,8 Millionen Erbschaftsfälle unterstellt. Ein Drittel des gesamten Erbschaftsvolumens entfällt dabei auf nur zwei Prozent aller Erblasser. Demnach stehen für 98 Prozent der nächsten Erbengeneration noch rund 1,4 Billionen Euro Erbvermögen zur Verfügung. Pro Erbfall sind das durchschnittlich 242.000 €, wobei hier die einzelnen Erben deutlich weniger und viele sogar gar nichts erhalten können. Sind beispielsweise mehrere Kinder oder erbberechtigte Hinterbliebene vorhanden, wird unter Umständen das Erbe pro Erbfall aufgeteilt.

Wer eine Immobilie erbt, erbt meistens auch Geldvermögen

Von der Gesamtheit der Erbfälle vermachen 84 Prozent der Erblasser Geldvermögen und 46 Prozent Immobilienvermögen. Die Höhe der individuellen Erbschaften sei aber sehr ungleich verteilt, erklärte ein Studienautor unter Hinweis darauf, dass es einen Unterschied mache, ob man ein Haus in München erbe oder eines in einer ländlichen Region.

Zudem müsse man auch sehen, dass da, wo Immobilienvermögen vorhanden sei, meist auch Geldvermögen angesammelt worden sei. Und nicht wenige gingen ganz leer aus. Mit keinem Geldvermögen muss man im Durchschnitt bei 16 Prozent aller Erbfälle rechnen. In 54 Prozent (West 51 Prozent, Ost 68 Prozent) der Erbfälle haben die Erben auch keine Immobilie zu erwarten.

Dagegen stehen im Zeitraum 2015 bis 2024 nur bei rund jedem zehnten Erbfall Geldvermögen in Höhe von über 150.000 € den Erben zur Verfügung – in Westdeutschland etwas mehr als bei jedem achten Erbfall, dafür in Ostdeutschland sogar nur bei jedem 20. Erbfall.

Die Erblasser werden älter und ausgabefreudiger

Im Laufe der Jahre dürfte der Erbfall immer später eintreten, da die Menschen immer älter werden. Und im Gegensatz zu früher seien Ältere heute auch bereit, mehr Geld für Konsumausgaben zu nutzen, was das Erbe schmälere, so ein Studienautor.

Ein anderer wichtiger Faktor sei, dass Kinder nicht mehr in der Nähe ihrer Eltern wohnten. Das führe im Pflegefall dazu, dass der ältere Betroffene auf Pflege von außen angewiesen sei oder er einer stationären Pflege bedürfe. Die damit verbundenen Pflegekosten ließen ein Erbe ebenfalls zusammenschmelzen. Wie die Fakten zeigen, können sich nur die wenigsten darauf verlassen, dass sie mit einem künftigen Erbe ihr eigenes Alterseinkommen absichern können.

Daher ist es auch für die aktuelle Erbengeneration wichtig, sich frühzeitig selbst um eine ausreichende Altersvorsorge zu kümmern. Fragen dazu, aber auch wie man als Erblasser sicherstellen kann, dass die eigenen Hinterbliebenen möglichst gut abgesichert sind, oder welche Lösungen es gibt, um ein erhaltenes Erbe sicher und effizient anzulegen, beantwortet auf Wunsch ein Versicherungsfachmann.

Einen guten Überblick über die vielfältigen Vorsorgeformen bietet Ihnen unser Finanzplaner für den Ruhestand .

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