Vernachlässigte Katastrophenabsicherung

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(verpd) In der Statistik der Naturkatastrophen standen 2013 Hochwasserereignisse ganz oben. Doch viele Betroffene blieben auf ihren Schadenskosten sitzen, da sie sich nicht im Vorfeld dagegen abgesichert haben, obwohl es entsprechende Versicherungspolicen gibt.

Hochwasserereignisse haben das Jahr 2013 geprägt. Bei den Überschwemmungen im vergangenen Juni entstanden in Deutschland und in einigen angrenzenden Staaten gesamtwirtschaftliche Schäden von 11,7 Milliarden Euro.

Da nicht jeder Haushalt einen entsprechenden Versicherungsschutz vorweisen konnte, beliefen sich die versicherten Schäden jedoch auf rund 2,4 Milliarden Euro, wovon 1,8 Milliarden auf Deutschland, 235 Millionen auf Österreich und 300 Millionen auf Tschechien entfallen. Den Löwenanteil der Kosten, nämlich die restlichen 9,3 Millionen Euro, trugen somit die nicht versicherten Betroffenen oder die Allgemeinheit, obwohl in vielen Fällen ein entsprechender Versicherungsschutz möglich wäre.

Fehlender Versicherungsschutz

Zwar sind viele Hausbesitzer beispielsweise gegen Brand, Sturm und Hagelschäden durch eine abgeschlossene Gebäude-, Hausrat- oder auch Geschäftsinhalts-Police versichert. Doch auch Naturkatastrophen-Risiken, auch Elementarschäden genannt, wie Überschwemmung, Schneelast, Lawinen, Erdrutsche oder Erdbeben lassen sich meist gegen einen kleinen Aufschlag in den genannten Versicherungsverträgen mitversichern.

Diese Elementarschaden-Versicherungen sind nach Angaben eines Rückversicherers zwar heute in Deutschland weiter verbreitet als noch vor zwölf Jahren, dennoch belaufe sich die Durchdringung im landesweiten Mittel immer noch auf lediglich 33 Prozent.

Während in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen rund 40 Prozent aller Hausbesitzer gegen Hochwasserschäden abgesichert seien, liege die Quote in Bayern bei 21 Prozent und in Niedersachsen bei lediglich 13 Prozent. Viele Schäden mussten die Betroffenen daher selbst oder die Allgemeinheit über öffentliche Hilfsprogramme tragen.

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