Volksunze: Die erste deutsche Silber-Anlageprägung

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In Krisenzeiten flüchten Anleger gerne in Sachwerte wie Edelmetalle. Doch nicht jedes angebotene Gold- oder Silberstück eignet sich zur Anlage oder Wertsicherung. Das gilt insbesondere für Medaillen, die oft in verlockenden Angeboten als "Sonderprägungen", "streng limitiert", "höchste Prägequalität" und so weiter angepriesen werden.

Im Gegensatz zu Münzen sind Medaillen keine vom Staat ausgegebenen gesetzlichen Zahlungsmittel. Jedermann kann Medaillen herstellen lassen. Einen funktionierenden Markt, auf dem An- und Verkauf weitgehend garantiert sind, gibt es für die meisten dieser Medaillen nicht. Meist klafft zwischen ihrem Preis und dem eigentlichen Metallwert eine große Lücke. Wird das "Sammlerstück" später einmal veräußert, ist die Enttäuschung der Anleger groß. Denn oftmals bleibt dem Verkäufer nur der Materialwert abzüglich der Einschmelzkosten.

Auf dem Edelmetall-Boom reitet auch die Bild-Zeitung mit ihrer vielbeworbenen sog. Volks-Unze. Hierbei handelt es sich jedoch um keine Medaille, sondern immerhin um die erste deutsche Silber-Anlagemünze. Bei der Volks-Unze steht der Materialwert von einer Unze Feinsilber im Vordergrund – nicht der ideelle Sammlerwert. Andere Länder wie z.B. Kanada mit dem Maple Leaf oder Österreich mit dem Philharmoniker führen solche Anlageprägungen schon seit Jahren durch.

Angesichts steigender Edelmetallpreise wurde der Ausgabekurs angehoben. Der ursprünglich geplante Ausgabekurs für die Volksunze lag bei  14,50. Auf den anziehenden Silberpreis wurde jedoch schnell reagiert und der Ausgabekurs auf 14,95 Euro erhöht. Dieser Preis ist angesichts des kostenlosen Versands angemessen.

Tipp
Gängige Silber-Anlagemünzen, wie z.B. den Silber-Philharmoniker, erhalten Sie mit Preisen von knapp über 14 Euro günstiger als die Volks-Unze. Allerdings fallen beim Kauf bei Edelmetallhändlern im Internet für die Lieferung doch teilweise recht happige Portokosten an. Dank der portofreien Lieferung ist die Volks-Unze deutlich billiger als konkurrierende Silber-Anlagemünzen.

Die Limitierung der Volks-Unze ist mit 500 000 Exemplaren sehr hoch angesetzt. Ein Sammlerwert ist deshalb nahezu ausgeschlossen. Die Volksunze lebt somit ausschließlich von ihrem Silberwert. Für den eigentlichen Silberwert der Volks-Unze müssen Sie beim Kauf der Volks-Unze einen deutlichen Preisaufschlag zahlen. Bei einem Silberpreis von rund $17,40 je Feinunze und einem Dollarkurs von 1,50 gegenüber dem Euro hat die Volks-Unze einen Silberwert von 11,60 Euro. Gegenüber dem Verkaufspreis von 14,95 Euro entspricht das einem Aufschlag von 3,35 Euro pro Münze.

Mit diesem Aufschlag werden die Prägekosten der Münze, den Aufwand für die Werbung, die ermäßigte Mehrwertsteuer und die Gewinnspanne des Verkäufers abgedeckt. Das heißt, der Kauf lohnt sich nur, wenn Sie als Anleger von einem weiteren, lang anhaltenden deutlichen Preisaufschwung beim Silber ausgehen.

Tipp
Zweifelhaft ist der versprochene Schutz gegen Krisen und Inflation. Mit der Limitierung auf fünf Stück pro Besteller lässt sich das nicht erreichen. Wer sich gegen Krisen und Inflation absichern möchte, greift besser zu Silber- und Goldbarren. Je größer die Gewichtseinheit bei diesen Barren ausfällt, umso mehr Edelmetall erhalten Sie für Ihren Kaufpreis.

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