Die Hochburgen der Fahrraddiebe

Die Hochburgen der Fahrraddiebe

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(verpd) Die kreisfreien Städte Münster sowie Magdeburg und Cottbus sind die beliebtesten Regionen der Fahrraddiebe, wie aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht. Dort wurden 2015 jeweils über 1.500 Velos pro 100.000 Einwohner gestohlen. Besonders niedrig war die Klaurate im Landkreis Freyung-Grafenau.

Im vergangenen Jahr wurden laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS 2015) des Bundeskriminalamtes 335.174 Fahrraddiebstahl-Delikte amtlich registriert, 1,3 Prozent weniger als im Jahr davor. Dies entspricht einer Klaurate von 412,8 Fahrrädern pro 100.000 Einwohner – 2014 waren es noch gestohlene 420,7 Velos pro 100.000 Einwohner. Allerdings gibt es je nach Landkreis und Region deutliche Unterschiede bezüglich der Klaurate.

Fahrraddiebe meiden Freyung-Grafenau

In den gut 400 Landkreisen gibt es nach den PKS-Daten gewaltige Unterschiede. Spitzenreiter mit der mit Abstand niedrigsten Diebstahlrate ist der niederbayerische Landkreis Freyung-Grafenau: Hier wurden lediglich rund 14 geklaute Drahtesel pro 100.000 Einwohner gezählt.

Vergleichsweise geringe Werte von jeweils knapp über 20 Fahrraddiebstählen pro 100.000 Einwohner wurden auch in den rheinland-pfälzischen Landkreisen Birkenfeld und Südwestpfalz gezählt. Auf Werte von jeweils um die 25 kamen der niederbayerische Landkreis Regen, der saarländische Kreis Neunkirchen sowie der Eifelkreis Bitburg-Prüm.

Hohe Klaurate in der kreisfreien Stadt Münster

Die mit Abstand höchste Diebstahlrate gab es mit über 1.700 solcher Delikte pro 100.000 Einwohner in der nordrhein-westfälischen kreisfreien Stadt Münster, die sich selbst den Namen „Fahrradstadt“ gegeben hat. In dieser Stadt ist der Anteil der Verkehrsteilnehmer, die mit dem Rad unterwegs sind, im Vergleich zu anderen Städten mit am höchsten.

Klauraten von jeweils über 1.500 Räder pro 100.000 Einwohner waren in der kreisfreien Stadt Magdeburg in Sachsen-Anhalt sowie in der brandenburgischen kreisfreien Stadt Cottbus zu verzeichnen. Auf Werte von knapp über beziehungsweise unter 1.400 geklauten Velos pro 100.000 Einwohner kam die kreisfreie Stadt Halle (Saale/Sachsen-Anhalt) sowie die ostfriesische kreisfreie Stadt Emden.

Finanzieller Schutz als Geschädigter

Nach den vorläufigen Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) wurden in 2015 Jahr etwa 200.000 versicherte Velos gestohlen, was in etwa dem Niveau des vorangegangenen Jahres entspricht. Hierfür haben die Versicherer rund 100 Millionen Euro an die geschädigten Kunden geleistet, der Durchschnittsschaden wird vom GDV mit 520 Euro pro gestohlenes Rad angegeben.

Wer als Velobesitzer die finanziellen Folgen eines Fahrraddiebstahls absichern möchte, kann sein Rad entweder mit einem entsprechenden Risikoeinschluss in der Hausratversicherung oder über eine spezielle Fahrradversicherung gegen Diebstahl versichern. In manchen Hausratversicherungen ist das Fahrrad auch automatisch mitversichert. Ist in der Hausratversicherung der Fahrraddiebstahl mit abgedeckt, sollte man in jedem Fall die zugrunde liegenden Vertragsbedingungen beachten.

Auf die Vertragsvereinbarungen achten

In einigen Hausrat-Policen besteht nämlich nachts zwischen 22 Uhr und 6 Uhr kein Versicherungsschutz für das Rad, wenn es in dieser Zeit nicht genutzt wird. Es kann aber auch eine Einschränkung des Versicherungsschutzes auf die im Versicherungsschein genannten Orte wie Wohnung, Garage und Keller geben. Einige Versicherer bieten in diesen Fällen eine Erweiterung des Versicherungsschutzes gegen Aufpreis an.

Einen besonders umfangreichen Versicherungsschutz bieten spezielle Fahrradversicherungen. In einigen Policen besteht der Versicherungsschutz im Falle eines Diebstahls beispielsweise rund um die Uhr und/oder es werden auch Schäden am Rad, die bei einem Unfall entstanden sind, bezahlt.

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