Die Hochburgen der Motorraddiebe

 - 

(verpd) Die Anzahl der gestohlenen Motorräder und sonstigen Krafträder geht seit 2007 stetig zurück. Letztes Jahr gab es sogar im Vergleich zu den letzten 15 Jahren so wenige Kraftraddiebstähle wie nie zuvor. Allerdings unterscheidet sich die Anzahl derartiger Delikte in Relation zur Einwohnerzahl von Bundesland zu Bundesland erheblich. Die meisten Kraftraddiebstähle pro 100.000 Einwohner gibt es mit Abstand in Berlin, die wenigsten in Bayern.

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der amtlich registrierten Diebstahldelikte von Mopeds und Krafträdern um 2.377 beziehungsweise fast zehn Prozent auf rund 23.250 zurückgegangen, wie aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik 2016 (PKS 2016) des Bundeskriminalamtes hervorgeht. Dies ist bereits der neunte Rückgang bei der Anzahl derartiger Delikte in Folge und der niedrigste Wert seit der Jahrtausendwende. In 2007 lag die Zahl der geklauten motorisierten Zweiräder mit über 53.190 noch weit mehr als doppelt so hoch.

Den aktuellen PKS-Daten zufolge lag die Diebstahlrate 2016 bundesweit bei 28,3 solchen Delikten pro 100.000 Einwohner, 2015 waren es noch 31,6 Kraftrad-Diebstähle je 100.000 Bürger. Die Aufklärungsquote betrug letztes Jahr den PKS-Daten zufolge 20,1 Prozent. Das heißt, fast 80 Prozent der Diebstähle konnten nicht geklärt werden.

Aktuelle Tipps zum flexiblen Renteneintritt geben Experten in unserem Ratgeber Die Flexi-Rente: Neue Chancen für Rentenversicherte und Rentner.

In Berlin die meisten Delikte pro 100.000 Einwohner

In Relation zur Einwohnerzahl geschahen in Berlin die meisten Kraftraddiebstähle, nämlich fast 60,7 Taten pro 100.000 Einwohner. In Bremen und Sachsen lagen die Klauraten mit 48,3 beziehungsweise 45,6 derartigen Delikten je 100.000 Einwohner ebenfalls deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auf den nachfolgenden vierten bis siebten Rängen der Bundesländer mit den höchsten Diebstahlraten bei Krafträdern liegen Sachsen mit 45,6, Nordrhein-Westfalen mit 40,1, Sachsen-Anhalt mit 38,1 und Hamburg mit 33,5 geklauten Krafträdern pro 100.000 Einwohner.

Gleich danach folgt Brandenburg mit einer Klaurate von 30,1 und Mecklenburg-Vorpommern mit 28,8 gestohlenen Motorrädern und sonstigen Krafträdern je 100.000 Bürger in den jeweiligen Bundesländern. Unter der durchschnittlichen bundesweiten Klaurate von 28,3 liegen Hessen mit 28,2, Saarland mit 25,7, Rheinland-Pfalz mit 25,2, Thüringen mit 24,1, Schleswig-Holstein mit 23,1, Niedersachsen mit 20,3 und Baden-Württemberg mit 20,0 gestohlenen Krafträdern pro 100.000 Einwohner.

Mit Abstand am wenigsten Krafträder werden in Bayern geklaut – hier sind es nur 8,5 gestohlene Krafträder je 100.000 Einwohner. Auch was die Aufklärungsquote betrifft, gibt es große Unterschiede zwischen den Ländern. Während in Bayern und Thüringen jeweils rund jeder dritte Motorraddiebstahl aufgeklärt wurde, war es in Hamburg nur etwa jeder elfte. In Berlin und Bremen lagen die Quoten nur so gerade eben im zweistelligen Prozentbereich.

Wie Sie trotz Niedrigzinsen und Inflation Ihr Geld vermehren können, erläutern Experten in unserem Ratgeber Niedrigzinsen und Inflation: So retten Sie Ihre Ersparnisse.

Weitere News zum Thema

  • Kfz-Versicherung: Nicht jedes Schnäppchen rentiert sich

    [] Jetzt ist wieder die Zeit, in der diverse Werbespots hohe Einsparungen versprechen, wenn man seine Kfz-Versicherung kündigt und zu einem anderen Versicherer wechselt, denn die meisten Kfz-Policen können noch bis zum 30. November gekündigt werden, um dann bis zum 1. Januar bei einem anderen Kfz-Versicherer einen neuen Kfz-Versicherungsvertrag abzuschließen. Wer jedoch wechseln möchte, sollte insbesondere darauf achten, dass das günstigere Angebot nicht auch einen schlechteren Versicherungsschutz als bisher aufweist, denn das kann im Schadenfall teuer werden. mehr

  • Hausbesitzer: Jetzt schon ans Räumen und Streuen denken

    [] (verpd) Rutschige Wege durch nasses Laub, Glatteis oder Schnee sind ein hohes Unfallrisiko für Fußgänger. Verletzt sich ein Passant, weil er auf einem solchen rutschigen Gehweg vor dem Haus oder dem Zugangsweg zum Haus hinfällt, kann dies für den Hausbesitzer oder den Mieter teuer werden. mehr

  • So hohe Zuzahlungen leisten gesetzlich Krankenversicherte

    [] (verpd) Nahezu jeder gesetzlich Krankenversicherte leistet Zuzahlungen für medizinische Behandlungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die auf einer Umfrage basiert. Demnach zahlen Versicherte 448 Euro im Jahr zusätzlich zu ihrem Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung für Gesundheitsleistungen. Am häufigsten entfallen diese Zahlungen auf Apotheken- und Zahnarztkosten. mehr

  • Wenn Paare zu lange mit der Eheschließung warten

    [] (verpd) Wird eine Entscheidung zur Heirat erst gefasst, nachdem man bei einem Partner eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung festgestellt hat, so ist in der Regel von einer sogenannten Versorgungsehe auszugehen, wenn der Erkrankte vor Ablauf von zwölf Monaten verstirbt. Das hat das Sozialgericht Stuttgart mit einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden (Az. S 17 R 2259/14). Die Folgen können gravierend sein. mehr

  • Hier schlagen Blitze am häufigsten ein

    [] (verpd) Seit 1999 gab es in Deutschland nicht mehr so wenige Blitzeinschläge wie im Jahr 2016. Insgesamt wurden letztes Jahr aber immer noch fast 432.000 Blitzeinschläge gezählt, deswegen bleibt es wichtig, gegen die zum Teil gravierenden Schäden, die ein Blitz anrichten kann, finanziell abgesichert zu sein. Allerdings gibt es deutliche regionale Unterscheide bezüglich der durchschnittlichen Anzahl der Blitzeinschläge pro Quadratkilometer. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.