Unwetter verursachen Schäden in Milliardenhöhe

 - 

(verpd) Im ersten Halbjahr 2014 verursachten nach Angaben eines Rückversicherers Katastrophen einen gesamtwirtschaftlichen Schaden von 34 Milliarden Euro. Der größte Anteil entfiel auf Naturkatastrophen.

Natur- und sogenannte „Man made“-Katastrophen, also von Menschen verschuldete Desaster wie Flugzeugabstürze, haben im ersten Halbjahr 2014 weltweit gesamtwirtschaftliche Schäden in Höhe von 44 Milliarden US-Dollar (34 Milliarden Euro) verursacht. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 42 Milliarden US-Dollar gewesen. Davon waren 21 Milliarden Dollar (16,2 Milliarden Euro) durch Versicherungen gedeckt.

Zudem kamen im ersten Halbjahr mehr als 4.700 Menschen durch Katastrophen ums Leben. Dies geht aus einer vorgelegten Statistik eines international tätigen Rückversicherers hervor.

Den meisten finanziellen Schaden richteten Naturereignisse an

Naturkatastrophen machten den bei Weitem größten Anteil aus: Die gesamtwirtschaftlichen Schäden beliefen sich auf 41 Milliarden Dollar.

Von den Versicherungsschäden entfielen 19 Milliarden Dollar (14,7 Milliarden Euro) auf Naturkatastrophen (Vergleichszeitraum 2013: 21 Milliarden, Zehnjahresschnitt: 23 Milliarden). Von Menschen verursachte Katastrophen hinterließen von Januar bis Juni 2014 weitere versicherte Schäden in Höhe von zwei Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro).

Heftige Stürme in Amerika, Japan …

Den größten versicherten Schaden verursachte eine Reihe heftiger Stürme mit großen Hagelkörnern, von denen viele Gebiete der USA fünf Tage lang betroffen waren. Die versicherten Schäden summierten sich auf 2,6 Milliarden Dollar (zwei Milliarden Euro) – das teuerste Schadenereignis weltweit im ersten Halbjahr. Gewitter und Tornados schlugen mit weiteren Versicherungsschäden von je einer Milliarde Dollar zu Buche.

Extreme Winterverhältnisse, vor allem in den USA und Japan, seien für einen großen Teil der versicherten Naturkatastrophen-Schäden im ersten Halbjahr verantwortlich, wie der Rückversicherer bei der Vorstellung seiner Statistik erläutert. In Japan führten schwere Schneestürme im Februar zu versicherten Schäden von 2,5 Milliarden Dollar, eine ausgedehnte Kälteperiode in den USA im Januar zu versicherten Schäden von 1,7 Milliarden Dollar.

… und in Europa

Auch Europa blieb nicht verschont: Wie im Vorjahr fegten auch 2014 schwere Unwetter über Westeuropa hinweg, erklärte der Rückversicherer. Sie waren für den zweitteuersten Schaden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres verantwortlich.

Die Gewitterfront des Tiefdruckgebiets Ela brachte im Juni Hagelschlag und starken Wind und verursachte in Teilen Frankreichs, Deutschlands und Belgiens große Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen“, berichtet Swiss Re. Höhe der versicherten Schäden: 2,5 Milliarden Dollar (1,93 Milliarden Euro).

Erhebliche Schäden durch Überschwemmungen

Überschwemmungen verursachten in verschiedenen Regionen der Welt erhebliche Sachschäden. Serbien, Bosnien, Kroatien und weitere osteuropäische Länder wurden im Juni 2014 von schweren Überflutungen getroffen, die einen gesamtwirtschaftlichen Schaden von 4,5 Milliarden US-Dollar, das sind rund 3,5 Milliarden Euro, zur Folge hatten. Allerdings hatten hier nur wenige einen entsprechenden Versicherungsschutz.

