Der Trend: Der Freund des erfolgreichen Anlegers

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(tm) In einer Serie erklären wir die Funktionsweise der Technischen Analyse von Börsenentwicklungen. Die Erkennung eines Trends macht den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg.

Im zweiten Teil der Serie haben wir bereits erläutert, was man unter der Technischen Analyse versteht und welche Darstellungsformen es gibt. Dieser Artikel widmet sich nun der Anwendung der Technischen Analyse und geht darauf ein, wie man die gewonnenen Informationen mit Fundamentaldaten, also den Nachrichten, verbinden kann.

Trend: Der wichtigste Bestandteil des Investierens

Die folgende Börsenweisheit ist vielleicht die älteste von allen: The trend is your friend der Trend ist Dein Freund. Auf diesem Grundsatz basieren fast alle Strategien, die von den Kapitalmärkten entwickelt wurden.

Als Trend wird eine Börsenphase bezeichnet, in der der Markt oder ein bestimmter Wert über einen längeren Zeitraum durchschnittlich in nur eine Richtung läuft, d.h. entweder steigt oder fällt. Diese Grafik zeigt einen Auf- und Abwärtstrend zweier verschiedener Aktien mit dem Candlestick-Chart.

Wie erkennt man, ob ein Trend vorliegt?

An der Börse gibt es keine linearen Kursbewegungen. Alle Anlageprodukte bewegen sich deshalb in Wellen, d.h., auf eine längere Bewegung in die Trendrichtung folgt eine sogenannte Korrektur, da Investoren ihre Gewinne mitnehmen und sich der Titel so eine Zeit lang in die Gegenrichtung bewegt. Anhand dieser Verläufe lässt sich feststellen, ob ein Auf- oder Abwärtstrend vorliegt. Um dies am vorherigen Beispiel nachvollziehen zu können, sehen Sie sich diese Grafik an.

Was, wenn kein Trend vorliegt?

Wenn kein Trend vorliegt, befindet sich der Kurs in einer sogenannten Range, einer Seitwärtsphase. Hier lohnt es sich nicht, zu investieren, da sich die Schwankungen ausgleichen und Sie langfristig hier keine Gewinne machen können. Wenn Sie beispielsweise einen Konzern gefunden haben, dessen Management für den Kauf einer Aktie sprechen würde, diese aber nur um ein bestimmtes Niveau fluktuiert, bedeutet das, dass viele Investoren noch nicht auf den Titel aufmerksam geworden sind.

Wenn Sie jetzt einsteigen, sind Sie zwar der erste und werden den Aufstieg von Anfang an mitnehmen können. Doch sollten die anderen Anleger dem Unternehmen nicht allzu viel Vertrauen entgegenbringen, so kann die Aktie fallen und Sie machen Verlust. Warten Sie also, bis die Aktie einen Trend gestartet, also ein Hoch ausgebildet, ein Tief gemacht und dann das vorherige Hoch überschritten hat. So sind Sie auf der sicheren Seite. Ein Beispiel für eine solche Phase finden Sie hier .

Der Trendwechsel

Wie sich ein Trendwechsel vollzieht, haben wir in der ersten Grafik bereits erläutert. Hier finden Sie ein weiteres Beispiel .

Warum sind Trends so wichtig?

Wie Sie sicherlich schon bemerkt haben, kann man bei ausgiebigen Trends die beste Rendite erzielen. Der Kurs läuft lange in die richtige Richtung. Wer Trends auf dem Chart erkennen kann, weiß immer, in welcher Verfassung sich aktuell ein Wert befindet. Außerdem kann er so frühzeitig feststellen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, über ein Abstoßen der Anteile nachzudenken.

Welche Zeiteinheit muss man sich angucken, um den Trend zu erfassen?

Diese Frage kann verschieden beantwortet werden. Ein Daytrader beispielsweise sagt, dass der 1-Minuten-Chart der richtige sei, um kurzfristig Gewinne zu erzielen. Ein Swingtrader wird diese Frage vielleicht mit dem 1- bzw. 4-Stunden-Chart beantworten. Wenn Sie aber langfristig investieren wollen, lohnt der Blick auf den Tages-Chart, da Sie hier die Kursentwicklung detailliert beobachten können, aber dennoch über einen Gesamtüberblick verfügen.

Auch der Blick auf den Wochen- bzw. Monats-Chart ist lohnenswert, wenn man von einer Haltedauer von mehr als drei Jahren ausgeht. Gerade für Dividendendepots ist das wichtig, da die Dividendenrendite im Falle eines Abwärtstrends durch die Kursverluste zunichte gemacht werden können.

Technische Analyse in Kombination mit Wirtschaftsdaten

Freilich bleiben für Sie wahrscheinlich die Nachrichten die primäre Entscheidungsgrundlage. Die Technische Analyse dient als Ergänzung. Wenn Sie beide Analysetechniken beachten, können Sie also eine höhere Rendite erwarten.

Die idealen Ein- und Ausstiegspunkte

Nach diesen Punkten sehnt sich jeder Anleger. Mit der Technischen Analyse können Sie diesen etwas näher kommen. Im letzten Teil der Serie befassen wir uns mit Möglichkeiten, diese Punkte etwas genauer bestimmten zu können.

Geldtipps-Serie zur Technischen Analyse

Autor: Timo Munz

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