Immobilien = Lieblingsanlage aller Reichen

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Wer reich werden will, muss Unternehmer werden; wer reich blieben will, Immobilienbesitzer. So lautet die Quintessenz von Anlageberater Thomas Rüschen in der F.A.S.

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (F.A.S.) interviewt in ihrer Ausgabe vom 19.10.2014 den Kapitalanlageberater Thomas Rüschen von der Privatbank Sal. Oppenheim. Er berät Superreiche ab einem liquiden Vermögen von 30 Mio. Euro bei ihrer Geldanlage. Das seien ausnahmslos Unternehmer. Allein durch Unternehmergeist könne man reich werden, lautet Rüschens Credo.

Trotz Niedrigzinsphase 4 % p.a.

Bei der Anlage von 30 Mio. aufwärts verspricht er derzeit "bei einer gewissen Risikobereitschaft" eine Rendite von etwa 4 % p.a. nach Abzug aller Steuern und Kosten. (Der Leser rechnet mal schnell im Kopf: Macht 1,2 Mio. Euro im Jahr bzw. 100.000 € im Monat.)

Auf die Rückfrage der F.A.S.-Redakteure Dennis Kremer und Georg Meck: "Vier Prozent? Klingt wenig", verrät Rüschen sein Konzept für Kunden mit "etwas Risikobereitschaft": "Gut ein Viertel des Geldes sollte in Aktien fließen, vor allem in deutsche und europäische Titel, ein weiteres Viertel in Anleihen. Hinzu kommt ein Anteil von 20 % in Immobilien, weitere 10 %, die in private Beteiligungen (Private Equity) investiert werden – und dann noch einmal etwas mehr als 10 %, die man zur ständigen Verfügbarkeit in Cash halten sollte."

Was man mit dem restlichen Kapital kaufen soll – etwas weniger als 10 % – bleibt ungeklärt. Vielleicht Edelmetalle und Rohstoffe? Oder Sparbriefe und Versicherungen? Doch nicht etwa Partys und Porsches!

Dann wird es noch spannender, und zwar bei der Frage: "Gibt es so etwas wie eine Lieblingsanlage aller Reichen?"

Rüschen: "Ja, nach wie vor spielen Immobilien in den meisten Portfolios eine herausragende Rolle. Was kein Fehler ist: Immobilien leisten im Niedrigzinsumfeld einen äußerst wichtigen Beitrag zur Rendite." Beim Häuserboom sei kein Ende in Sicht. Abhängig von der Lage blieben Immobilien ein attraktives Investment.

Nachfrage: "Häuser kaufen? Ist es das, was Privatanleger von den Reichen lernen können?"

Rüschen: "Das würde ich so sehen. Wobei ein Privatanleger wohl besser daran tut, offene Immobilienfonds zu kaufen – sonst steckt er all sein Vermögen in ein einzelnes Haus, was unter dem Gesichtspunkt der Streuung nicht gerade zu empfehlen ist."

Fragt sich der Leser: Wenn es doch so lukrativ und sicher ist, warum soll ich mein Geld streuen und dabei unnötige Risiken eingehen, z.B mit Aktien und Anleihen?

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