Finanz-Check zum neuen Jahr

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Vor dem Jahreswechsel lohnt es sich, einen Blick auf die eigenen Finanzen zu werfen.

Die meisten Menschen stecken mitten in den Weihnachtsvorbereitungen. Trotzdem sollten sie sich so kurz vor dem Jahreswechsel noch einmal die Zeit nehmen, einen Blick in ihre Finanzen zu werfen, rät der Bankenverband. So lässt sich möglicherweise der ein oder andere Euro sparen. Zum Jahreswechsel treten auch wieder zahlreiche Änderungen in Kraft.

Freistellungsaufträge überprüfen

Sparer und Anleger mit mehreren Bankverbindungen sollten vor dem Jahreswechsel ihre Freistellungsaufträge überprüfen: Sind die vom Steuerabzug frei gestellten Beträge auf Konten und Depots noch optimal aufgeteilt? Bei einem Auftrag ist womöglich noch viel Luft, der andere dagegen ist zu knapp bemessen. Dann kann eine neue Aufteilung sinnvoll sein, bevor die ersten Kapitalerträge 2015 gutgeschrieben werden. Der auf Ihre Konten und Depots zu verteilende Freibetrag beträgt 801 € im Jahr. Für Ehepaare liegt er bei 1.602 €. Ehepaare können getrennte oder gemeinsame Freistellungsaufträge erteilen.

Volle Riester-Zulagen sichern

Wer einen Riester-Vertrag anspart, sollte prüfen, ob die Einzahlungen in 2014 ausreichen, um die volle staatliche Zulage (und gegebenenfalls Kinderzulagen) zu bekommen. Die volle Förderung gibt es nur, wenn mindestens 4 % des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens eingezahlt wurden. Von dieser Summe ist die Zulage in Höhe von 154 € schon abzuziehen. Für jedes vor 2008 gibt es 185 €, für jedes nach 2008 geborene 300 €. Sinnvoll ist es, einen Dauerzulagenantrag bei der Bank oder Versicherung zu stellen. Aber auch den sollte man einmal im Jahr prüfen, denn Änderungen wie Gehaltserhöhung, Heirat oder Scheidung können auch einen Einfluss auf die Zulage haben.

Kostenlose Sondertilgung nutzen

Immobilienbesitzer, die im Rahmen ihres Baudarlehens eine jährliche Sondertilgung vereinbart haben, sollten dieses Recht nach Möglichkeit bis Jahresende nutzen. Denn in der Regel ist der zu zahlende Kreditzins höher als der erzielbare Zinsertrag für Geldanlagen.

Einlagensicherungsgrenze wird angepasst

Ab dem 1.1.2015 wird die Sicherungsgrenze, bis zu der Bankguthaben jedes Bankkunden durch den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken geschützt sind, von 30 auf 20 % des haftenden Eigenkapitals der Bank angepasst. Der Grund: In den letzten zehn Jahren haben sich die durchschnittlichen Sicherungshöhen fast verdoppelt, weil das Eigenkapital der Banken stark gestiegen ist. In der Praxis ändere sich für Privatkunden nichts, so er Bankenverband, da auch weiterhin Guthaben in Millionenhöhe abgesichert blieben. Der gesetzliche Einlagenschutz von 100.000 € für jeden Bankkunden bleibt unverändert.

Garantiezins bei Lebensversicherungen sinkt

Der Garantiezins für Lebensversicherungen sinkt zum Jahreswechsel von bisher 1,75 % auf 1,25 %. Die Absenkung betrifft nur neue, ab dem 1.1.2015 abgeschlossene Verträge. Bei bestehenden Lebensversicherungen gilt weiterhin der ursprünglich vereinbarte Garantiezins. Verbraucher sollten sich aber nicht dazu verleiten lassen, jetzt noch schnell und übereilt in 2014 eine Lebensversicherung abzuschließen, raten Verbraucherschützer.

Kirchensteuer bei Kapitalerträgen künftig automatisch

Ab 2015 sind die Banken und Sparkassen gesetzlich verpflichtet, die Kirchensteuer auf steuerpflichtige Kapitalerträge automatisch einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Bisher mussten kirchensteuerpflichtige Bankkunden den Abzug der Kirchensteuer zur Abgeltungsteuer entweder bei ihrer Bank beantragen oder selbst in der Einkommensteuererklärung veranlassen. Zur Vereinfachung fragen die Kreditinstitute die Religionszugehörigkeit künftig jährlich beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) ab. Wer nicht möchte, dass das BZSt die Religionszugehörigkeit verschlüsselt übermittelt, kann der Datenweitergabe bis zum 30.6. eines Jahres beim BZSt widersprechen und muss dafür einen auf www.bzst.de abrufbaren Vordruck der Finanzverwaltung verwenden. In diesem Fall besteht dann aber eine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung im Folgejahr zur Erhebung der Kirchensteuer.

Quelle: Bankenverband

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