Die Daten zeigen, ist man von einer Naturkatastrophe wie Hagel oder Überschwemmung betroffen, ist es für den Einzelnen wichtig, den passenden Versicherungsschutz zu haben, um vor den hohen finanziellen Belastungen, die eine Schadensbeseitigung mit sich bringen kann, geschützt zu sein. Die Versicherungswirtschaft bietet hierzu auf den jeweiligen Bedarf zugeschnittene Sachversicherungen an.

Individuelle Absicherung gegen Naturkatastrophen

Unwetterschäden durch Hagel, Blitz und Sturm am Auto lassen sich beispielsweise durch eine Teilkaskoversicherung absichern. Hausbesitzer, die gegen Schäden an der Immobilie durch Brand, Blitzeinschlag, Sturm und Hagel abgesichert sein möchten, benötigen eine Gebäudeversicherung. Die gleichen Risiken sind zur Absicherung des Hausrates in einer Hausrat-Police oder zum Schutz des Firmeninventars in einer Geschäftsinhalts-Versicherung versichert.

Während Brand, Sturm- und Hagelschäden üblicherweise in einer Gebäude-, Hausrat- oder auch Geschäftsinhalts-Police versichert sind, sind mögliche Naturkatastrophen wie Überschwemmung, Schneelast, Lawinen, Erdrutsche oder Erdbeben häufig nicht abgedeckt. Doch auch die meisten dieser Gefahren können gegen einen kleinen Aufschlag in einen bestehenden Sachversicherungs-Vertrag im Rahmen einer Elementarschaden-Versicherung mitversichert werden.

Weitere News zum Thema

  • Wenn Paare zu lange mit der Eheschließung warten

    [] (verpd) Wird eine Entscheidung zur Heirat erst gefasst, nachdem man bei einem Partner eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung festgestellt hat, so ist in der Regel von einer sogenannten Versorgungsehe auszugehen, wenn der Erkrankte vor Ablauf von zwölf Monaten verstirbt. Das hat das Sozialgericht Stuttgart mit einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden (Az. S 17 R 2259/14). Die Folgen können gravierend sein. mehr

  • Hier schlagen Blitze am häufigsten ein

    [] (verpd) Seit 1999 gab es in Deutschland nicht mehr so wenige Blitzeinschläge wie im Jahr 2016. Insgesamt wurden letztes Jahr aber immer noch fast 432.000 Blitzeinschläge gezählt, deswegen bleibt es wichtig, gegen die zum Teil gravierenden Schäden, die ein Blitz anrichten kann, finanziell abgesichert zu sein. Allerdings gibt es deutliche regionale Unterscheide bezüglich der durchschnittlichen Anzahl der Blitzeinschläge pro Quadratkilometer. mehr

  • Dafür legen die Deutschen Geld beiseite

    [] (verpd) Die Altersvorsorge ist wieder das Sparmotiv Nummer eins unter den Teilnehmern einer regelmäßig durchgeführten Umfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen. Im Herbst letzten und im Frühjahr dieses Jahres war noch der Konsum der Hauptgrund zum Sparen. mehr

  • Fristlos gekündigt wegen (zu) vieler Minusstunden

    [] (verpd) Das beharrliche Überschreiten der zulässigen Zahl von Minusstunden kann ein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung eines ordentlich nicht mehr kündbaren Angestellten sein. Das gilt insbesondere dann, wenn der Betroffene zuvor bereits wegen Verstößen gegen die Arbeitszeitbestimmungen seines Arbeitgebers abgemahnt wurde, so das Landesarbeitsgericht Hamburg in einem Urteil (Az. 5 Sa 19/16). mehr

  • Die häusliche Pflege von Angehörigen kostet nicht nur Geld

    [] (verpd) Die häusliche Pflege wird derzeit hauptsächlich von Frauen übernommen. Das fand die Hans-Böckler-Stiftung in einer kürzlich veröffentlichten Befragung von über 1.000 Pflegehaushalten in Deutschland heraus. Am häufigsten pflegen Töchter ihre Eltern oder Ehefrauen ihre Männer. Der zeitliche sowie der finanzielle Aufwand für Pflegetätigkeiten steigen mit dem Grad der Pflegebedürftigkeit des Betroffenen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.