Vermögensverteilung weiterhin in Schieflage

Vermögensverteilung weiterhin in Schieflage

 - 

(verpd) An der ungleichen Vermögensverteilung in Deutschland hat sich nach einer Studie der Deutschen Bundesbank seit 2010 nur wenig verändert. Die Zahl der Haushalte, die ein geringeres Nettovermögen haben als der Durchschnitt, hat sogar noch zugenommen.

Die Deutsche Bundesbank hat im Frühjahr diesen Jahres eine neue Studie zur Vermögensverteilung in Deutschland vorgelegt, die auf einer Befragung von rund 4.400 Haushalten von 2014 fußt.

Ein Studienergebnis ist, dass das Vermögen ungleich verteilt ist, das heißt, einige wenige besitzen sehr viel, ein großer Teil der Haushalte dagegen nur relativ wenig. Im Vergleich zu einer Studie aus dem Jahre 2010 hat sich diesbezüglich nur wenig verändert.

74 Prozent hatten weniger als das durchschnittliche Nettovermögen

Das durchschnittliche Nettovermögen pro Haushalt – also das Gesamtvermögen abzüglich der jeweiligen Verschuldung geteilt durch die rund 40 Millionen Haushalte in Deutschland – lag 2014 bei 214.500 €. Allerdings spiegelt dieser Wert bei Weitem nicht das tatsächliche Vermögen der meisten Haushalte wider, da insbesondere sehr hohe Vermögen, die einigen wenigen gehören, den Durchschnittwert erhöhen. Dies zeigen auch die Daten, denn 74 Prozent der Haushalte haben weniger als das genannte durchschnittliche Nettovermögen.

Sinnvoller ist daher die Angabe des Medians. Dieser Wert gibt in Bezug auf die Vermögensaufteilung an, dass 50 Prozent der Haushalte ein niedrigeres und 50 Prozent ein höheres Vermögen haben als den statistisch ermittelten Median. Der Median des Bruttovermögens betrug 77.200 € beziehungsweise des Nettovermögens 60.400 €. Also hatte die Hälfte aller Haushalte weniger und die andere Hälfte mehr als ein Nettovermögen von 60.400 €.

60 Prozent des Gesamtvermögens gehören einigen wenigen

Wie ungleich die Vermögensaufteilung ist, zeigt insbesondere ein anderes Studienergebnis: Laut Studienautoren gehören zehn Prozent der Haushalte fast 60 Prozent des gesamten Nettovermögens. Dagegen besitzen 50 Prozent aller Haushalte nur 2,5 Prozent des gesamten Nettovermögens. Neun Prozent aller Haushalte hatten sogar mehr Schulden als Bruttovermögen.

Weitere News zum Thema

  • Teure Unnachgiebigkeit beim Streit um eine Parklücke

    [] Kommt es zwischen einem rückwärts in eine Parklücke einparkenden Pkw und einem von hinten kommenden Auto, dessen Fahrer ebenfalls den gleichen Parkplatz nutzen will, zu einem Unfall, ist in der Regel von einem gegenseitigen Verschulden der Kfz-Fahrer auszugehen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Saarbrücken hervor (Az. 13 S 20/16). mehr

  • Streit mit der Versicherung kostenlos regeln

    [] Ist man als Versicherungskunde mit einer Vertragsentscheidung oder der Regulierung eines eingetretenen Versicherungsschadens nicht einverstanden und hilft auch eine entsprechende Beschwerde nicht weiter, gibt es mehrere Wege, sein Recht einzufordern. Zum einen ist dies über ein Gerichtsverfahren möglich, wobei hier je nach Fall mit hohen Prozesskosten zu rechnen ist. Zum anderen gibt es aber auch einen kostenlosen Weg, nämlich über einen neutralen Streitschlichter für Versicherungs-Angelegenheiten. mehr

  • Sicher online einkaufen leicht gemacht

    [] Wie beliebt das Einkaufen über das Internet ist, zeigt eine Zahl aus der vergangenen Weihnachtssaison. Laut dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) wurden letztes Jahr sogar 3,6 Millionen echte Weihnachtsbäume online gekauft. mehr

  • Augen auf, Tasche zu

    [] Die Schadensumme der Taschendiebstähle hat nach Angaben des Bundeskriminalamtes letztes Jahr mit rund 51,5 Millionen Euro einen neuen Höchststand erreicht. Besonders häufig wird in Großstädten, an Orten mit Gedränge, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf Märkten, Messen oder anderen Veranstaltungen geklaut, also praktisch überall dort, wo viel los ist. Wer einige einfache Verhaltensregeln beachtet, kann – beispielsweise bei einem Besuch auf einem Weihnachtsmarkt – sein persönliches Risiko, Opfer eines Taschendiebstahls zu werden, deutlich senken. mehr

  • Kfz-Versicherung: Nicht jedes Schnäppchen rentiert sich

    [] Jetzt ist wieder die Zeit, in der diverse Werbespots hohe Einsparungen versprechen, wenn man seine Kfz-Versicherung kündigt und zu einem anderen Versicherer wechselt, denn die meisten Kfz-Policen können noch bis zum 30. November gekündigt werden, um dann bis zum 1. Januar bei einem anderen Kfz-Versicherer einen neuen Kfz-Versicherungsvertrag abzuschließen. Wer jedoch wechseln möchte, sollte insbesondere darauf achten, dass das günstigere Angebot nicht auch einen schlechteren Versicherungsschutz als bisher aufweist, denn das kann im Schadenfall teuer werden. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.