Goldmünzen: Lohnt sich der Kauf unter Renditegesichtspunkten?

 - 

In stürmischen Zeiten suchen die Anleger einen sicheren Hafen, um ihr Vermögen sicher anzulegen. Deshalb findet Gold bei fallenden Börsenkursen verstärkt Beachtung.

Finanzkrise und Börsencrash, drohende Wirtschaftsrezession und galoppierende Inflation: In solch stürmischen Zeiten suchen die Anleger einen sicheren Hafen, um ihr Vermögen vor dem vermeintlichen Untergang zu schützen. Kein Wunder, dass Experten davon ausgehen, dass Gold demnächst wieder Höchstpreise erzielen wird. Die Gold-Hausse hängt freilich auch mit dem knapper werdenden Angebot und der steigenden Nachfrage aus aufstrebenden Ländern wie Indien und China nach dem Edelmetall zusammen.

Neben der Investition in Goldzertifikate und Aktien von Goldminen und Zulieferern besteht die Möglichkeit, sich Goldbarren, Goldschmuck und Goldmünzen zuzulegen. Der physische Besitz von Gold birgt sicherlich den Reiz des Edlen und Besonderen. Das erhebende Gefühl von Reichtum und Wohlstand sollte jedoch die Vernunft des Anlegers nicht überwältigen, sofern er den Kauf von Goldschmuck und Goldmünzen lediglich als eine Form der Finanzanlage betrachtet. Denn Goldbesitz birgt durchaus Risiken:
  • Die Differenz von Ankaufs- und Verkaufspreis kann insbesondere bei Schmuck und Münzen erheblich sein.
  • Der Goldpreis ist starken Schwankungen unterworfen, sodass es Zeiten geben kann, in denen bei Verkauf Verluste drohen.
  • Die Lagerung kann mit Kosten für einen Safe, eine Versicherung oder für Bankgebühren verbunden sein.
  • Mangelhafte Pflege und Beschädigungen können zu Preisabschlägen führen.
  • Diebstahl kann den Totalverlust bedeuten.
Wer sich für marktgängige Goldmünzen interessiert, hat die Wahl zwischen dem südafrikanischen Krügerrand, dem American Eagle, dem kanadischen Maple Leaf und seit fünf Jahren der deutschen 100-Euro-Goldmünzenserie "UNESCO-Weltkulturerbestätten in Deutschland", in der seit 2003 jedes Jahr ein neue Münze erscheint.

Am 1.10.2008 wird die 100-Euro-Goldmünze "UNESCO-Welterbe Goslar" ausgegeben. Diese Münze besteht aus 15,55g (1/2 Unze) Feingold (999,9Au). Der offizielle Ausgabepreis richtet sich nach dem Goldpreis Ende September 2008 (derzeit rund 300 Euro für eine 1/2 Unze) zuzüglich eines Prägeaufschlags von 25 Euro. Die Goldmünzenserie kann bestellt werden bei der Verkaufsstelle für Sammlermünzen (VfS), 92626 Weiden, Telefon 01805/246872, Mail: vfs.bmf@deutsche-sammlermuenzen.de, Internetadresse: www.deutsche-sammlermuenzen.de. Für die Goslar-Ausgabe ist die Bestellfrist allerdings schon abgelaufen.

Wer seine Serie an 100-Euro-Goldmünzen komplettieren möchte, ist bei den bereits erschienenen Stücken auf Banken, Münzhändler und Auktionen angewiesen. Die künftigen Ausgaben lassen sich bei der genannten Verkaufsstelle für Sammlermünzen auch abonnieren.

Die Rendite des Geschäfts mit Goldmünzen hängt stark vom Goldpreis ab, und der ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Wer 2003 eine der 100-Euro-Goldmünzen "UNESCO-Weltkulturerbe Quedlinburg" erworben hat, kann sie nun mit bis zu 30 Prozent Gewinn verkaufen.
Allerdings ist zu bedenken, dass deutsche Goldmünzen im Ausland nicht den Ruf von Krügerrand, American Eagle und Maple Leaf genießen. Der Markt der deutschen Goldmünzen beschränkt sich weitgehend auf Deutschland und läuft über Banken, Münzhändler und Auktionen, zunehmend auch im Internet.

Geldtipp
Bei Bestellungen über das Internet oder über den Versandhandel besteht das Risiko, dass der Kunde Vorkasse leisten muss. Wenn die Ware nicht kommt oder nicht einwandfrei ist, bleibt der Kunde meist auf dem Schaden sitzen. Deshalb ist der Besuch eines Münzhändlers oder einer Münzauktion ratsam. Was die UNESCO-Münzen betrifft: Hier können Sie nicht viel falsch machen, weil der Münzpreis bei Ausgabe sich nahe am Goldpreis orientiert. Im Laufe der Zeit werden diese Münzen außerdem noch einen Aufschlag für den Sammlerwert entwickeln.

Weitere News zum Thema

  • Bundesweite Rauchmelderpflicht

    [] (verpd) Bei einem Brand kommt es auf Sekunden an. Ein Rauchmelder sorgt dafür, dass bei einem Wohnungsbrand alle Bewohner rechtzeitig gewarnt werden. Daher haben mittlerweile alle Bundesländer Vorschriften erlassen, die Hauseigentümer zur Installierung von Rauchmeldern verpflichten. Berlin hat als letztes Bundesland eine entsprechende Einbaupflicht für Neu- und Umbauten ab dem 1. Januar 2017 vorgesehen. Allerdings gibt es immer noch Unterschiede, wann bei bestehenden Häusern Rauchmelder verpflichtend eingebaut werden müssen mehr

  • Wenn das Gehalt nicht pünktlich gezahlt wird

    [] (verpd) Ein Arbeitnehmer, dessen Lohn beziehungsweise Gehalt nicht pünktlich gezahlt worden ist, hat nicht nur einen Anspruch auf die Zahlung von Verzugszinsen, sondern zusätzlich auch auf Überweisung eines Pauschalbetrages in Höhe von 40 Euro. Das hat das Landesarbeitsgericht Köln mit einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 12 Sa 524/16). mehr

  • 2016 noch Geld sparen

    [] Der Countdown zum Jahreswechsel läuft. Trotz des Weihnachtstrubels sollten Sie sich unbedingt ein wenig Zeit für Ihre Finanzen nehmen – zumal Sie dann unter Umständen viel Geld sparen können. mehr

  • Warum Grundstücksbesitzer bei maroden Wegen handeln müssen

    [] (verpd) Eine fünf Zentimeter hohe Betonabbruchkante, die auf einem für Radfahrer freigegebenen, unbeleuchteten Weg mit einem Winkel von 45 Grad schräg in Fahrtrichtung verläuft, stellt eine große Gefahrenquelle dar. Sie löst im Fall eines Unfalls eine Haftungsverpflichtung des Verkehrssicherungs-Pflichtigen aus. Das hat der 9. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm mit einem veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 9 U 78/13). mehr

  • Sicher Autofahren trotz Nebel und Glätte

    [] (verpd) Sichtbehinderung durch Nebel oder Schnee, aber auch rutschige Straßen, beispielsweise durch herabgefallenes Laub oder überfrierende Nässe, sind insbesondere im Herbst ein hohes Unfallrisiko. Alleine letztes Jahr ereigneten sich deshalb über 13.000 Verkehrsunfälle, bei denen Personen verletzt wurden. Mit der richtigen Fahrweise lassen sich jedoch solche Unfälle vermeiden. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.