Riester-Förderung: Knappe Milliarde Euro verschenkt

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Ein beträchtlicher Teil der Riester-Sparer bekommt jedoch nicht die volle Zulage, wie eine Studie vom Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg zeigt.

Rund ein Viertel der Riester-Sparer stellte 2007 gar nicht erst den erforderlichen Antrag, wodurch ihnen 660 Millionen Euro an Zulagen entgingen. 313 Millionen Euro an staatlicher Förderung entfielen, weil der Maximalanteil am rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommen unterschritten wurde.

Damit verschenkten die Sparer allein im Jahr 2007 rund 973 Millionen Euro an staatlicher Förderung. Das entspricht rund 40 Prozent der maximal erhältlichen Zulagen.

Tipp
Damit Riester-Sparer nicht einen Teil der staatlichen Förderung verschenken, sollten sie darauf achten, dass sie den Mindesteigenbeitrag einzahlen.


So funktioniert das Riestern

Bei Riester-Verträgen zahlt der Staat einen Zuschuss zur privaten Altersvorsorge. Jeder Riester-Sparer erhält eine Grundzulage von 154 Euro im Jahr. Weitere 185 Euro pro Jahr gibt es für jeden kindergeldberechtigten Sprössling. Für ab dem 1.1.2008 geborene Kinder sind es sogar 300 Euro im Jahr. Im Jahr 2010 sind bis zu  2.100 Euro steuerlich absetzbar.

Inklusive des staatlichen Zuschusses müssen mindestens vier Prozent des rentenversicherungs-pflichtigen Bruttovorjahreseinkommens in den Vertrag eingezahlt werden, um die volle Förderung zu erhalten. Betragen die Einzahlungen niedriger als vier Prozent, wird auch die Zulage anteilig verringert. Für den Eigenbeitrag hat der Gesetzgeber eine Untergrenze von 60 Euro im Jahr oder 5 Euro im Monat festgelegt.

Verschiedene Riester-Varianten

Riester-Verträge gibt es in insgesamt vier Varianten. Neben Riester-Rentenversicherungen werden auch Riester-Fondssparpläne, Riester-Banksparpläne und neuerdings der sogenannte Wohn-Riester angeboten. Mit Letzterem wird selbst genutztes Wohneigentum in die staatlich geförderte Altersvorsorge eingebunden.

Den größten Zuspruch in der Bevölkerung finden die Riester-Rentenversicherungen. Für diese Variante haben sich insgesamt fast drei Viertel der Vorsorgesparer entschieden.

Fast jeder fünfte Riester-Sparer hat einen Fondssparplan abgeschlossen, während sich weniger als jeder 20. für einen Banksparplan entschieden hat. Etwa jede 33. Police ist ein Wohn-Riester-Vertrag, auch Eigenheimrente genannt.

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