Finanz-Strategie für den Ruhestand

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"Die Rente ist sicher." Diesen Slogan kennen Sie sicherlich. Doch Sie denken vielleicht insgeheim: "Meine Rente wird bestimmt nicht reichen. Schon gar nicht für meinen Lebensstandard." Richtig: Ihre Rente könnte viel zu niedrig ausfallen.

Sie haben deshalb nur zwei Möglichkeiten:

  • Sie stellen sich mental auf einen kargen Lebensabend ein oder
  • Sie bauen sich aus eigener Kraft zusätzliche Alterseinkünfte auf.

Angenommen, Sie liebäugeln eher mit einem etwas dickeren Finanzpolster für Ihren Ruhestand. Dann bestehen für Sie fünf Chancen, die eigene Rente gehörig aufzubessern – und dabei auch noch Steuern zu sparen . Die Sozialpolitiker haben nämlich erkannt, dass die alten Sprüche wie das obige Zitat von Norbert Blüm heute nicht mehr stimmen.

Vier Vorsorgeformen sind derzeit steuerlich begünstigt:

  • Riester-Rente
  • Privat-Rente,
  • Rürup-Rente,
  • Betriebs-Rente.

Als fünfte Form der Vorsorge gelten Kapitalanlagen, die vor Inflation geschützt sind, weil ihr Wert bei zunehmender Geldentwertung steigt.

Stellt sich die Frage, welche dieser fünf Vorsorgeformen für Sie die beste ist. Antwort: Alle fünf, und zwar in der angegebenen Reihenfolge. Doch Scherz beiseite: Für jeden einzelnen ist natürlich eine individuelle Vorsorge-Strategie notwendig. Schließlich kann jeder Vorsorge-Euro nur einmal ausgegeben werden und komplexe Steueraspekte spielen eine große Rolle – beides ist bei jedem ein wenig anders gelagert.

Fünf Chancen für die finanzielle Vorsorge

Riester-Rente
Staatliche Förderung durch direkte Zulagen und u.U. weitere Steuerersparnisse. Lohnt sich wegen der Kinderzulagen vor allem für Familien, aber nicht nur für sie.

Privat-Rente
Die Steuerersparnisse bei der Auszahlung sind wegen des niedrigen Ertragsanteils, der der Besteuerung zugrunde gelegt wird, für alle, die als Rentner steuerpflichtig sein werden, lukrativer als Riester- und Rürup-Renten, die bei Rentenbezug voll steuerpflichtig sind.

Rürup-Rente
Bringt erhebliche Steuerersparnisse, vor allem für Selbstständige und Freiberufler, wenn diese keine Beiträge zu den gesetzlichen oder berufsständischen Versorgungssystemen zahlen. Selbstständige können ihre Steuer jedes Jahr um bis zu €40000 Euro mindern (bei Singles die Hälfte). Arbeitnehmer und Beamte können nur die Differenz zu ihren obligatorischen Vorsorgebeiträgen absetzen.

Betriebs-Rente
Spart Steuern und Sozialabgaben. Doch Achtung: Bei Arbeitsplatzwechsel droht Verlust der Anwartschaft. Außerdem sind die Auszahlungen nicht nur steuerpflichtig, sondern auch beitragspflichtig zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.

Kapitalanlagen
Wählen Sie Kapitalanlagen, deren Wert inflationsgeschützt ist: Aktien, Gold, Immobilien und inflationsindexierte Anleihen. Zinsanlagen verlieren dagegen an Wert, wenn die Preise steigen. Beurteilen Sie bei jeder Anlage die widerstreitenden Aspekte Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit. Eine Geldanlage, die zugleich hochrentabel, absolut sicher und immer verfügbar ist, gibt es nicht.

Grundlagen für Ihre Finanz-Planung

  • Nehmen Sie die Finanzierung Ihres Ruhestands selbst in die Hand.
  • Verschaffen Sie sich einen genauen Überblick über Ihr Vermögen.
  • Verteilen Sie Ihr Vorsorge-Kapital auf unterschiedliche Anlageformen.
  • Führen Sie bei den vier geförderten Vorsorgeformen eine Gesamtbetrachtung der Einzahlungs- und Auszahlungsphasen durch.
  • Zinsanlagen wie Banksparpläne und Versicherungen schützen nicht vor Inflation.
  • Mischen Sie Sicherheit (Versicherungen und Zinsanlagen) mit Chanceorientierung (Aktien und Gold).
  • Bleiben Sie immer liquide und flexibel, sprich: Versicherungen und Immobilien nicht übergewichten.
  • Kalkulieren Sie bei Immobilien, Fonds und Versicherungen alle einmaligen und laufenden Kosten ein.
  • Bedenken Sie in Ihrer Lebensplanung auch Unvorhersehbares: Arbeitslosigkeit, Krankheit, Scheidung, Unfall, Pflegebedürftigkeit.
  • Stimmen Sie die kurz- und langfristigen Ziele Ihrer Finanz-Planung auf Ihre individuellen Finanzverhältnisse und Wünsche ab.

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