In welchen Ländern für Radfahrer eine Helmpflicht besteht

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(verpd) Nach Angaben der Unfallforschung der Versicherer (UDV) sind laut einer Statistik bei über der Hälfte der Radfahrer, die bei einem Verkehrsunfall getötet werden, Kopfverletzungen die vorrangig todesursächlichen Verletzungen. Die Statistikdaten zeigen auch, dass das Tragen eines Fahrradhelms das Risiko, bei einem Radunfall eine schwere Kopfverletzung zu erleiden, erheblich senkt. In vielen Ländern müssen Radfahrer unter anderem deswegen einen Fahrradhelm tragen – dies gilt auch für radfahrende Touristen.

Laut Daten der Unfallforschung der Versicherer (UDV) tragen Radfahrer, die bei einer Kollision mit einem Kraftfahrzeug keinen Helm aufhaben, mit 55 Prozent ein doppelt so hohes Risiko, durch den Unfall Kopfverletzungen zu erleiden, wie Radfahrer mit Helm. Hier beträgt das Risiko 27 Prozent. In vielen Ländern besteht unter anderem deswegen bereits eine Helmpflicht für Radfahrer.

Wer dagegen verstößt – auch als Tourist –, kann je nach Land mit einem mehr oder weniger hohen Bußgeld bestraft werden.

Länder mit Helm- oder Warnwestenpflicht für Radler

Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) gilt unter anderem in folgenden Ländern eine generelle Helmpflicht für alle Radfahrer: Australien, Finnland, Malta, Neuseeland und Südafrika. In Spanien und der Slowakei besteht eine allgemeine Helmpflicht außerhalb geschlossener Ortschaften. Nur auf langen Steigungen und bei hohen Außentemperaturen kann in Spanien davon abgewichen werden.

Andere Länder haben eine auf Kinder und Jugendliche beschränkte Helmpflicht. So müssen Kinder in Österreich bis zu ihrem 12. Lebensjahr, in Japan und Südkorea bis zu ihrem 13. Lebensjahr und in Island, Schweden, Slowenien und der Slowakei bis zu ihrem 15. Lebensjahr beim Fahrradfahren einen Helm tragen. In Estland, Kroatien und in einigen Bundesstaaten der USA gilt eine Helmpflicht für unter 16-Jährige, in Israel, Litauen und Tschechien für unter 18-Jährige.

Übrigens: In manchen Ländern, wie in Frankreich, Italien, Litauen, der Slowakei, Spanien, Ungarn und auf Malta, müssen Radfahrer bei Dunkelheit oder schlechter Sicht eine Warnweste tragen.

Finanzieller Schutz für Radfahrer

Wer als Fahrradfahrer oder auch als Fußgänger in einen Unfall verwickelt wird, ist mit einer Privathaftpflicht-Versicherung gut abgesichert. Eine derartige Police übernimmt nämlich in so einem Fall nicht nur mögliche Schmerzensgeld- und Schadenersatzansprüche der Unfallgegner, sondern wehrt auch ungerechtfertigte Anforderungen Dritter ab. Gut für Reisende, die im Ausland unterwegs sind: Eine Privathaftpflicht-Versicherung gilt je nach Vereinbarung nicht nur in Deutschland, sondern meist vorübergehend auch in Europa oder sogar weltweit.

Besteht entsprechend den Versicherungs-Bedingungen und Vereinbarungen, die dem Vertrag zugrunde liegen, kein Versicherungsschutz im gewünschten Reiseland, kann man oftmals gegen einen kleinen Aufpreis den Geltungsbereich erweitern. Eine Privatrechtsschutz-Versicherung hilft unter anderem, wenn man als Radler oder Fußgänger nach einem Unfall selbst Schadenersatzansprüche geltend machen möchte. Auch hier sollte man darauf achten, dass das Reiseland vom Geltungsbereich der Police erfasst ist.

Um bei einem Unfall, für den kein anderer haftet, abgesichert zu sein, empfiehlt sich eine private Unfallversicherung. Sie gilt in der Regel weltweit und zahlt je nach Vereinbarung zum Beispiel eine individuell im Vertrag festgelegte Kapitalsumme und/oder monatliche Rente, wenn es zu einer unfallbedingten bleibenden Invalidität kommt. Für Berufstätige ist auch eine private Berufsunfähigkeits-Versicherung sinnvoll. Sie zahlt eine vereinbarte Rente, wenn der Versicherte aufgrund eines Unfalls oder auch einer Krankheit seinen Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben kann.

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