Geldanlage trotz Minizinsen

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Die niedrigen Guthabenzinsen verführen zum schnellen Geldausgeben.

Die Sparquote sinkt. Die Deutschen verlieren die Lust, ihr Geld anzulegen. Sie geben es lieber aus. So lautet das Fazit einer aktuellen Studie des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands.

Schuld sind die mickrigen Sparzinsen und das erhöhte Verlustrisiko bei Aktien. Schuld sind aber auch niedrige Einkommen: Je geringer das verfügbare Haushaltseinkommen, desto geringer die Sparquote. Immer mehr Menschen können es sich einfach nicht leisten, regelmäßig zu sparen.

Die aktuelle Niedrigzinspolitik trägt dazu bei, dass die Vermögen in Deutschland immer ungleicher verteilt sind, denn die Menschen mit kleinem Vermögen sparen einen größeren Teil davon in Anlageklassen, die vom Zins abhängen.

Um den Vermögensverlust durch Magerzinsen und Inflation zu vermeiden, empfiehlt sich folgende Streuung des Anlagekapitals:

Sieben-Punkte-Plan für die Geldanlage in Tiefzinsphasen

  • Sichere Einmalanlage mit bis zu 2,75 % Zins (Festgelder oder Sparbriefe mit einer Anlagedauer von maximal 5 Jahren).

  • Sichere Sparpläne mit bis zu 2,5 % Zins (Banksparplan oder Bausparen mit einer Anlagedauer von maximal 10 Jahren).

  • Flexible Vorsorge mit privaten Rentenversicherungen (Laufzeit mindestens 12 Jahre, aber vorherige Abrufmöglichkeit ohne Verlust, Mindestzins nach Kosten 1,25 %).

  • Sofortrente aus Einmalbeitrag in die gesetzliche Rentenversicherung nach Erreichen der Regelaltersgrenze (für vor dem 1.1.1955 geborene Mütter oder Beamte bzw. Freiberufler der Jahrgänge 1949 bis 1951).

  • Laufende freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung für Nicht-Pflichtversicherte (z.B. 10 bis 15 Jahre für pensionsnahe Beamte oder rentennahe Freiberufler).

  • Aktienindexfonds (ETF).

  • Neue offene Immobilienfonds oder Direktanlage in eine vermietete Eigentumswohnung.

Mit diesem Plan können Sie dem gegenwärtigen Anlagenotstand zumindest teilweise begegnen.

Selbstverständlich ist dabei das magische Dreieck der Geldanlage (Sicherheit, Rendite und Liquidierbarkeit) zu beachten. Im Vordergrund sollten die größtmögliche Sicherheit sowie eine Nach-Steuer-Rendite stehen, die zumindest noch die Inflation schlägt und damit den realen Kapitalerhalt sichert.

hart aber fair | Das Erste | heute, 27.10.2014, 21:00–22:15 Uhr: Minizinsen und Wackeleuro - macht uns die Krise arm? Nullnummer auf dem Sparbuch, Verluste bei privater Rente, Aktien auf der Achterbahn - und jetzt geht auch noch der Wirtschaft die Luft aus! Müssen wir Angst haben um unseren Wohlstand, um den Wert des Geldes? Und kann man den Banken trauen?

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