Sieben Spartipps zum sicheren Vermögen

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Mit unserem 7-Punkte-Plan trotzen Sie den Magerzinsen und schützen Ihr Vermögen vor Verlusten.

Geldanleger befinden sich angesichts der andauernden Niedrigzinsphase in einem akuten Anlagenotstand. Mit einer sorgfältigen Anlagestrategie können Sie aber darauf reagieren.

Grundsätzlich ist dabei immer das magische Dreieck der Geldanlage (Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit) zu beachten. Im Vordergrund sollten die größtmögliche Sicherheit und eine Rendite nach Steuern stehen, die zumindest noch die Inflation schlägt. Damit sichern Sie den realen Kapitalerhalt.

Risikoreiche Anlagen (zum Beispiel in Mittelstandsanleihen oder Nachrangdarlehen, die nur auf dem Papier hohe Zinsen versprechen) sollten auf jeden Fall vermieden werden. Auch unternehmerische Beteiligungen über geschlossene Fonds eignen sich nicht für eine sichere und stressfreie Geldanlage.

Außerdem sollte auch bei kleinem Vermögen auf eine vernünftige Streuung bei der Geldanlage geachtet werden. Alles in Zinsanlagen zu stecken, ist ebenso falsch wie die ausschließliche Anlage in Aktien.

Am besten fahren Sie, wenn Sie Ihr zur Verfügung stehendes Geld auf die drei großen Anlagebereiche Zinsanlagen, Aktien und Immobilien je nach Ihrer Anlagementalität verteilen.

Sieben-Punkte-Plan für die Geldanlage in der momentanen Tiefzinsphase

  • Erster Punkt: Sichere Einmalanlage mit 2 bis 2,75 % Zins (Festgelder oder Sparbriefe mit einer Anlagedauer von maximal 5 Jahren). Beispiele: 2 % Zins für Festgeld über 5 Jahre bei der von Essen Bank (siehe www.vonessenbank.de, gehört dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken BdB an) 2,75 % für Spareinlage über 5 Jahre bei der Espabau (siehe www.espabau.de/sparen/, Wohnungsgenossenschaft, Spareinlage nach Beitritt mit zwei Genossenschaftsanteilen à 260 €, Espabau wird von der BaFin überwacht und ist Mitglied im Selbsthilfefonds GdW beim Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen).

  • Zweiter Punkt: Sichere Sparpläne mit 2 bis 2,5 % Zins (Banksparplan mit einer Anlagedauer von 10 bis maximal 18 Jahren). Beispiel: 2 % Zins für Banksparplan über 10 Jahre bzw. 2,5 % Zins über 18 Jahre bei der Edekabank (siehe www.edekabank.de, deutsche Einlagensicherung bis 100.000 €).

  • Drittter Punkt: Sparplan mit Aktienindexfonds ETF (Aktiensparplan mit einer frei wählbaren Anlagedauer). Beispiel: Aktienindexfonds ETF über Cortal Consors mit Sparplan ab 100 € monatlich, Kosten nur 1,5 % pro Order.

  • Vierter Punkt: Einmalanlage oder Sparplan mit offenen Immobilienfonds (mit einer Anlagedauer von mindestens drei Jahren) Beispiel: neuer offener Immobilienfonds Grundbesitz Fokus Deutschland der Deutschen Bank mit breiter Streuung der Immobilienanlagen in Deutschland (Haltedauer mindestens zwei Jahre, bevor Anteile mit einem Jahr Vorankündigung wieder verkauft werden können).

  • Fünfter Punkt: Flexible Vorsorge mit privaten Rentenversicherungen (Laufzeit mindestens 12 Jahre, aber vorherige Abrufmöglichkeit ohne Verlust) Beispiel: flexible Vorsorge über CosmosDirekt als Einmalanlage oder Sparplan, bei Teil- oder Vollrückzahlung vor Ablauf der mindestens 12-jährigen Laufzeit kein Verlust, da bei Neuabschluss in diesem Jahr noch ein Zins von 1,25 % nach Abzug aller Kosten garantiert wird).

  • Sechster Punkt: Sofortrente aus Einmalbeitrag in die gesetzliche Rentenversicherung nach Erreichen der Regelaltersgrenze (für vor dem 1.1.1955 geborene Mütter oder Beamte bzw. Freiberufler der Jahrgänge 1949 bis 1951) Beispiel: Beamter, der am 1.11.2014 mit 65 Jahren und 3 Monaten in Pension geht und auf einen Schlag 25.000 € in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt Ergebnis: zusätzliche gesetzliche Rente von monatlich 116,50 € inkl. 7,3 % Zuschuss zur privaten Krankenversicherung, jährlicher garantierter Rentensatz macht rund 5,6 % des Einmalbeitrags von 25.000 € aus.

  • Siebter Punkt: Laufende freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung für Nicht-Pflichtversicherte (z.B. 10 bis 15 Jahre für pensionsnahe Beamte oder rentennahe Freiberufler) Beispiel: Beamter, der erst im Jahr 2024 mit 66 Jahren in Pension geht und 10 Jahre lang laufend monatlich 500 € in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt Ergebnis: zusätzliche gesetzliche Rente ab 2024 von monatlich 267 € garantiert inkl. 7,3 % Zuschuss zur privaten Krankenversicherung, jährlicher garantierter Rentensatz liegt bei 5,3 % der Beitragssumme von 60.000 €.

Wichtiger Hinweis: Neuabschlüsse für eine Riester-Rentenversicherung, Rürup-Rentenversicherung oder eine Betriebsrente per Entgeltumwandlung ohne Arbeitgeber-Zuschuss fehlen in diesem Sieben-Punkte-Plan, da der Garantiezins momentan nur 1,75 % ausmacht und ab 2015 auf 1,25 % sinkt. Ob sich ein Neuabschluss noch lohnt, hängt vom Alter (je jünger und rentenferner, desto eher) und der Höhe der staatlichen Förderung (Zulagen für Riester-Vertrag, Steuerersparnisse für Rürup-Vertrag, Abgaben- und Steuerersparnis bei Entgeltumwandlung) im Vergleich zur späteren Besteuerung und evtl. Beitragspflicht in die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung ab.

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